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Bad Doberan Einmischung für Zukunft ihrer Dörfer
Mecklenburg Bad Doberan Einmischung für Zukunft ihrer Dörfer
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17:13 17.05.2019
Bald alles Carinerland: Am 26. Mai finden in Kirch Mulsow aber „nur“ Kreistags- und Europawahlen statt. Quelle: Manfred Sander
Carinerland

 In der Gemeinde Carinerland stellen sich am 26. Mai insgesamt 19 Kandidatinnen und Kandidaten für acht Plätze der neuen Volksvertretung zur Wahl. Im September werden dann nach einer Ergänzungswahl zwei weitere Plätze an Kandidaten aus der dann ehemaligen Gemeinde Kirch Mulsow vergeben, so dass die Vertretung des fusionierten Carinerlands dann zehn Mitglieder haben wird.

Die OZ fragte bei Vertretern der in gut einer Woche zur Wahl stehenden Listen nach einigen ihrer wichtigsten Ziele nach.

Eckhard Meyer: „Ich war immer ein Fürsprecher, dass die Windkraft – als saubere Energieform – der Gemeinde maximal zugutekommt.“ Quelle: Thomas Hoppe

Bereits drei Legislaturperioden arbeitet Eckhard Meyer aus Neu Karin in der Gemeindevertretung mit. Das Mitglied der „Wählergruppe Karin“ möchte auch künftig als Volksvertreter die Sanierung der Teiche und Bachläufe in seiner Region voranbringen, schrieb er im „Cariner Landboten“, wo alle Wahlkandidaten der Gemeinde vorgestellt werden: „Eckhard hat ja ein grünes Herz und deswegen ist ihm das ganz wichtig“, kommentiert Meyers Kollege Armin Stubbe dieses Vorhaben, als die OZ auf die beiden Gemeindearbeiter beim Rosenpflanzen stößt. Von seinem „Part“ in der Kommunalpolitik möchte Eckhard Meyer nicht sprechen, da in der Gemeinde bislang „alle Sachen, die anstanden“, gemeinschaftlich angegangen worden seien. Aber er sagt: „Ich war immer ein Fürsprecher, dass die Gemeinde auf gesunden Füßen steht, dass die Windkraft – als saubere Energieform – der Gemeinde maximal zugutekommt. Und das hat sich positiv ausgewirkt.“ Zudem stellt er einen Zusammenhang her, zwischen den Ausgleichsmaßnahmen für den Bau von Windkraftanlagen und der möglichen Renaturierung von ausgetrockneten Teichen und verschwundenen Wasserläufen in der Gemeinde „und nicht irgendwo an der Autobahn“.

Peter Hameister: „Ich bin Rentner und nehme mir die Zeit dafür, dass im Ort künftig mal ein bisschen verändert wird.“ Quelle: Thomas Hoppe

Unter anderem für mehr Licht am Dorfrand möchte Peter Hameister von der WG „Bürger aus Kamin-Moitin und Klein Mulsow“ sorgen. „Wenn man hier ins Dorf aus Richtung Passee reinkommt, ist es stockfinster. Früher war da an der ehemaligen Kneipe eine Laterne dran, seitdem fehlt hier einfach eine Straßenlampe. Darüber rede ich schon seit Jahren – aber es passiert nichts“, sagt der gebürtige Kaminer, der sich zum dritten Mal zur Wahl stellt.

Der Mann, der am Freitag gerade 66 geworden ist, arbeitet bereits im Kulturausschuss mit und gehört seit gut dreizehn Jahren zu den Organisatoren des begehrten Kaminer-Moitiner Grünkohlessens.

Auch für das mittlerweile alljährlich Wiesenfest im Herbst und den Nikolaus ist er im ehrenamtlichen Einsatz. Für den 13./14. Juli hat er ein Mittelalterfest anlässlich der 800-Jahr-Feier von Kamin initiiert. „Ich bin Rentner und nehme mir dafür Zeit“, sagt er und sieht auch die Reparatur des Radwegs sowie eine ausführlichere Dorfinformation per Aushang auf seiner Aufgabenliste als potenzieller Gemeindevertreter.

Carola Schatz: „Ein stabiles, gut ausgebautes Internet ist auch wichtig, um Bürger und Betriebe hier anzusiedeln.“ Quelle: Maria Schatz

Im Gegensatz zu Peter Hameister war Carola Schatz von der WG „Bürger für Ravensberg“ schon einmal Mitglied in einer Gemeindevertretung – nämlich 1994 bis 1999. Die Frau, im Beruf Buchhalterin bei der Fischereigenossenschaft Wismarbucht, hatte nach ihrer Arbeit in der Volksvertretung bis 2007 die Schiedsstelle im Amt Neubukow-Salzhaff geleitet. Die folgenden zehn Jahren wohnte und arbeitete sie in Skagen auf Jütland: „Dann habe ich gedacht, ich kann mich hier bei der Gemeinde wieder einbringen und mitmischen.“ Ihr liege besonders an einem „stabilen, gut ausgebauten“ Internetzugang: „Unsere Leitung gibt das bislang nicht her – in Teilbereichen der Gemeinde soll das Internet noch gar nicht verfügbar sein. Das muss geändert werden, denn das ist auch eine wichtige Sache, um Bürger und Betriebe hier anzusiedeln – zum Beispiel auf der Fläche des ehemaligen KfL in Ravensberg.“

Thomas Woest: „Wenn man was zusammen anpackt und es dann auch gelingt, macht das Spaß und es gibt weniger Beschwerden.“ Quelle: privat

Thomas Woest vom „Aktionsbündnis Krempin“ hat bereits zwei Legislaturperioden als Mitglied des Krempiner Ortsrates und im Bauausschuss der Gemeinde hinter sich. Er möchte nun als Gemeinderatsmitglied ein „Krempin-Vakuum“ verhindern, das durch die nicht mehr kandidierenden Manfred Meyer und Frank Unger im Gemeinderat drohe: „Die Interessen unseres Ortes müssen weiter vertreten werden. Ich möchte auch ein paar mehr Leute von uns ins Boot holen. Denn wenn man was zusammen anpackt und das dann auch gelingt, macht das Spaß und es gibt weniger Beschwerden.“

Thomas Hoppe

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