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Bad Doberan Fördervereine sammeln Spenden
Mecklenburg Bad Doberan Fördervereine sammeln Spenden
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16:49 05.06.2019
Für den Erhalt der Kirche in Jesendorf hat sich 1992 ein Förderverein gegründet. Quelle: Wemag/Stephan Rudolph-Kramer
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Wismar

Sie sind Relikte aus vergangenen Zeiten, erzählen Geschichte und ziehen Menschen an: die Kirchen in Mecklenburg. Doch die Zeit geht nicht spurlos an den Bauwerken und der Ausstattung vorüber. Viele Menschen engagieren sich daher für den Erhalt der Denkmäler, in Fördervereinen wird Geld für Sanierungsvorhaben gesammelt.

Ob die neuen Glocken im Bad Doberaner Münster, die Restaurierung des Hochaltars oder die Reinigung der Grabplatten im Gotteshaus – durch das Engagement des Münsterbauvereins konnten viele Arbeiten im und am Münster realisiert werden. Mehrere Zehntausend Euro sind seit dem Gründungsjahr des Vereins 2002 investiert worden.

2008 gründete sich der Förderverein zur Erhaltung der Dorfkirche Retschow. Um Geld zusammenzubekommen, sind beispielsweise Kochbücher geschrieben worden. Die Einnahmen werden für die Bauvorhaben an und in der Kirche genutzt. Derzeit wird der Holzturm saniert und zur Winterkirche mit Begegnungsstätte ausgebaut.

Für den Wiederaufbau der St.-Georgen-Kirche in Wismar setzt sich seit 1990 der Aufbauverein St. Georgen ein. Seit 2005 ist die Kirche wieder vollständig geschlossen. Ein Orkan hatte den Giebel des Nordhauses 1990 zum Einsturz gebracht.

2017 hat sich ein Förderverein für die Kirche in Neukloster gegründet, um Geld für das 800 Jahre alte Gebäude zu sammeln.

Der Förderverein zur Rettung der Kirche Jesendorf ist seit 1992 aktiv. Seitdem wurden das Dach, der Turm, die hölzerne Giebelverkleidung sowie die Außenpfeiler saniert. Aktuelles Projekt ist der Einbau einer Kirchturmuhr. Die Finanzierung erfolgte hier über eine moderne Form des Sponsorings im Internet – das Crowdfunding. Zum Gemeindefest am 17. August soll sie das erste Mal schlagen.

Der gemeinnützige Kirchenbauverein St.-Marien-Kirche Klütz gründete sich 1994. Derzeit sammelt der Verein für die Reparatur der 147 Jahre alten Orgel. Ein Drittel der dafür benötigten circa 75 000 Euro muss die Kirchengemeinde selbst aufbringen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es rund 200 Fördervereine. Am 29. Juni findet der Tag der Kirchbau­fördervereine in der Stadtkirche St. Maria und St. Nikolaus Sternberg statt.

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