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Bad Doberan Gemeindevertreter Carinerland: „Die Stimmung hat sich geändert“
Mecklenburg Bad Doberan Gemeindevertreter Carinerland: „Die Stimmung hat sich geändert“
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15:17 30.07.2019
In der Gemeinde Carinerland sind in den vergangenen Jahren Windkraftanlagen gebaut worden wie hier 2018 bei Clausdorf. Quelle: Anja Levien
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Ravensberg

Die Beschlussvorlage über das Einvernehmen der Gemeinde Carinerland über eine Umweltverträglichkeitsprüfung für zwei Windenergieanlagen in der Alt-Gemeinde Kirch Mulsow hat eine Diskussion in der neu gewählten Gemeindevertretung ausgelöst.

Hintergrund: 2016/2017 hatte die Gemeindevertretung Carinerland über die Errichtung von mehreren Windenergieanlagen entschieden, die zum Teil gebaut worden sind. Dafür wurden Gestattungsverträge mit den Unternehmen geschlossen. Dadurch wurde unter anderem der Abriss des Kreisbetriebs für Landtechnik (KfL) in Ravensberg realisiert.

Doch mit dem erneuten Einvernehmen tat sich Andreas Gundlach schwer. „Wir haben neu gewählt und ich habe den Auftrag als Gemeindevertreter: Genug ist genug“, sagte Gundlach. Seit die Anlagen bei Moitin ständen, gebe es „Rabatz“. Der Stand in der Wählergemeinschaft Kamin/Moitin sei, dass die vorhandenen Anlagen und das Repowern in Ordnung seien, „aber es reicht auch.“ Die politische Stimmung habe sich geändert.

Das konnte Heike Chrzan-Schmidt (WG Karin) nicht nachvollziehen, habe er doch damals dafür gestimmt. „Da hatte ich ein klares Votum von der Wählergemeinschaft. Dann wurde das Windrad hingestellt. Die Tendenz ist jetzt: Wir brauchen nicht mehr.“

Neben Heike Chrzan-Schmidt machte auch Heike Dassow (WG Bürger für Ravensberg) darauf aufmerksam, dass der Bau längst beschlossen ist. Darauf Gundlach: „Ich will das auch nicht rückgängig machen, aber ich kann nicht mehr dafür stimmen. Die Stimmung hat sich geändert.“

Gudrun Nebauer, als Gast bei der Sitzung anwesend und langjährige Gemeindevertreterin, wies darauf hin, dass die Windräder ohnehin gekommen wären. Hintergrund: Lehnt eine Gemeinde den Bau von Windrädern ab, kann das gemeindliche Einvernehmen durch das Land ersetzt werden. So beispielsweise in Kirch Mulsow geschehen. „Uns als Gemeinde geht es durch die Windkraft gut. Wir haben das Beste rausgeholt wie den Abriss des alten KfL.“

Auch Nils Zippert äußerte Bedenken für das Einvernehmen. Er und Andreas Gundlach stimmten gegen die Beschlussvorlage, Sabrina Lewerenz, Thomas Woest, Heike Dassow und Heike Chrzan-Schmidt dafür.

Anja Levien

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