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Bad Doberan Hohenfeldes Bürgermeister setzt auf Dialog
Mecklenburg Bad Doberan Hohenfeldes Bürgermeister setzt auf Dialog
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06:00 12.07.2019
Stefan Bruhn ist neuer Bürgermeister in der Gemeinde Hohenfelde. Der 39-Jährige lebt seit vier Jahren in Hohenfelde. Eines seiner Hobbys sind Bienen. Quelle: Anja Levien
Hohenfelde

Erfahrungen in der Politik hat Stefan Bruhn bisher noch nicht gesammelt. Doch politikinteressiert sei er schon immer gewesen, so der 39-Jährige, der am 2. Juli zum Bürgermeister von Hohenfelde ernannt wurde. Stefan Bruhn hatte als Einziger für das Amt kandidiert und erhielt 447 der 486 abgegebenen Stimmen.

Der gebürtige Rostocker ist verheiratet und hat drei Kinder. Mit seiner fünfjährigen Tochter und seiner Frau lebt er seit vier Jahren in Hohenfelde. „Eine Schnapsidee, Bürgermeister zu werden, war es nicht“, sagt Stefan Bruhn und lacht. „Aber im Gespräch mit Hohenfeldern war rausgekommen, dass niemand kandidierte, da habe ich mir dann überlegt, mich zu bewerben.“

Dorfteile sollen näher zusammenrücken

Seit der Wahl arbeitet er sich durch Unterlagen, liest Protokolle, geht die Schreiben vom Amt Bad Doberan-Land durch. Er hat Gemeindevertreter besucht und schnell habe sich ein gemeinsames Ziel herauskristallisiert: „Wir wollen das Dorfleben wiederbeleben. Wir wünschen uns, dass die einzelnen Dorfteile näher zusammenrücken.“

Er persönlich hoffe, in den Dialog mit den Einwohnern zu kommen, Ideen und Vorschläge zu erhalten. „Ich möchte ein Bürgermeister für die Bürger sein“, sagt Stefan Bruhn, der Systemadministrator in der Arztpraxis seiner Frau ist.

Anstehende Vorhaben in der Gemeinde: „Was auf uns zukommt, ist die Neugestaltung, der Neubau des Kindergartens“, sagt Stefan Bruhn. „Die Kita braucht eine Lösung und das relativ zeitig.“ Es gebe eine Idee, die sei aber noch nicht spruchreif.

Das Haus, in dem die Kinder der Kita „Die Teichfrösche“ untergebracht sind, stammt aus DDR-Zeiten. Immer mal wieder wurde hier etwas repariert und geflickt, doch die Grundsubstanz entspricht nicht mehr der Norm. Zuletzt war nach einem Grundstück für den Neubau gesucht worden.

Spielplatz soll erneuert werden

Ein weiteres Projekt ist laut Stefan Bruhn die Erneuerung des Spielplatzes in Hohenfelde. „Der muss grunderneuert werden, die Geräte aus Holz verrotten. Es gibt eine Fördermöglichkeit, die wir nutzen wollen.“

Auf die Bepflanzung im Ort möchte er künftig achten, sodass auch Spätblüher im Ortsbild zu finden sind. „Das hilft den Bienen und Wildbienen“, sagt Bruhn, der selbst seit drei Jahren Hobbyimker ist und Bienenvölker bei sich auf dem Hof hat. Zuvor hatte er die Bienenvölker woanders stehen, doch weil er mit Diebstahl zu tun hatte, holte er sie alle zurück, erzählt Bruhn.

Fünf Jahre in den USA gelebt

Der Hohenfelder ist in Rostock geboren, hat Fachkraft für Brief- und Frachtverkehr bei der Deutschen Post gelernt, hat in Darmstadt gearbeitet und ist 2004 mit seiner Familie in die USA gegangen. „Da habe ich fünf Jahre gelebt und Wirtschaft/BWL studiert“, erzählt er. „Dort herrscht eine andere Lebensweise und Einstellung, es wird nicht alles so verbissen gesehen“, erzählt Bruhn.

Doch die Finanzkrise 2008 und finanzielle Gründe führten zum Abbruch des Studiums. Von Utah ging es zurück nach Deutschland, Rostock. „Da habe ich im Callcenter angefangen“, sagt der Bürgermeister und orientierte sich dann in die Richtung Systemadministrator.

Fusion ist kein Thema

Hohenfelde zählt etwa 810 Einwohner. Für die acht Sitze in der Gemeindevertretung hatten sich nur fünf Kandidaten aufstellen lassen. Eine Fusion mit Nachbargemeinden sei aber weiterhin kein Thema“, sagt Stefan Bruhn. Wenn man sich im Dorf umhöre, möchte Hohenfelde selbstständig bleiben. „Das war auch ein Grund, weshalb wir einen Bürgermeister brauchen und ich kandidiert habe.“

Die Sprechstunde des Bürgermeisters ist dienstags von 16 bis 18 Uhr im Gemeindezentrum.

Anja Levien

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