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Bad Doberan Doberaner Sieben wacht zu spät auf
Mecklenburg Bad Doberan Doberaner Sieben wacht zu spät auf
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13:35 21.10.2018
Christian Fandrich, der vier Tore für die Doberaner erzielte, haderte mit dem Spielverlauf in Berlin. Quelle: Anja Ott
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Berlin

Für die Handballmänner des Bad Doberaner SV bleibt die Lage in der Oberliga Ostsee-Spree weiter bedrohlich. Mit der 27:31 (14:20)-Niederlage bei der Sportlichen Vereinigung Blau-Weiß Berlin verpassten die Münsterstädter am Sonnabend den erhofften Befreiungsschlag und verbleiben in der Tabelle auf dem vorletzten Platz. Zudem warten die Mecklenburger weiterhin auf ihren ersten Auswärtssieg im Jahr 2018.

Beim Aufsteiger glitt den Doberanern die Partie schon früh aus den Händen. Und das lag keineswegs an dem in Berliner Sporthallen weit verbreiteten Haftmittelverbot. Vielmehr gelang den Gästen nach einem gelungenen Auftakt und einer 2:0-Führung (2.) eine gute halbe Stunde lang wenig bis gar nichts. Die Hausherren konnten schalten und walten wie sie wollten und erspielten sich bis zur 34. Minute eine komfortable 23:15-Führung. „Wir haben in der Abwehr nicht richtig zugepackt und die meisten Duelle im eins gegen eins verloren. Durch die fehlende Unterstützung hatten es auch beide Keeper schwer,“ stellte Rechtsaußen Christian Fandrich fest.

Als sich die Doberaner im Anschluss in der Defensive steigerten und auch Kapitän Sebastian Prothmann einige Bälle parieren konnte, kam in der schon fast vorentschiedenen Partie doch noch einmal Spannung auf. Urplötzlich waren die Mecklenburger beim Stand von 27:25 (51.) wieder auf Tuchfühlung. „Wir sind in der Abwehr besser gerückt und haben auch unsere Angriffsaktionen auf den Punkt gebracht“, erklärte Fandrich den Aufschwung.

Doch Berlins bester Torschütze Stefan Sretenovic – er hatte bis zum 21:15 kurz nach dem Seitenwechsel schon acht Mal getroffen – beendete seine „Flaute“ und sorgte mit zwei weiteren Treffern für das Ende der Doberaner Aufholjagd. Das lag trotz weiterhin vorhandener Möglichkeiten auch an der nachlassenden Konsequenz der Gäste, die sich zusätzlich mit vier Zeitstrafen in der Schlussphase selber schwächten. „Es ist leider immer wieder der gleich Film“ haderte Christian Fandrich mit dem bekannten Spielverlauf.

Und auch die nackten Zahlen belegen die Doberaner Krise. Nur ein Sieg gelang in acht Partien und obwohl die Torausbeute – entgegen des Trends der Vorjahre – aktuell für die obere Tabellenhälfte reichen würde, zeigt die Formkurve in der Abwehr deutlich in die Gegenrichtung. Mit 224 Gegentreffern in den bisherigen acht Partien stellt die DSV-Sieben mittlerweile die anfälligste Defensive der Liga. In Berlin wurde dieses Manko einmal mehr deutlich. Besonders bitter hierbei: In den weitestgehend schwachen ersten 40 Minuten klingelte es gleich sieben Mal nur wenige Sekunden nach einem selbst erzielten Treffer im Doberaner Kasten.

Als Tabellen-13. (4:12 Punkte) nimmt der Druck für die Münsterstädter im Kampf um den Klassenerhalt immer weiter zu. Und mit dem Landesderby gegen den HSV Insel Usedom (2./13:3) wartet am kommenden Sonnabend eine schwere Aufgabe, die für die DSV-Sieben in der aktuelle Form nahezu unlösbar scheint.

Statistik

BW Berlin: Lehmann, Thieße, Zieschank – Warnst 1, Reinke 1, Swientek, Sretenovic 10, Jobs 4, Schäper 8/4, Pietsch, Reichwald 3, Büttner 4.

Doberaner SV: Prothmann, F. VoigtS. Voigt 5/5, Traub 2, Jahn, Stöwsand 1, Fandrich 4, Sachse 1, Glaser 2, Paul, Holst 1, Meyer 9, Lehwald, ­Vizhbovskyy 1.

Siebenmeter: Berlin 5/4, DSV 5/5.

Strafminuten: Berlin 4, DSV 14.

Simone Seidel

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