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Bad Doberan Gemeinde bestätigt Kita-Pläne
Mecklenburg Bad Doberan Gemeinde bestätigt Kita-Pläne
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18:12 21.12.2018
Die Kita in Reddelich soll umgebaut werden. Die Küche, in der Wirtschaftskraft Ellen Peters (l.) und Kita-Leiterin Simone Kant stehen, wird sich komplett verändern. Quelle: Anja Levien
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Retschow

 Der Schlafraum für die Krippenkinder ist in der KitaFeldmäuse“ in Retschow mehrere Meter vom Gruppenraum getrennt. Viele Geräte in der Küche werden nicht mehr gebraucht. Der Personalraum ist etwa drei mal zwei Meter groß: Die Zustände in der Kita sollen sich bald verbessern. Die Gemeinde Retschow plant eines der zwei Häuser abzureißen und neu zu bauen, im anderen soll umgebaut werden. Die Pläne wurden jetzt der Gemeindevertretung und Bürgern vorgestellt. Diskutiert wurde viel über eine Übergangslösung für die Kinderbetreuung während der Bauzeit.

„Wir wollen die Kita so umbauen, dass sie für die Zukunft zu nutzen ist“, sagt Bürgermeister Berno Grzech. So sollen sich die Wegeführungen innerhalb der Kita verbessern, Krippenbereich- und Schlafbereich nebeneinander liegen und größere Personalräume geschaffen werden. Zudem soll ein Übergang zwischen beiden Gebäuden entstehen. Die Platzanzahl werde sich nicht ändern.

Im Gebäude, in dem sich die Küche befindet, wird umgebaut. Die Küche stammt noch aus Schulzeiten, als hier das Essen für die Schüler im Nebengebäude zubereitet wurde. „Es ist jetzt nur noch eine Ausgabeküche, keine Zubereitungsküche mehr“, sagt Simone Kolz vom Planungsbüro IHS Beratende Ingenieure aus Bad Doberan. Künftig soll es eine Spülküche und eine Ausgabeküche geben. Der Schlafraum für die Krippenkinder werde neben dem Gruppenraum gebaut. Bisher müssen die Erzieher die Knirpse, die noch nicht laufen können, viele Meter über den Flur tragen, erläutert Kita-Leiterin Simone Kant. Im Personalraum gibt es bisher nicht mal einen Umkleideschrank. Für die Erzieher soll mehr Platz geschaffen werden, so dass auch Elterngespräche hier durchgeführt werden können. Derzeit werde dafür der ehemalige Speiseraum genutzt.

Doppelnutzung für Kita und Gemeinde

Dieser soll künftig auch von der Gemeinde genutzt werden können. Ein schon vorhandener separater Eingang macht es möglich. „Hier ist eine Doppelnutzung angestrebt. Wir brauchen einen Raum, in dem wir Sport machen können“, sagt Bürgermeister Grzech. Die Gebäude sind nicht als Kita konzipiert worden. Hier sei früher der Sitz des Bürgermeisters, eine Bibliothek und ein Versammlungsraum gewesen, erläutert Gemeindevertreter Holger Pentzin.

Der ehemalige Speisesaal soll künftig von Kita und Gemeinde genutzt werden können. Quelle: Anja Levien

Der Neubau soll in etwa so groß werden wie das jetzige Gebäude, erläutert Kolz. „Es wird ein kleines bisschen breiter“ und einige Meter Richtung Hof versetzt. Hier werden ein Abstellraum für Kinderwagen, das Büro der Kitaleitung sowie Gruppenräume untergebracht. Der Retschower Frank Steinbach wollte wissen, warum ein Abriss des Gebäudes notwendig sei. „Der Unsicherheitsfaktor ist zu groß. Wir wissen nicht, was uns bei einer Sanierung erwartet und die Kubatur des Altbaus war nicht ausreichend für die Anforderungen“, erläutert Berno Grzech. Der andere Altbau sei zum Teil durch Fördermittel saniert worden, daher werde er nicht abgerissen. Durch einen Wasserschaden im vergangenen Jahr war hier der Fußboden erneuert worden. Auf dem Dach befindet sich eine Solaranlage, die ebenfalls mit Fördermitteln gebaut wurde, informiert Simone Kant.

Das Kita-Team war in die Planungen mit einbezogen worden. „Wir haben uns im Team Gedanken gemacht. So wie es jetzt geplant ist, würde es für uns funktionieren“, sagt Kant.

Finanzierung noch nicht gesichert

„Der größte Unsicherheitsfaktor ist die Finanzierung. Wir sind dabei Fördermittel einzutreiben, dafür brauchen wir einen Bauantrag“, erläutert Grzech. Auf Nachfrage bestätigt Carmen Bagniewski vom Amt Bad Doberan-Land, dass der Bauantrag jetzt schon notwendig sei. Die Gesamtkosten für das Vorhaben werden bisher auf 1,09 Millionen Euro geschätzt.

Eine rege Diskussion schließt sich zur Übergangslösung an. Bürgermeister Grzech macht deutlich, dass die Gemeinde sich Container nicht leisten könne. „Wir bieten Räume im Gemeindezentrum an.“ Simone Kant weist darauf hin, dass bei mehreren Standorten das Personal nicht ausreiche. „Wir dürfen bei laufendem Betrieb den Lärm nicht aus den Augen verlieren. Wenn die Küche angefasst wird, brauchen wir eine Alternative, sodass auch die Hygienebestimmungen eingehalten werden.“ Sicherlich werde das ein Problem werden, aber erst einmal müsse die Finanzierung geklärt werden, sagt Grzech. Das Problem: Laut Carmen Bagniewski sei das Ersatzquartier bei den angefragten Fördermittelgebern nicht förderfähig.

Die Gemeindevertreter und Bürger wollten den Abend nicht ohne Lösung beenden. Es wurde sich darauf geeinigt, die Containerlösung in die Kostenplanung mit aufzunehmen.

Anja Levien

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