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Bad Doberan Heiligendamm: Grand Hotel will sich weiter öffnen
Mecklenburg Bad Doberan Heiligendamm: Grand Hotel will sich weiter öffnen
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19:00 26.11.2019
Wollen wieder mehr kooperieren (v.r.): Thies Bruhn, Juliane Rhode, Katja Rusch, Susann Franke und Steffen Duckhorn vom Grand Hotel Heiligendamm sowie Doberans Tourismus-Chefin Danielle Zimmermann (2.v.l.). Quelle: Lennart Plottke
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Heiligendamm

Das Grand Hotel Heiligendamm und die Stadt Bad Doberan wollen künftig wieder enger zusammenarbeiten. „Wir alle profitieren und leben davon, wenn unsere gemeinsame Strahlkraft weiter intensiviert wird“, sagt Danielle Zimmermann, Leiterin der Doberaner Touristinformation – und stößt damit bei Hoteldirektor Thies Bruhn auf offene Ohren: „Unser Haus wurde zuletzt ein wenig als abgeschlossen und abgeschottet wahrgenommen – deshalb wollen wir uns mehr öffnen.“

Den sichtbaren Anfang soll zunächst ein kleiner öffentlichen Weihnachtsmarkt inklusive Pavillon auf dem Gelände machen. „Meine Vision ist, künftig gemeinsam mit der Stadt auf der ganzen Heiligendammer Strandpromenade einen Markt zu entwickeln“, so Bruhn. „Wir müssen uns viel besser vermarkten und vernetzen.“ Denn in vielen Gesprächen höre er immer wieder die gleiche Frage: „Was kann man in Heiligendamm, Bad Doberan und der Region machen?“

Größerer Fokus auf regionale Stärken

Dabei fielen ihm sofort Segeln, Fahrrad fahren, Molli und Münster ein, sagt der Hotelchef: „Und aus meiner Sicht gehört der Golfclub in Wittenbeck zu den Top zwölf in ganz Deutschland – das weiß auch kaum jemand.“ Gerade mit Blick auf die Nebensaison sei dieser Fakt schon interessant: „Leute, die Golf spielen, haben in der Regel auch Geld – und das geben sie gern aus.“ Darüber hinaus könne das Grand Hotel auch in dieser Jahreszeit Firmen Räumlichkeiten für Veranstaltungen anbieten, sagt Regional Sales Manager Juliane Rhode: „Mir ist es auch wichtig, dass wir wieder näher mit der Region zusammenrücken.“

In diesem Zusammenhang werde auch der hoteleigene Spa-Bereich für Besucher von außerhalb geöffnet, betont Leiterin Katja Rusch: „Die Menschen sollen uns stärker als Dienstleister wahrnehmen.“ So gebe es etwa unter professioneller Anleitung Kurse in „Aqua Pädagogik“, in denen Kinder ab vier Jahren ihre ersten spielerischen Erfahrungen im Wasser machen können. „50 Kinder aus der Region haben mittlerweile schon bei uns ihr Seepferdchen gemacht – darauf sind wir stolz.“

Mehr Kooperationen im kulturellen Bereich

Auch sie hoffe, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Doberan wieder intensiver werde, sagt Kulturdirektorin Susann Franke: „Es ist wichtig, sich regional zu positionieren – wie es gehen kann, sehen wir bei unserer Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater in Rostock.“ In der Reihe „Carte blanche für die hmt“ präsentieren Talente aus den künstlerischen Bereichen Musik und Schauspiel jeden dritten Donnerstag im Monat ihr Können im Grand Hotel Heiligendamm vor Publikum: „Dieses Projekt ist deutschlandweit einzigartig.“

Bezahlbare Wohnungen inklusive Tiefgarage: So sollen die Mehrfamilienhäuser an der Kühlungsborner Straße in Heiligendamm aussehen. Quelle: ap Planungsgesellschaft Rostock mbH

Über den Tourismus hinaus weiterhin ein entscheidender Punkt: „Wir müssen mehr qualifiziertes Personal für uns gewinnen – und auch festhalten“, macht Hoteldirektor Thies Bruhn deutlich. „Auch deshalb bauen wir gerade unsere Mitarbeiter-Wohnungen.“ An der Kühlungsborner Straße entstehen aktuell auf einer Fläche von knapp 7300 Quadratmetern drei Häuser mit 63 bezahlbaren Unterkünften. Im Herbst kommenden Jahres sollen die Mieter einziehen. Geplante Baukosten: rund 8,5 Millionen Euro.

Ziel: Top-Adresse für Jobsuchende

„Das Grand Hotel soll als einer der Top-5-Arbeitgeber in der Region wahrgenommen werden“, erklärt Bruhn. „In dieser Hinsicht müssen wir ebenfalls besser werden.“ Um erfolgreich für den Standort an der Mecklenburger Ostseeküste zu werben, könne man auch auf den Faktor Kind zurückgreifen, meint Ronald Richardt, Geschäftsführer des Kornhauses in Bad Doberan: „Mit der Kreismusikschule haben wir ein großes Aushängeschild – aber auch die Jugendkunstschule im Kornhaus könnte für Kinder und Eltern interessant sein.“ Denn Nachwuchs-Angebote gebe es in dieser Form lediglich acht Mal in Deutschland, so Richardt: „Ein erfolgreiches Modell – rund 120 Kinder besuchen regelmäßig unsere Kreativ-Kurse.“

Im Februar schließt das Grand Hotel Heiligendamm übrigens für drei Wochen seine Türen. „In dieser Zeit machen wir das Haus wieder schick“, sagt Direktor Thies Bruhn. „Wir shampoonieren die Teppiche, streichen ein paar Wände oder beziehen Stühle neu.“ Die moderne Außenanlage des Spa-Bereiches soll dann bereits in Betrieb sein: „Ziel ist, die Arbeiten Ende dieses Jahres zu beenden – unsere Weihnachts- und Silvestergäste sollen hier schon ihre Runde schwimmen können.“

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Von Lennart Plottke

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