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Bad Doberan Hastorf fiebert 750-Jahr-Feier entgegen
Mecklenburg Bad Doberan Hastorf fiebert 750-Jahr-Feier entgegen
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16:07 29.07.2019
Freuen sich auf das Dorffest (v.l.): Friedhelm Schülke, Judith Herold, Bastian Sonntag, Brigitte Harprath, Meike Stankiewitz und Dirk Redmer sowie Ernest Förster (vorne v.l.), Andreas Dose und Karin Leuchert. Quelle: Anke Kisters
Hastorf

Mit Pauken und Trompeten will das kleine Örtchen Hastorf sein 750-jähriges Bestehen feiern. Damit das Jubiläum auch etwas Besonderes wird, haben die Organisatoren viel Zeit und Schweiß in die Planung investiert. Am 17. August ist es nun so weit. Und Hastorf in der Gemeinde Satow lädt alle Bewohner sowie Gäste zu einem großen Fest ein.

Bastian Sonntag wohnt seit seinem vierten Lebensjahr im Ort. Der 37-jährige Gemeindevertreter erzählt begeistert: „Es handelt sich um ein gemeinschaftliches Projekt, an dem alle Dorfbewohner beteiligt sind und sich engagieren.“ Er war von der Planung und der Jubiläumsfeier der anderen Ortschaften so begeistert, dass er sich genau das für Hastorf auch wünschte. Der Nachbarort Gorow habe sie bei der Planung unterstützt.

Monatliche Besprechung

Nach dem Verteilen von Flyern und Aufrufen über die Dorf-WhatsApp-Gruppe zeigten viele Dorfbewohner Interesse an einem Fest. Die Vorbereitungen begannen. Das Organisationsteam traf sich monatlich zur Besprechung. Nach Kalkulation des vorhandenen Budgets und der Ausgaben wurden die einzelnen Programmpunkte für den 17. August finalisiert.

„Wir mussten ja auch Kosten, beispielsweise für die Gema und für Anträge einkalkulieren“, erzählt Bastian Sonntag. Für diese Zwecke werde, wie in anderen Ortschaften auch, partiell das Budget der Ortsteilvertretungen in Anspruch genommen. Die Gemeinde Satow, ebenso wie die Ehrenamtsstiftung, freuen sich über das Engagement der Einwohner und unterstützen das Event finanziell.

Bewohner und Firmen arbeiten bei Organisation eng zusammen

Nahezu jeder beteiligt sich auf seine Art: „Das beginnt mit den freiwilligen Helfern zur Betreuung der Hüpfburg, der Tombola oder der Kletterwand. Dann sind da Unternehmen, wie zum Beispiel der Bauhof, der sich um die Kabellage und Stehtische kümmert. Auch der Fleischer aus Gorow bringt sich mit ein“, gibt Bastian Sonntag einen kleinen Einblick. Auch die Dorfbewohner, die die Strohballen für die Strohpuppe aufstellten und schmückten sowie den Kuchen für einen Kuchenbasar backen, sind mit von der Partie.

Feldküche und Bierwagen werden vom „Kutscher in Parkentin“ geliefert. Michael Fischer, Freizeitheimleiter des Pfarrhofs Hanstorf, backt Brot im klassischen alten Backofen bei der Familie Westendorf in Hastorf. „Ein privates Grundstück wird genutzt, um im Vorfeld notwendige Utensilien, beispielsweise Teile der Bühne, Holz für unsere Feuerschale und mehr zu lagern“, ergänzt Judith Herold. Vieles wurde über Freund- und Bekanntschaften organisiert. Ein großer Vorteil: Dadurch wurde vieles günstiger für den Ort.

Startschuss wird um 11 Uhr gegeben

Mit einer Kanone gibt Bürgermeister Mattias Drese am 17. August um 11 Uhr den Startschuss zum Fest. Bei schlechtem Wetter soll in der alten Treckerhalle gefeiert werden. Danach beginnt das bunte Treiben. Judith Herold, seit 2006 in Hastorf ansässig, hat gute Kontakte in die „Trabi-Szene“. Sie sorgt dafür, dass Kinder einen echten Trabi bemalen können.

Die Idee des „Trabi-Schminken“ ist einer der Höhepunkte, ebenso wie die Enthüllung der neuen Jubiläumstafel. Diese Aufgabe soll Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung in MV, übernehmen. Dass sich die Ministerin angekündigt hat, macht die Hastorfer sehr stolz.

Foto-Ausstellung zur Geschichte des Ortes

Um die Historie des Ortes zu präsentierten, zeigt Friedhelm Schülke Auszüge aus der Chronik. Er sammelte im Vorfeld alte Fotos aus Hastorf. In einem Pavillon werden diese zur Schau gestellt. Eine Jubiläums-Tombola soll das Programm abrunden. Zu den Preisen gehören ein Gutschein für einen Reifenwechsel, ein Fotoshooting und ein Segeltörn mit der alten „Glauke“ – eine traditionell aus Holz gebaute und liebevoll gepflegte Kutteryacht. Zum Abschluss des Jubiläumsfestes soll ein Feuerwerk entzündet werden.

Bastian Sonntag wünscht sich, dass alle Dorfbewohner zum gemeinsamen Fest kommen und zusammen Spaß haben. Es sei schließlich für alle Beteiligten das erste Mal, dass sie solch ein Fest auf die Beine gestellt haben. Die Planung dauerte ein Jahr und nun soll sie mit der eigentlichen Jubiläumsfeier einen krönenden Abschluss finden.

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Anke Kisters

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