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Bad Doberan Heiligendamm ist jetzt im Roten Pavillon
Mecklenburg Bad Doberan Heiligendamm ist jetzt im Roten Pavillon
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18:01 29.04.2019
Die Vorsitzende des Kunstvereins Eva Firzlaff (links) und die Künstlerin Mauga Houba-Hausherr präsentieren die neue Ausstellung über Heiligendamm im Roten Pavillon. Quelle: Sabine Hügelland
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Bad Doberan

Heiligendamm findet sich auch in der Münsterstadt wieder. In der Geschichte und nun auch bis zum 30. Juni in der Ausstellung „Heiligendamm im Roten Pavillon“. Der Doberaner Kunstverein Roter Pavillon zeigt historische Malereien, Infotafeln und extra für die Ausstellung entstandene Arbeiten – wie auch die kolorierten Zeichnungen der Künstlerin Mauga Houba-Hausherr im Katalog.

Anbaden als Schlüsselbild

Zu sehen ist ebenfalls ein Bild der Vorstandsvorsitzenden des Kunstvereins, Eva Firzlaff, beim historischen Anbaden in Heiligendamm, in entsprechender höfischer Kleidung. „Das ist das Schlüsselbild. Es verbindet das Anbaden mit den historischen Aufnahmen”, sagt die Künstlerin. Mauga Houba-Hausherr kann beim jährlichen Anbaden in Heiligendamm beobachtet werden, wie sie mit Stift und Pinsel skizziert, und auch sonst liebt sie ihre dritte Heimat, wie sie sagt. Sie besitzt polnische Wurzeln, ist jedoch mehr in Deutschland zu Hause.

Historische Bilder, Fotos und Dokumente

„Im Roten Pavillon werden zwei Jahrhunderte Heiligendamm-Geschichte lebendig. Wobei historische Zeichnungen, Gemälde, Fotografien und Dokumente auf aktuelle Gemälde sowie Aquarell-Skizzen von Mauga Houba-Hausherr treffen“, sagt Eva Firzlaff. „Die historischen Darstellungen stammen aus einer Privat-Sammlung, die in den Räumen der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm GmbH&Co. KG (ECH) zu sehen ist“, sagt sie. „Kaum einer weiß das. Meine Idee war, Maugas Bilder mit denen der Sammlung zu kombinieren.“ Heraus kam eine stimmige und ungewöhnliche Ausstellung.

1793 gründete der Mecklenburger Herzog Friedrich Franz nach englischem Vorbild das erste Seebad Kontinentaleuropas und Deutschlands. So gibt es unter anderem mehrere Schautafeln – wie zu den VEB Erholungsheimen, Intelligenzheimen (1953), Heiligendamm als Kur-und Erholungsstätte für Werktätige der Sozialversicherung Mecklenburg und dem Alexandrinen Cottage. Zu sehen sind Panoramafotos von 1900/1915 wie auch vom Doberaner Kamp um 1850-1860.

Architektur inspiriert und fasziniert

„Man kommt doch vor allem wegen der besonderen Architektur hierher“, sagt Mauga Houba-Hausherr. „Das Historische ist voll mit Atmosphäre.“ Sie zeigt etliche farbintensive Großformate, wie einen Sonnenaufgang, auf 2 x1,80 Metern. „Um drei Uhr aufstehen, um den Aufgang malen zu können und dann diese Farben zu sehen.“ Sie staune selbst immer wieder über Mutter Natur. „Der Himmel sah aus wie auf dem Bild.“ Sie malte in einer Mischtechnik aus Aquarell und Acryl. „Ich tusche und bin auch Zeichnerin, auch Malerin und arbeite in Öl. Zeichnen, die Linien, das ist mir jedoch besonders wichtig.“

Mauga Houba-Hausherrs Temperament zeigt sich besonders, wenn sie darüber spricht. An zwei Leitergestellen hängen kleine Formate: „Ich wollte den Besuchern eine Palette meiner Technik zeigen. Einmal ohne Linien, bis dahin, wo Linien überwiegen und zur kompletten malerischen Arbeit.“ Heiligendamms Architektur fasziniert sie immer wieder wie auch Koffer, Ankommen, Abfahren, Reisen. So stehen alte Koffer dekorativ in der Ausstellung, in einem befinden sich Bilder.

Viele Werke entstehen unter freiem Himmel

„Ich arbeite gern draußen, so wie früher die Künstler auch. Das ist die Gelegenheit, das wechselnde Licht einzufangen und wahnsinnig spannend, wie sich die Wirklichkeit dadurch verändert.“ Die Großformate – „das kommt aus dem Bauch raus, ich habe kein Konzept, nur bei den Aquarellen“, sagt Mauga Houba-Hausherr.

Über den Kunstverein

Neue Vorsitzende für den Roten Pavillon

Sabine Hügelland

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