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Bad Doberan Erste Biogasanlage in Dubai durch Know How aus MV
Mecklenburg Bad Doberan Erste Biogasanlage in Dubai durch Know How aus MV
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19:28 02.07.2019
Die Projektteams des IBZ aus Hohen Luckow und der Firma Me-Le Biogas GmbH aus Torgelow sowie der Projektmanagerin der Al Rawabi Dairy aus Dubai. Quelle: IBZ Hohen Luckow
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Hohen Luckow

Al Rawabi Dairy ist der bedeutendste Milchviehbetrieb in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nun hat die Farm den Bau der ersten Biogasanlage in Dubai besiegelt und erhält dabei maßgebliche Unterstützung aus Mecklenburg-Vorpommern.

Das Innovations- und Bildungszentrum Hohen Luckow (IBZ) arbeitet bereits seit 2016 für den Milchviehbetrieb in Dubai. Die Aufgabe: Ein Konzept zur Behandlung der anfallenden Reststoffe erstellen. Die Farm betreibt Milchproduktion mit 15000 Milchkühen, hat aber auch eine eigene Molkerei und Fruchtsafterzeugung.

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Reststoffe behandeln – Emissionen reduzieren

In der Biogasanlage sollen Rindergülle und verschiedene Reststoffe, etwa aus der Saftherstellung, der Molkerei sowie der firmeneigenen Abwasseranlage, behandelt werden. Dies teilte der Vorsitzende des IBZ Maik Orth mit. Der Milchviehbetrieb will dadurch in erster Linie die Emissionen, die bei der Rinderhaltung entstehen, reduzieren.

Die Projektverantwortlichen der Farm hatten sich bei einem Besuch in Mecklenburg-Vorpommern von den Möglichkeiten der Biogasherstellung überzeugt. Im Anschluss erstellte das IBZ eine erste Machbarkeitsanalyse für den Milchvieh- und Molkereistandort. Zur selben Zeit entstand auf der Farm das erste Biogaslabor in der Region. Dadurch wurden nicht nur Daten für die konkret vor Ort anfallenden Stoffe gesammelt. Auch das Verständnis der Mitarbeiter für die Technologie konnte so verbessert werden.

Beitrag zur Energiewende

Das IBZ unterstützte den Milchviehbetrieb bei der wirtschaftlichen Umsetzung und der Ausschreibung und führte Gespräche mit den zuständigen Behörden und dem lokalen Energieversorger. Unter Führung der ME-LE Biogas GmbH aus Torgelow wurde der Vertrag mit der Farm zur Umsetzung der ersten Biogasanlage in der Region Ende Juni unterzeichnet.

Die Biogasanlage bringt eine Leistung von etwa 1,3 Megawatt elektrisch und etwa 1,4 Megawatt thermisch. Damit soll sie künftig einen wesentlichen Beitrag zur Deckung des Energiebedarfes der Farm durch erneuerbare Energien erbringen. Zudem werden Methan- und Ammoniakemissionen am Standort deutlich reduziert und wertvoller Dünger für die Region erzeugt.

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Dana Frohbös

02.07.2019
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