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Bad Doberan Handarbeiten-Schau in Neubukow
Mecklenburg Bad Doberan Handarbeiten-Schau in Neubukow
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00:01 08.12.2017
Die Leiterin des Bürgerhauses und der Schliemann-Gedenkstätte, Sabine Tonn (l.), half Helga Pehle bei der Gestaltung der Exposition. Links unten sieht man eine Patchwork-Arbeit in Crazy-Technik. Quelle: Foto: Thomas Hoppe
Neubukow

„Sie schneidet erst die Stoffe alle auseinander und dann näht sie alle wieder zusammen.“ So erklärt Manfred Pehle seinen Kumpels, was seine Frau in ihrer Neubukower Patchwork-Gruppe alle vier bis fünf Wochen so treibt. So erzählt es zumindest seine Helga. Die frühere Berufsschullehrerin zog mit ihrem Mann vor zehn Jahren aus Braunsbedra bei Halle an der Saale in die Schliemann-Stadt. „Daher, wo jetzt die großen Seen entstehen“, erklärt Helga Pehle und meint, dass die einstige Tagebaulandschaft wirklich schön geworden sei. Anlässlich der 1150-Jahrfeier, der Erstbenennung seiner eingemeindeten Dörfer, erhielt Braunsbedra im Sommer 1993 übrigens als erste Gemeinde der neuen Länder das Stadtrecht.

Ihre ersten Patchworkarbeiten fertigte Helga Pehle in ihrer „Truppe“, wie sie sagt, vor rund neun Jahren. Damals sei man noch im Rahmen des Bad Doberaner Volkshochschulprogramms in der Außenstelle Vogelsang zusammengekommen. Nachdem die Kursleiterin wieder voll in ihren Beruf einstieg, hat Hannelore Bleck aus Malpendorf die Patchworkfrauen im Treff der Neubukower Volkssolidarität zusammengebracht. „Wir sind eigenständig, haben keinen über uns, sondern machen alles ganz alleine. Und wie man hier in der Ausstellung sieht, haben wir Frauen, die sich unwahrscheinlich engagieren“, betont Helga Pehle im Bürgerhaus, wo sie gemeinsam mit der Hausherrin Sabine Tonn eine neue Schau mit Handarbeiten aus Neubukow und Umgebung aufgebaut hat. „Wir (derzeit bis zu zehn Frauen) sitzen Sonnabend und Sonntag von früh um 9 bis abends um 5 bei der Volkssolidarität am Markt und beginnen diese Patchwork-Produkte an der Nähmaschine, denn fertig kriegt man sie meistens erst zu Hause“.

Im Bürgerhaus zu sehen sind Patchworkarbeiten wie Decken, Wandteppiche, Taschen und Tischläufer – in der Block-, Papier- und Crazy-Technik. Das „Verrückte“ der letzteren besteht darin, dass Stoffteile miteinander vernäht werden, die keinesfalls gleich groß sein müssen. Bei der Papiertechnik werden die Stoffteile auf vorgezeichnete Papiermuster genäht, die dann wieder entfernt werden müssen – „eine schwierige Arbeit“.

Für besondere Begeisterung bei Helga Pehle, Sabine Tonn und ersten Besuchern, wie Bento Körner, sorgten bereits die Kreuzsticharbeiten von Gerhard Behrendt. Beachtung finden hier auch die farbenfrohen Klöppelarbeiten von Christa Rebal aus Neubukow.

„Die Ausstellung wird bis Ende Januar zu sehen sein. Nur in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr ist geschlossen“, informiert Sabine Tonn.

Thomas Hoppe

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