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Bad Doberan Flut spülte Öl-Sperren weg
Mecklenburg Bad Doberan

Flut spülte Öl-Sperren weg

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17:10 14.02.2020
Hochwasser umspült die Reste der Ölsperren (Bildmitte) auf dem Mühlenteich. Quelle: Thomas Hoppe
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Neubukow

Der Bürgermeister der Schliemannstadt sowie Vorsteher des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Kühlung hat am Mittwoch beim ZVK in Bad Doberan Alarm geschlagen. Die Ölsperren müssten raus, weil sie durch das Hochwasser ihren Zweck nicht mehr erfüllen würden und zum Teil bereits weggeschwemmt seien, erklärte Roland Dethloff (parteilos) gestern der OZ auf Anfrage. Er sagte: „Diese kleinen Würfelchen sind durch das Hochwasser schon weggeschwemmt worden.“

Öl-Ex-Würfel sind verschwunden

Die erste Charge dieser Ölbindemittel war bereits am 7. Dezember 2019 vor einem Auslauf des Regenwasserkanals am Lindenweg ausgelegt worden. Am Vorabend waren nämlich auf dem Gelände eines Gewerbebetriebes im Neubukower Lindenweg 20 Liter Hydrauliköl aus einem Radlader ausgetreten. Am darauffolgenden Samstag waren die Polyurethanwürfel gemeinsam mit mehreren Ölsperren im Auftrag des Zweckverbandes Kühlung von einer Lübecker Umweltfirma auf dem Panzower Bach und auf dem Mühlenteich ausgelegt worden. Denn das Radladeröl war mit dem Regenwasser in die Entwässerung und in Richtung des Bachs gespült worden. „Wegen der geringen Ölmenge und des schnellen Eingreifens von Stadt Neubukow, Umweltamt und Zweckverband sind keine Folgeschäden für den Hellbach zu erwarten“, teilte der Landkreis Rostock damals mit.

Nunmehr sind auch die mittlerweile erneuerten Öl-Ex-Würfel verschwunden und die restlichen Ölsperren werden durch den starken Wasserzufluss nach dem Sturmtief „Sabine“ insbesondere im Mühlenteich kräftig umspült (siehe Foto).

Ölsperre auf dem kleinen Hellbach – die Ölbindewürfel (sie lagen rechts am Zufluss) sind verschwunden. Quelle: Thomas Hoppe

Wie der Bürgermeister gestern weiter mitteilte, sollen die restlichen Sperren „allerspätestens morgen“ verschwunden sein. Beim ZVK in der Münsterstadt hieß es gestern auf Nachfrage, dass der zuständige Kollege auf einer Tagung und erst am Montag wieder zu sprechen sei: „Er war gestern in Neubukow vor Ort“. Nach Informationen der OZ würden Mitarbeiter der besagten Umweltfirma nach einem umgehend erteilten Auftrag die Sperren, „so, wie das im Moment aussieht, Mitte nächster Woche“ rausnehmen. Dass Ölsperren so lange im Wasser bleiben, soll demnach auch üblich sein, weil irgendwo „Versackungen oder Ähnliches“ existieren könnten, aus denen plötzlich etwas Öl herauskomme. „Dass es durch ,Sabine’ in der vergangenen Woche so geschüttet hat, konnte natürlich auch keiner ahnen“, sagte ein Experte zur OZ.

Von Thomas Hoppe

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