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Bad Doberan Erste Kröpeliner Kinder-Vernissage
Mecklenburg Bad Doberan Erste Kröpeliner Kinder-Vernissage
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22:42 11.06.2019
Eröffnung der Kinder-Vernissage in Kröpelins Mühle Quelle: Thomas Hoppe
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Kröpelin

Die feierliche Eröffnung einer Kunstausstellung, bei der die Werke eines lebenden Künstlers gezeigt werden, wird gern auch als Vernissage bezeichnet. Zu eben einer solchen luden am vergangenen Samstag der Förderverein „Kröpeliner Mühle“ und die Grundschule „Am Mühlenberg“ ein. „Herzlich willkommen bei uns in der Mühle! Ich freue mich, dass Sie zu unserer ersten Kinder-Vernissage erschienen sind. Wir sind sehr stolz auf die Kunstwerke der Kinder“, sagte die stellvertretende Vereinsvorsitzende Monika Oberüber zur Begrüßung und kündigte an, dass diese besondere Bilderschau bis Ende Juli zu sehen sein werde: „Wir haben die Mühle mittwochs und sonntags geöffnet.“

Johannes Filius Zettler blickt auch selbstkritisch auf sein Werk (unten links). Quelle: Thomas Hoppe

Als Kunsterziehungslehrerin der vierten Klassen erläuterte Schulleiterin Jacqueline Ata, dass sich ihre Schüler intensiv mit dem Leben und den Werken des Künstlers Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) beschäftigt hätten. „Und wir haben versucht, in seinem Stil unsere eigenen Sachen zu entwerfen. Wir haben dabei natürlich nichts kopiert, sondern alles selber mit leuchtenden Acrylfarben auf Karton umgesetzt. Die Konturen wurden mit schwarzem Stift gesetzt.“ Alle Beteiligten hätten bei dieser Arbeit festgestellt, dass man alles, was in der Umwelt zu sehen ist, in einem bestimmten Stil malen könne. „Wir haben uns die Kröpeliner Mühle ausgesucht, weil sie eine Sehenswürdigkeit ist, die jeder hier kennt.“ Jacqueline Ata bedankte sich bei den jungen Künstlern, beim Mühlenverein und bei den Eltern für deren Einverständnis, dass diese Werke ausgestellt werden dürfen: „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir eine echte Ausstellung außerhalb der Schule machen können.“

„Nicht so toll“, eher „schwer“ fand Johannes Filius Zettler seine Umsetzung der Aufforderung der Lehrerin, an einer bestimmten Stelle noch etwas mit dem schwarzen Stift auszufüllen: „Doch das Viereck hier habe ich nicht so gut hingekriegt“, sagte er und erklärte, dass die vermeintlichen Kerzen auf der Mühlengalerie doch Taj-Mahal-Türme seien, die auch Hundertwasser in seine Architektur hatte einfließen lassen. Er male schon gern, auch wenn er nicht sonderlich begabt sei, ergänzte der Zehnjährige.

Jan Willi Briesemeister hat auch extra den Himmel strukturiert. Quelle: Thomas Hoppe

„Sehr schön, es sieht gut aus“, lobte Madlen Peglow das Bild ihres Sohnes Emil und betonte noch: „Die Bilder hier sind alle schön. Ich hätte so was auch gern in der Schule gemacht. Das ist nicht so gerade, so akkurat, da hätte ich vielleicht auch mal eine gute Zensur gekriegt.“

„Ich habe mich auch von Dingen in meinem Garten inspirieren lassen“, erläuterte Jan Willi Briesemeister, woher die Kreise auf seinem Mühlenbild kämen. Die Linien am Himmel wählte der Zehnjährige als Alternative zur angesagten Zweifarbigkeit. Sein jüngerer Bruder (5) warf sogleich ein, dass er auch schon so gut malen könne.

Amelie Marie Schön stand vor dem größten Bild der Ausstellung. Die Kröpelinerin hatte es gemeinsam mit Bjarne und Lea aus ihrer Klasse gemalt. „Wir haben uns vorher geeinigt, wer was malt, da gab es keinen Streit“, erklärte die Elfjährige und unterstrich, dass sie mit dem Ergebnis zufrieden sei. Die Herzchen auf ihrem Bild seien „so eine Zwischendurch-Idee“ gewesen.

Mühle mit Galerie-Herzchen – „eine Zwischendurch-Idee“ sagt Amelie Marie Schön. Quelle: Thomas Hoppe

Wie Jacqueline Ata noch mitteilte, gebe es auch von den Kröpeliner Klassen 1 bis 3 eine Ausstellung – und zwar in der Landeshauptstadt. Auch dort würden Mühlen-Bilder zu sehen sein, aber im Zusammenhang mit einer Ehrung des Kröpeliner Malers Carl Malchin (1838-1923).

Thomas Hoppe

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