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Bad Doberan Erfolgreicher Start für ersten Gartenflohmarkt in Rerik
Mecklenburg Bad Doberan Erfolgreicher Start für ersten Gartenflohmarkt in Rerik
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11:19 22.04.2019
Mika (12) hat einen Ball auf dem Gartenflohmarkt in Rerik gefunden, den er Ines Gehrmann abkauft. Quelle: Anja Levien
Rerik

Zwei Kinderbücher für drei Euro, ein Ball für zwei Euro, eine Kinderhose für 50 Cent – beim ersten Gartenflohmarkt in Rerik sind am Sonnabend so manche Schnäppchen gemacht worden. Bei Sonnenschein nutzten viele Reriker und Urlauber das Angebot, spazierten durch das Ostseebad und besuchten die Stände in den Gärten.

Gelbe Luftballons und ein bemaltes Banner weisen die Gäste auf den Flohmarkt im Garten von Familie Radler hin. Gemalte Bilder mit Afrikamotiven, eine Gitarre, Lego, Gläser und Selbstgebasteltes haben Sabine Radler, Tochter Melanie und die Enkelkinder unter anderem für den Gartenflohmarkt zusammengesucht. Im Baum hängt ein Kronleuchter. „Die Stehlampe dazu ist schon verkauft“, sagt Sabine Radler.

Antje und Frank Krause besuchen den Gartenflohmarkt in Rerik und schauen, was Sabine Radler und Julius anzubieten haben. Quelle: Anja Levien

Nach einer halben Stunde Flohmarkt kann sie schon sagen: „Lego geht gut und die Mickey-Maus-Bücher.“ Ersteres hat Enkel Julius aussortiert. „Da habe ich viel mit gespielt. Jetzt brauche ich es nicht mehr“, sagt der Zehnjährige. Das Lego von Star Wars habe er aber behalten. „Das ist was Besonderes.“

Das mit Blumen geschmückte, verrostete Fahrrad am Baum ist unverkäuflich. „Das wollte auch jemand haben“, sagt Sabine Radler. Viele der Sachen, die sie verkaufen, seien geerbt oder waren schon in den Keller aussortiert worden, zum Wegschmeißen aber zu schade.

Familie beim Flohmarkt dabei

So geht es auch Dörte Kruth, die ein paar Straßen weiter mit Familie und Freunden Gebrauchtes verkauft. „Man hat sonst nicht die Zeit, auf den Flohmarkt zu gehen. Es war sofort klar, dass wir hier in Rerik mitmachen“, sagt die 47-Jährige. Dabei lernt sie Nachbarin Gabriele Kösterke kennen, die am Stand vorbeischaut. Auch ein Anliegen des Gartenflohmarktes, der von der Stadt auf Initiation von Susann Never organisiert wurde: miteinander in Kontakt kommen.

Gartenflohmarkt kommt gut an

„Wir haben festgelegt, wir machen nächstes Mal auch mit“, sagt Gabriele Kösterke. Die Rerikerin würde in ihrem Haushalt auch schnell was für einen Flohmarkt zusammenbekommen. „Ich finde das eine super Idee, man entdeckt immer was Nettes, kleine Schätze“, sagt sie.

Antje und Frank Krause sind aus Kühlungsborn nach Rerik geradelt. Die Urlauber aus dem Erzgebirge sind ebenfalls vom Gartenflohmarkt überzeugt. „Ich denke, wenn das ein Erfolg wird, entwickelt sich das weiter.“

Beate Giese bietet viel Kleidung für den kleinen Taler an. „Ich habe im Einzelhandel als Verkäuferin gearbeitet, da hat man einfach zu viel“, sagt die Rerikerin, die auch selbst gerne auf Flohmärkte geht. „Ich habe eine kleine Werkstatt. Auf den Flohmärkten hole ich Ledergürtel oder Spitze und verarbeite das auf Taschen oder Handstulpen.“

Blick in Reriks Gärten

Die Idee des Gartenflohmarktes findet sie super. „Die Leute sehen Rerik von einer anderen Seite und man kommt mit Rerikern ins Gespräch. Das ist toll“, sagt sie. „Für Kinder ist es auch spannend, die mögen gerne beim Spielzeug gucken.“

Margrit Bracker-Wolter findet zwei Bücher für die Enkel und bezahlt sie bei Beate Giese. „Ich finde die Idee super, gerade für Rerik“, sagt die 61-Jährige.

Am Block am Parkplatz haben Astrid Henoch und Ines Gehrmann ihren Stand aufgebaut. Letztere ist viel auf Flohmärkten als Verkäuferin unterwegs. „Ich finde viele Sachen auf dem Sperrmüll und arbeite die auf. Freunde bringen mir auch was vorbei“, erzählt sie. Ebenso auf dem Verkaufstisch: Die selbst gestrickten Sachen ihrer Mutter Brigitte Lange. Der Erlös kommt der Kinderkrebshilfe in Rostock zugute.

Annette Bordelle (v.l.), Carola Rengert und Regine Rieß haben ihre Stände für den Flohmarkt in Rerik zusammen in einem Garten aufgestellt. Quelle: Anja Levien

Im Garten an der Fritz-Reuter-Straße haben sich Annette Bordelle, Carola Rengert und Regina Rieß zusammengetan. „Man hat immer die Idee, die Sachen zu verkaufen, sie auf Ebay einzustellen, aber man schafft es nicht“, sagt Carola Rengert. Im Garten hingegen wechselt dann in wenigen Stunden einiges den Besitzer.

Anja Levien

25 000 Euro gibt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz für die Bestandssicherung der Wollscheune im Klostergelände Bad Doberan. Die Ruine ist bautechnisch noch nicht erforscht. Es gibt Hinweise, dass sie Gästehaus war, 1550 ist von einem Siechenhaus die Rede, 1768 war sie Wollmanufaktur.

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