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Bad Doberan Freie Wähler wollen ländlichen Raum beleben
Mecklenburg Bad Doberan Freie Wähler wollen ländlichen Raum beleben
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15:00 28.03.2019
Einige der Kandidaten der Freien Wähler für den Kreistag Landkreis Rostock zur Kommunalwahl am 26. Mai 2019 (von links nach rechts): Jürgen Dettmann, Ronald Witte, Klaus-Dieter Gabbert, Christine Dubberke (mit ihrem Sohn), Helmut Precht, Frank Voß, Ingolf Mauer, Joachim Schauer und Berthold Riech. Quelle: Freie Wähler Kreisvereinigung Landkreis Rostock
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Güstrow

Mit 30 Männer und Frauen treten die Freien Wähler zur Wahl des Kreistages am 26. Mai an. Wieder mit dabei ist Helmut Precht, Fraktionsvorsitzender im Kreistag und Vorsitzender der Kreisvereinigung im Landkreis Rostock. Hauptanliegen der Freien Wähler im Landkreis Rostock sei die Belebung des ländlichen Raumes.

„Es darf nicht alles zentralisiert werden“, sagt Helmut Precht. „Wir brauchen dezentral Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten. Wir leben in der Fläche und merken es, wenn wir keine Ärzte mehr haben und auch nicht mehr mit dem Bus dahin kommen.“ Daher kämpfen die Freien Wähler für ein Rufbussystem. „Das Schulbussystem reicht uns nicht aus, wir wollen die Mobilität im ländlichen Raum voranbringen“, sagt Precht. Ein entsprechender Antrag auf der vergangenen Kreistagssitzung war in die Ausschüsse zurückverwiesen worden.

Kleingewerbe beleben Dörfer

Helmut Precht möchte sich auch dafür einsetzen, dass sich Kleingewerbe in den Dörfern ansiedeln kann und sich nicht alles in den Gewerbegebieten konzentriert. „Ich habe hier einen Stall, der leer steht. Weil hier aber keine Gewerbegebiet ist, darf kein Kleingewerbe hier einziehen. Dabei würde es den ländlichen Raum beleben“, sagt der Breesener.

Im Bezug auf diesen kritisiert der 64-Jährige auch, dass es Bereiche im Landkreis Rostock gebe, die im Kreistag gar nicht vertreten sind und nennt Teterow oder Gnoien als Beispiel. „Das wollen wir ändern.“ In jedem Wahlbereich gibt es einen Kandidaten der Freien Wähler. „Mit der Besetzung aller Wahlbereiche ist es gelungen, den Einwohnern des Landkreises Rostocks über die Gemeinderäte hinaus eine wählbare Liste aus der Mitte der Gesellschaft und verwurzelt im ländlichen Raum anzubieten“, teilen die Freien Wähler mit. „Wir haben Leute aus Schwaan, Börgerende, Satow, Lambrechtshagen, aus dörflichen und ländlichen Gegenden. Wir wollen da Politik umsetzen.“

So lassen sich beispielsweise in Börgerende Klaus Bergmann und Maik Wasko für den Kreistag aufstellen. Aus Satow sind unter anderem Reiner Burr und Torsten Preuß dabei, in Sievershagen Christine Dubberke, die auch als Bürgermeisterkandidatin für die Freien Wähler kandidiert. Aus Schwaan kandidiert Andreas Beese, aus Lambrechtshagen Anke Holtz. Der Bad Doberaner Martin Paul Lösche möchte neben dem Kreistag auch in die Stadtvertretung Bad Doberan. In der Münsterstadt gibt es erstmals eine Liste der Freien Wähler.

Vier Sitze im Kreistag

Im Kreistag haben die Freien Wähler mittlerweile vier Sitze, nachdem Torsten Preuß dazugekommen ist. Der Satower vertrat davor die Bürger für Mecklenburg-Vorpommern (BMV), die sich von der AfD abgespalten hatte, und schloss sich dann den Freien Wählern an.

Zuletzt machten diese mit der Volksinitiative „Faire Straße“ auf sich aufmerksam. Mit der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge ist das Thema aber für die Ehrenamtler noch nicht beendet. „Wir wollen eine Stichtagregelung“, sagt Helmut Precht. Weiteres Thema der kommenden Legislatur sei auch die Situation am Flughafen Rostock-Laage. „Seit Jahren leidet das Verständnis dafür, warum ein proklamierter Landesflughafen zu großen Teilen vom Landkreis Rostock und der Stadt Laage bezuschusst werden muss, obwohl hier die Finanzierungs-Aufgabe beim Land liegen muss“, schreibt die Kreisvereinigung der Freien Wähler. Und: „Das Mitwirken des Aufsichtsrates ist nicht optimal gewesen“, fügt Helmut Precht hinzu.

Der 64-Jährige ist seit über 15 Jahren in der Kommunalpolitik engagiert. „Ich lebe hier gerne und bin in mehreren Ehrenämtern aktiv“, sagt der Bauer. Er sehe Dinge, die ihm nicht passten. Durch sein Engagement würde er „minimalerweise etwas bewirken“.

Anja Levien

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