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Bad Doberan Halbinsel Wustrow: Rerikerin wünscht sich Beteiligung der Bürger
Mecklenburg Bad Doberan

Halbinsel Wustrow: Rerikerin wünscht sich Beteiligung der Bürger

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12:01 02.02.2021
Die Gebäude auf der Halbinsel stehen seit Jahren leer. Die Entwicklungs-Compagnie Wustrow will dort Wohnungen bauen.
Die Gebäude auf der Halbinsel stehen seit Jahren leer. Die Entwicklungs-Compagnie Wustrow will dort Wohnungen bauen. Quelle: Anja Levien
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Rerik

Die Zukunft der Halbinsel Wustrow bewegt die Reriker. Katja Dudeck, die seit 25 Jahren dort lebt, wendet sich nun in einem offenen Brief an die Stadtvertreter. „Die Halbinsel Wustrow ist ein Kleinod, die jedem Reriker Bürger am Herzen liegt“, schreibt sie. Es solle geschützt und entwickelt werden. Die Meinungen, in welche Richtung dies geschehen soll, gingen auseinander. „Ich glaube, keiner kann von sich behaupten, dass seine Vorstellung die richtige ist. Es geht mir nicht darum, für eine bestimmte Entwicklung zu werben.“

Die Reriker Stadtvertreter hatten kürzlich die Bebauungsplanung für die Halbinsel auf null zurückgedreht. Ob und wann eine neue geplant ist, ist unklar. Investor Anno August Jagdfeld, Geschäftsführer der Entwicklungs-Compagnie Wustrow (ECW), die auf der Halbinsel ein Immobilienprojekt plant, hatte daraufhin eine Mediation vorgeschlagen, um die verhärteten Fronten aufzulockern. Diese befinden Teile der Stadtvertreter jedoch als nicht sinnvoll.

„Unterschiedliche Meinungen respektieren“

Katja Dudeck ist besorgt, dass einige Stadtvertreter und Stadtvertreterinnen ihrer Wahrnehmung nach den Dialog mit der Entwicklungs-Compagnie Wustrow ablehnen. „Dass viele verschiedene Interessen oftmals aufeinander treffen, ist normal“, schreibt die Rerikerin an die Mitglieder des Gremiums. „Aber Demokratie lebt von Diskussionen, Austausch von Argumenten und dem Ringen um die für alle Beteiligten bestmögliche Lösung. Voraussetzung dafür sind Gespräche. Und da sehe ich die gewählten Stadtvertreter im besonderen Maße in der Verantwortung. Offenheit und das Respektieren von unterschiedlichen Interessen und Meinungen sind Grundlage solcher Gespräche.“

Neben einer Mediation könnten bei Methoden wie „Zukunftswerkstatt“ oder „Open Space“ alle interessierten Bürger Reriks und unterschiedliche Experten einbezogen werden, schlägt Katja Dudeck vor. „Auf diese Weise kann man viele verschiedene Ideen zusammentragen, um so vielleicht eine Lösung zu finden, die man jetzt noch nicht im Blick hat und den verschiedenen Sichtweisen auf die Halbinsel gerecht wird.“

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Sicherlich seien Gespräche nur sinnvoll, wenn beide Parteien bereit seien, aufeinander zuzugehen. „Ich finde, dass die ECW durchaus Bereitschaft zur Veränderung gezeigt hat“, schreibt Katja Dudeck. Die ECW habe die Baupläne für das Projekt geändert und ein Verkehrskonzept für den Ort überarbeitet. „Jetzt sollten auch die Stadtvertreter und Stadtvertreterinnen das Gespräch suchen, um gemeinsam eine Lösung zu finden – im Interesse aller Reriker Bürger und gegen Stillstand.“

Von Cora Meyer