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Bad Doberan Führungswechsel in Bad Doberan
Mecklenburg Bad Doberan Führungswechsel in Bad Doberan
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17:00 17.05.2019
Hand in Hand: Brigadegeneral Gerd Kropf (M.) übergibt die Führung des Kreisverbindungskommandos von Helge Stahn (l.) an Ralf Hecker. Quelle: Lennart Plottke
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Bad Doberan

 Der Rahmen war würdig: „Wir begehen heute den Führungswechsel im Kreisverbindungskommando hier in Bad Doberan – das zeigt eindeutig, dass wir mit der territorialen Organisation auch im zivilen Bereich angekommen sind“, meinte Brigadegeneral Gerd Kropf während der feierlichen Zeremonie am Freitag im großen Saal der Kreisverwaltung. „Auch die Anwesenheit von Landrat Sebastian Constien ist für uns eine Wertschätzung.“ Nach sechs Jahren im Amt verabschiedet sich der bisherige Kommandeur Helge Stahn nach Berlin und übergibt die Führung nun an Ralf Hecker.

„Der Gefechtsstand ist vorbereitet“, sagte Stahn mit einem Augenzwinkern. „Hoffentlich nur zu Übungszwecken.“ Mecklenburg-Vorpommern verfügt über acht Kreisverbindungskommandos (KVK). Sie sind ausschließlich mit bis zu zwölf ortsansässigen Reservisten besetzt, die sich für diese Aufgabe freiwillig zur Verfügung gestellt haben und ihren Dienst neben ihrem normalen Berufsleben leisten. „Größere Einsätze sind in den vergangenen Jahren zum Glück an uns vorbeigegangen“, so Stahn. „In Erinnerung geblieben ist mir vor allem der Tornado vor vier Jahren in Bützow.“

Schnittstelle zwischen Landkreis und Bundeswehr

Das KVK im Landkreis Rostock ist als Teil des Landeskommandos MV damit beauftragt, die Verbindung zum Landkreis zu halten und im Bedarfsfall – etwa bei Fragen des Landrates zur Unterstützung der Bundeswehr bei besonders schweren Naturkatastrophen – zu beraten. „Herausragendes Beispiel der Zusammenarbeit war auch die Bewältigung der Flüchtlingssituation 2015 mit der Notunterkunft in Mühlengeez“, sagte Landrat Sebastian Constien (SPD). „Wir sind in bester partnerschaftlicher Weise zum Schutze und zur Sicherheit unserer Bevölkerung tätig – gemeinsam können wir besondere Lagen in der Region besser bewältigen als allein.“

Die Zivil-militärische-Zusammenarbeit sei ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit unterschiedlicher staatlicher Ebenen und Organe, so Constien. Dabei stehe die Bundeswehr immer erst in der dritten Linie, stellte Gerd Kropf als Kommandeur des Landeskommandos klar: „Bei Ernstfällen ist zunächst die Feuerwehr mit ihren Kräften gefragt, danach Blaulicht-Organisationen wie THW, DRK, Polizei oder Johanniter – und sollten diese Kräfte nicht mehr ausreichen, unterstützen wir auch vor Ort.“

Mit Ralf Hecker übernimmt jetzt Stahns bisheriger Stellvertreter die Führung des hiesigen Kreisverbindungskommandos. „Wir brauchen vor Ort Frauen und Männer, auf die wir uns in Schwerin verlassen können“, machte Brigadegeneral Kropf deutlich. „Sie müssen beraten können, kommunikativ sein und sich bei Führungen durch die Einsatzleitung ins dritte Glied integrieren können – Ralf Hecker kennt sich bestens im Landkreis aus und weiß, wie er diese Aufgaben zu erledigen hat.“

Lennart Plottke

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