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Bad Doberan Erstmals erscheint Chronik über Satow
Mecklenburg Bad Doberan Erstmals erscheint Chronik über Satow
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12:00 27.06.2019
Monika Zielke schrieb eine Chronik über Satow. Quelle: Anke Kisters
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Satow

800 Jahre feiert der Ort Satow diese Woche. Anlass genug, auch eine Chronik zu veröffentlichen. Das Besondere: Erstmals gibt es ein Buch, das die gesamte Geschichte des Ortes erzählt und nicht nur auf einzelne Vereine oder Abschnitt blickt. Etwa sechs Jahre hat Dr. Monika Zielke daran gearbeitet.

Das Schreiben war ihr vertraut, denn sie war wissenschaftlich an einer Universität tätig, schrieb Dissertationen und verfasste Artikel für Zeitschriften. Die Mitarbeit an Geschichten über die Sozialpolitik der ehemaligen DDR zählte ebenfalls zu ihrem Aufgabenbereich. „Für mich war das Schreiben nichts Neues“, sagt sie. Der Form der Belletristik, wie Monika Zielke ihre Chronik selbst beschreibt, habe sie sich jedoch zum ersten Mal zugewandt.

Teilchroniken von Vereinen als Broschüre

Sie schrieb bereits vorher Chroniken über Hohenfelde und Altenhagen bei Kröpelin. Über Satow gab es bisher kein derartiges Gesamtwerk. Es existierten jedoch bereits Teilchroniken von Vereinen wie zum Beispiel dem Sport- und Karnevalsverein, ferner auch vom Landambulatorium, der Schule und der Feuerwehr. Einige dieser Teilchroniken gab es als Broschüren.

„Viele Einwohner kennen sie jedoch gar nicht“, stellte Monika Zielke fest. Es läge seit 1994 eine kleine Festschrift zum 775-jährigen Jubiläum Satows vor, deren Teil des Mittelalters sie übernommen, aber auch als solchen gekennzeichnet habe. Die Autorin fügte alle Teilchroniken, je nach Thematik ausführlich und weniger ausführlich, in den Anhang.

Autorin lebte 20 Jahre in Satow

Eine solche Gesamtchronik über den Ort mit derartigen geschichtlichen Zusammenhängen und Hintergründen gab es bisher so nicht. Das nahm die Autorin, die als Flüchtling nach Satow kam und etwa 20 Jahre dort lebte, zum Anlass für ihre Aufzeichnungen.

Dr. Monika Zielke lebt jetzt in Rostock, ist aber noch oft in Satow, weil ihre Familie und Freunde ihren Lebensabend nach wie vor dort verbringen. Sie berichtet: „Ich wurde mehrfach gebeten, Ortsteilchroniken zu schreiben, entschied mich aber bewusst für Satow, weil dort mein Ursprung liegt und ich mich in Satow immer wohl fühlte. Ich verlebte dort gute Kind- und Jugendjahre“.

Viele Einwohner Satows unterstützten sie bei dem Buchwerk und werden darin auch namentlich erwähnt. Die Gemeinde finanzierte das Projekt und brachte einen Flyer im Zusammenhang mit dem 800-jährigen Jubiläum heraus. Der Herausgeber der Chronik ist der Rostocker Verlag Redieck & Schade. Mitherausgeber der Chronik ist die Gemeinde Satow.

Anekdoten und Episoden neben Geschichtlichem

„Das Buch enthält viel Positives, aber auch kritische Bemerkungen, wie zum Beispiel damals über die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, die gegründet wurden. Positiv wird beispielsweise hervorgehoben, dass sich Satow in der Nachwendezeit im Gegensatz zu anderen Ortschaften, die regelrecht zersiedelt wurden, sehr gut entwickelte. Ich wollte nicht nur eine zeitliche Abfolge darstellen, sondern auch Anekdoten und Episoden erzählen, um das Ganze aufzulockern“.

Die Chronik beginne, wie sie sagt, bewusst nicht vor „Urzeiten“, sondern mit der Zeit der Gründung Satowias vor 800 Jahren. Anekdötchen wie: „Die stürmische Liebe“, „Verdächtiges am stillen Örtchen“ und „Die Strohpuppe“ sorgen wie viele andere für Erheiterung. Nahezu alle erlebte die Autorin hautnah mit, einige übernahm sie aus Erzählungen der Einwohner. Einige Kapitel aus dem Belletristikwerk sind: „Von der Reichsgründung bis in die 1930er Jahre – Handel und Wandel im Aufwind“, „Nachkriegsjahre und Leben in der DDR“, „Vom Ich zum Wir“, „Größer, weiter, mehr – Strukturveränderungen in den 1970er Jahren“ und „Zeitenwende“.

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