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Bad Doberan Grand Hotel Heiligendamm baut Wohnungen für Mitarbeiter
Mecklenburg Bad Doberan Grand Hotel Heiligendamm baut Wohnungen für Mitarbeiter
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20:16 21.09.2019
In Heiligendamm entstehen an der Kühlungsborner Straße neue Wohnhäuser, die extra für Mitarbeiter ortsansässiger Unternehmen gebaut werden. Quelle: Anja Levien
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Heiligendamm

In Heiligendamm bei Bad Doberan baut das Grand Hotel Heiligendamm derzeit drei Mehrfamilienhäuser. Die 63 Wohnungen sollen vor allem für Mitarbeiter ortsansässiger Unternehmen sein. Neben der Luxusherberge zählt dazu beispielsweise auch die Median-Klinik. „Diese überwiegend geförderten Unterkünfte sollen Menschen aus der Region mit entsprechendem Gehaltsgefüge die Möglichkeit geben, unweit ihrer Arbeitsstätten und dennoch im Erholungsgebiet zu wohnen“, erklärte der Eigentümer des Grand Hotels Paul Morzynski bei der Grundsteinlegung Anfang August. Die geplanten Baukosten liegen bei 8,5 Millionen Euro.

Die Ein-, Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen haben eine Größe von 35 bis 70 Quadratmetern, hinzu kommen Gemeinschaftsräume. Stellplätze für Autos entstehen in der Tiefgarage. Stadt und Stadtvertretung unterstützen den Wohnungsbau. Sie hatten ihre Zustimmung für die Aufstellung des Bebauungsplans gegeben. Die Mitarbeiter der Luxusherberge waren zuvor in angemieteten Wohnungen in Heiligendamm untergebracht.

Sozialer Wohnungsbau in Bad Doberan

Doch nicht nur in Heiligendamm entsteht Wohnraum. Die Städte und Kommunen zwischen Kühlungsborn und Bargeshagen haben schon seit Längerem auf ihrer Vorhabenliste, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. In Bad Doberan wird beispielsweise an der Bussardstraße gebaut. Hier entstehen 30 Wohnungen, die über das Landesprogramm „Sozialer Wohnungsbau“ mit 1,4 Millionen Euro gefördert werden. Ende September ist Grundsteinlegung.

Aus dem Landesprogramm geförderte Wohnungen dürfen 20 Jahre lang nur an Personen mit Wohnberechtigungsschein vermietet werden. Diesen stellt die Kommune Wohnungssuchenden aus, deren Einkommen einen festgelegten Satz nicht überschreitet. Die Nettokaltmiete darf 5,50 Euro pro Quadratmeter nicht übersteigen.

In Börgerende geht es voran

Auch in der Gemeinde Börgerende-Rethwisch könnten im Zuge des geplanten Umbaus der Tourist-Information zum neuen Gemeindehaus an der Seestraße bezahlbare Wohnungen entstehen. Im östlichen Bereich des Geländes sind zwei größere, zweistöckige Wohnhäuser geplant, die sich an die vorhandene Bebauung anschließen könnten. Das Grundstück ist Gemeindeland, derzeit ist der dafür notwendige Bebauungsplan in Arbeit, informiert Bürgermeister Horst Hagemeister.

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Von Anja Levien

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