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Bad Doberan Feuerwehr Am Salzhaff braucht neues Domizil
Mecklenburg Bad Doberan Feuerwehr Am Salzhaff braucht neues Domizil
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12:51 24.11.2018
Bürgermeister Kai-Uwe Schlotmann (l.) und Wehrführer Reneé Kluczenski schauen sich die Situation im Gerätehaus in Pepelow an. Quelle: Anja Levien
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Rakow

Die Fahrzeughalle in Pepelow ist zu eng, in der Halle in Rakow gibt es keine Schulungsräume, beide Feuerwehrgebäude der Gemeinde Am Salzhaff sind in die Jahre gekommen. Hier besteht Handlungsbedarf sagen Bürgermeister Kai-Uwe Schlotmann und Wehrführer Reneé Kluczenski. Das hätten auch die Untersuchungen für die Feuerwehrbedarfsplanung ergeben. Ein Neubau soll her.

„Wir haben zwei Gebäude zu unterhalten, wir können immer nur das Notwendigste machen“, sagt Bürgermeister Schlotmann. Als die Orte Rakow und Pepelow vor 14 Jahren fusionierten, wurde an den zwei Wehrgebäuden festgehalten. Das Haus in Pepelow sei 1968 als Feuerwehrgebäude erbaut worden. Anders in Rakow. Hier steht die Technik in einer Halle hinter dem Gemeindehaus. „Das war früher ein LPG-Stützpunkt, dann waren hier Werkstätten drin. Hier ist immer wieder umgebaut worden“, erläutert Schlotmann. „Das ist immer nur eine Notlösung gewesen“, ergänzt Kluczenski. Am Gebäude selbst könne jetzt kaum noch was gemacht werden. „Das ist ein Fass ohne Boden, wenn wir da jetzt investieren“, sagt Schlotmann.

„Hier kommt was auf uns zu.“

„Die Feuerwehrunfallkasse sagt auch, dass die Gebäude nicht mehr Stand der Dinge sind“, sagt Kluczenski. Bis 2019 muss jede Gemeinde eine Feuerwehrbedarfsplanung erstellt haben. Die Begehung dafür habe gezeigt, „hier kommt was auf uns zu“. Der Zustand der Häuser ist nicht der einzige Mangel. „Die Kleidung hängt im Gerätehaus neben den Abgasen. Das darf heute nicht mehr sein“, so der Wehrführer. Für eine Absauganlage, die die Abgase aufnimmt, sei kein Platz. Zudem würden sich bei der Ausfahrt Wege kreuzen. Das dürfe heutzutage auch nicht mehr sein. Die Wehren stehen unter Bestandsschutz, deshalb wird vieles noch geduldet. Doch auf Dauer muss etwas passieren.

„Die Feuerwehr ist eine Institution in der Gemeinde, sie bildet das Rückgrat. Hier wird viel Ehrenamt geleistet. Dafür müssen auch Räumlichkeiten da sein“, sagt Schlotmann. Derzeit haben die Feuerwehrmitglieder in Rakow gar keinen separaten Raum für Schulungen oder Treffen. In Pepelow gibt es einen Raum neben der Fahrzeughalle.

Der Aufenthaltsraum in der Feuerwehr in Pepelow. Quelle: Anja Levien

Deshalb soll neu gebaut werden. Der Bürgermeister denkt dabei nicht nur an Brandschutz und Ehrenamt, sondern auch an die Entwicklung der Gemeinde, was den Tourismus angeht. Im Sommer seien bis zu 5000 Urlauber in der Gemeinde. Hinzukommen Projekte wie das Feriengebiet „Haffdrom“ und die geplante Senioren-Wohnanlage. „Der Neubau ist eine Investition, die wir Einheimischen, Gewerbetreibenden und Urlaubern schuldig sind“, so Schlotmann.

Wann der Neubau kommt, steht jedoch noch nicht fest. Die Gemeinde wartet die Brandschutzbedarfsplanung ab, die dann regelt, welche Feuerwehr welche Fahrzeuge vorhält. „Wir wissen jetzt noch nicht, ob wir zwei Stellplätze oder vier Stellplätze brauchen“, so Schlotmann. Geld für den Neubau könne aus der Rücklage der Gemeinde genommen werden, die zudem auf Fördermittel baut. Neben dem Gebäude muss auch in die Technik investiert werden. Das Löschfahrzeug in Pepelow ist Baujahr 1981.

Synergien zwischen Gemeinden

Nicht nur in der Gemeinde Am Salzhaff muss beim Gerätehaus gehandelt werden. „Das betrifft auch andere Gemeinden“, sagt Renée Kluczenski, der ebenso Amtswehrführer ist. Die Brandschutzbedarfsplanung werde auf Amtsebene erarbeitet, da es viele Synergien zwischen den Gemeinden gebe.

Sieben Mal ist die Feuerwehr Am Salzhaff in diesem Jahr bisher alarmiert worden, fünf Einsätze waren Hilfeleistungen auf dem Wasser. Surfer mussten gesucht werden. 23 aktive Mitglieder zählt die Gemeindewehr, in der Jugendfeuerwehr engagieren sich 12 Mädchen und Jungen.

23 aktive Mitglieder

2 Gebäude zählt die freiwillige Feuerwehr Am Salzhaff, eines in Pepelow, eines in Rakow. Die Gemeinde war vor 14 Jahren durch Fusion entstanden, die Wehren schlossen sich zusammen, die Gebäude blieben.

2 Löschfahrzeuge, zwei Mannschaftstransportwagen und ein Boot zählen zur Ausstattung der freiwilligen Feuerwehr.

23 Mitglieder sind aktiv dabei. Sieben Mal sind sie 2018 bisher alarmiert worden.

Anja Levien

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