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Bad Doberan Heilwald in Bad Doberan: Erste Arbeiten bis Ende März
Mecklenburg Bad Doberan Heilwald in Bad Doberan: Erste Arbeiten bis Ende März
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17:00 25.02.2019
Henriette Runge von der Firma Planakzent und André Köppen vom Forstamt gehen die Wege für den Heilwald hinter der Moorbad-Klinik ab und schauen, welche Bäume gefällt werden müssen. Quelle: Anja Levien
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Bad Doberan

André Köppen schüttelt die Spraydose, markiert den Baum im Stadtwald hinter der Moorbadklinik in Bad Doberan mit einem roten Strich. Die Rotbuche muss gefällt werden. Die Hieb- und Pflegearbeiten sind notwendig, um den Kur- und Heilwald hier auf 38 Hektar zu etablieren. Das Forstamt Bad Doberan ist deshalb mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Henriette Runge vom Planungsbüro Planakzent den Abschnitt abgelaufen. Dabei wird genau abgewogen, ob die Fällung wirklich notwendig ist.

Die Idee, einen Heilwald in Bad Doberan einzurichten, gibt es schon länger. Vor knapp zwei Jahren brachte Umweltminister Till Backhaus den Fördermittelbescheid. Vorhandene Wege sollen erweitert und beschildert, Aussichtspunkte und Ruhezonen geschaffen, Bewegungselemente aufgestellt werden. Das Gelände musste großflächig vermessen und Abstimmungen mit der Moorbadklinik wegen der Wegeführung und des Gefälles im Wald getroffen werden, erläutert Ute Busse, Mitarbeiterin im Bauamt Bad Doberan, was in den vergangenen zwei Jahren passiert ist.

Brücke über die Bahnschiene

Zudem möchte die Stadt eine Fußgängerbrücke über die Bahnschiene, die Bad Doberan mit Wismar verbindet, bauen, um so eine Verbindung vom Wald zum Stülower Sportplatz und in die Innenstadt zu ermöglichen. In einem zweiten Abschnitt könnte sich der Heilwald dann über das Gelände der ehemaligen Moorbadklinik als grünes Band bis in die Stadt ziehen. „Wir haben Fördermittel für die Brücke beantragt, es hat Vorgespräche mit der Bahn gegeben“, sagt Ute Busse. Auch die Bahn habe ein Interesse an der Brücke, denn immer wieder würden Fußgänger hier illegal das Bahngleis überqueren. Das zeigt auch ein Trampelpfad an der Böschung.

Für den Kur- und Heilwald in Bad Doberan werden die Wegeführungen teilweise angepasst, einige barrierefrei gestaltet, Brücken gebaut, Infotafeln und Bewegungselemente aufgestellt.

Die Wege im Wald bleiben erhalten und werden in verschiedene Kategorien eingeteilt, erläutert Henriette Runge. Einige bleiben naturbelassen, wie der hinter den Hügelgräbern nahe dem Krankenhaus Richtung Sportplatz. Hier gibt es mehrere Höhenunterschiede, Wurzeln ragen aus dem Boden, der Weg ist eher schmal. Andere sollen eine Breite von zwei bis 2,50 Meter haben. Neu entstehen soll ein barrierefreier Rundweg an der Moorbadklinik, den auch Patienten nutzen können, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Gar nicht so einfach in der Umsetzung, stellen André Köppen und Henriette Runge im Wald fest, denn an der Stelle hat der Wald viele Höhenunterschiede. „Wir müssen die Neigung so hinbekommen, dass der Weg barrierefrei ist und nicht zu lang“, sagt Köppen. Prüfender Blick auf den Lageplan, dann auf die Fläche im Wald. Klappt.

Bäume werden rot markiert

Für die Ruhemöglichkeiten sowie einige Bewegungselemente, aber auch für eine bessere Wegeführung oder breitere Wege muss ausreichend Platz vorhanden sein. Daher werden Bäume am Wegesrand genau angeschaut. An einer Stelle stehen drei dicht beieinander. Für den Weg muss einer fallen. „Eigentlich muss die Rotbuche weg, dann fördern wir die Eiche“, sagt André Köppen vom Forstamt mit prüfenden Blick in die Baumkronen der Bäume. Dann würde nicht nur ausreichend Platz für den Weg sein. „Man sieht der Eiche an, dass sie Probleme hat. So können wir Kronenfreiheit schaffen“, sagt André Köppen. Denn die Eiche sei eine Lichtbaumart, doch die danebenstehende Buche nehme ihr das weg. Der Baum wird rot markiert.

Auch die fünf Hügelgräber werden Teil des Heilwaldes. „Sie sollen herausgestellt und wieder erlebbar gemacht werden“, sagt Henriette Runge. Zum Teil sind sie zugewachsen. Die Hügelgräber stammen aus der Bronzezeit.

Heilwälder im Land

Das Projekt „Gesundheitspotenzial Kur- und Heilwald“ ist vom Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern initiiert und soll derzeit in acht Gemeinden umgesetzt werden. Das Land unterstützt das Vorhaben mit 281 000 Euro. Den Fördermittelbescheid brachte Umweltminister Till Backhaus im März 2017 nach Bad Doberan. In Heringsdorf auf Usedom wurde der erste Heilwald im Land im November 2016 eröffnet, in Ribnitz-Damgarten ist er in der Entstehung.

Bis zum 20. März sollen die Hieb- und Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Bis Ende des Jahres soll der Heilwald entstanden sein und damit auch neue Querungen über den Bach, die jetzt provisorisch sind.

Die Brücke ist verschwunden, ein Provisorium entstanden. Mit dem Heilwald soll eine neue Brücke gebaut werden. Quelle: Anja Levien

Anja Levien

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