Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bad Doberan Funkmast in Wittenbeck: Neuer Standort im Gespräch
Mecklenburg Bad Doberan Funkmast in Wittenbeck: Neuer Standort im Gespräch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:07 11.06.2019
Einwohner von Wittenbeck wehren sich vehement gegen einen Funkmast, den die Telekom in der Gemeinde errichten will. Quelle: Rolf Barkhorn
Anzeige
Wittenbeck

Für den geplanten Funkmast in Wittenbeck ist möglicherweise ein Standort gefunden. Eine Fläche am Birkenwald ist dafür im Gespräch. Bereits am 2. April sei in der Gemeindevertretung der Beschluss gefasst worden, einen Teil der dortigen Wiese mit dem Eigentümer zu tauschen. Das teilte Bürgermeister Ulf Stübs mit. Der stehe dem positiv gegenüber, wenn er eine geeignete Fläche zum Austausch erhält. „Ich bin mir sicher, dass wir das gelöst kriegen.“

Um die Internetverbindung in der Umgebung von Wittenbeck zu verbessern, will die Deutsche Telekom hier einen Funkmast aufstellen. Er soll 40 Meter hoch in den Himmel ragen und auch von anderen Netzbetreibern genutzt werden können.

Bürgerinitiative wehrt sich

Einige Anwohner am Fulgenweg hatten sich bereits Ende vergangenen Jahres zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen, um sich dagegen zu wehren. Auf ihr Drängen hatte es im Frühjahr eine Bürgerversammlung gegeben. Dort hatte die Initiative auch Gegenvorschläge gemacht. „Aus den unterschiedlichsten Gründen haben sich die aber alle zerschlagen“, sagt der Bürgermeister. Einige seien beispielsweise Bodendenkmäler gewesen oder hätten nicht zum Verkauf gestanden.

Grundstückseigentümer unter Beschuss

Das Areal am Birkenwald, das dann der Gemeinde gehört, würde diese an die Telekom vermieten. „Das haben wir gemacht, um den Eigentümer ein wenig aus der Schusslinie zu nehmen“, sagt der Bürgermeister.

Auch die Telekom selbst hatte diesen kontaktiert. „Der Eigentümer, der im Begriff war, uns ein Grundstück zu vermieten, ist durch Druck von außen von seinem Vorhaben abgebracht worden“, sagt Pressesprecher Georg von Wagner.

„Es ist erschreckend, dass man mit solchen Mitteln arbeitet“, so Bürgermeister Stübs. „Der Widerstand der Bürgerinitiative ist völlig aus der Zeit gefallen“, sagt auch der Telekom-Sprecher. „Ganz Deutschland diskutiert seit Monaten über Digitalisierung und 5G. Die Bürgerinitiative katapultiert Wittenbeck ins digitale Niemandsland. Es geht um die Zukunft von Wittenbeck als Wohn- und Arbeitsplatz, aber auch als Ferienort.“

Auch Dirk Stübs ist überzeugt: „Alle wollen eine gute Internetanbindung, aber keiner will den Mast vor seiner Tür stehen haben.“ Über die erbitterte Gegenwehr der Einwohner ist er verwundert. Und auch Telekomsprecher Georg von Wagner sagt: „Es gibt nur noch wenige Orte, in denen sich ein Teil der Einwohner so quer zu Mobilfunk stellt wie in Wittenbeck.“

Schwere Suche nach dem Standort

Die Zahl der möglichen Standorte ist ohnehin begrenzt. Er muss in einem bestimmten Abstand zu den Orten Wittenbeck, Klein Bollhagen und Hinter Bollhagen stehen, um die störungsfreie Versorgung mit LTE zu gewährleisten. Dazu reichten die bestehenden Anlagen in Heiligendamm und Kühlungsborn nicht mehr aus, weil über die Netze immer größere Datenpakete geschickt würden.

Mit der Suche nach geeigneten Flächen hatte die Telekom ein spezielles Akquise-Büro beauftragt. Das habe dann geprüft, welche Areale überhaupt infrage kommen und bei den Besitzern angefragt, ob diese ihr Grundstück für den Bau eines Telekommunikationsmastes zur Verfügung stellen würden. Zwei Jahre habe die Suche bislang gedauert, sagt Matthias Werner. „Im Jahr 2017 haben wir erstmals mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen.“ Normalerweise dauere diese Suche nur vier bis sechs Monate, sagt Matthias Werner von der Telekom, der das Projekt bei der Einwohnerversammlung vorgestellt hatte.

Gemeinde würde vom Funkmast profitieren

Dort hatten einige Wittenbecker unter anderem kritisiert, dass die Gemeinde finanziell nicht von dem Funkturm profitiere. „Das wäre anders, wenn wir die Fläche selbst vermieten können“, sagt der Bürgermeister.

Sollte es nicht dazu kommen, könnte es sein, dass die Telekom ihr Netz in einer anderen Gemeinde ausbaut. „Wittenbeck würde dann ein Funkloch bleiben“, sagt der Telekom-Sprecher.

Cora Meyer

Die alljährliche Aktion „Kunst offen“ – vor 25 Jahren in Vorpommern gestartet – gehört auch in Mecklenburg längst zum festen Programm am Pfingstwochenende. Und die Idee findet immer neue Anhänger.

10.06.2019
Bad Doberan Neubukower Haustürflohmarkt - Schnökern, schnacken, schnabulieren

Mit insgesamt fünfzehn Verkaufsständen starteten die Neubukower in ihrer Stadt ein neues „Gemeinsam“-Projekt. Der Haustürflohmarkt vom Pfingstwochenende soll im Herbst eine Fortsetzung erleben.

10.06.2019

Finanzielle Anreize, Werben auf Messen oder in sozialen Netzwerken: Die Firmen in MV tun einiges, um Azubis zu locken. Vor allem muss mit einem verstaubten Image aufgeräumt werden, sagt Tobias Böse von der Kreishandwerkerschaft.

12.06.2019