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Bad Doberan Horst Podßun plant Wohnanlage fürs Alter
Mecklenburg Bad Doberan Horst Podßun plant Wohnanlage fürs Alter
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14:00 11.01.2019
Horst Podßun will mit seiner Firma HP in Rakow unter anderem ein Hotel bauen. Quelle: Anke Kisters
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Rakow

Ein Schandfleck des Ortes möchte Horst Podßun beseitigen. Der Unternehmer ist Eigentümer des Gutshauses. Seine Idee: Die Stallungen vor dem Gutshaus abreißen und alles neu gestalten.

Horst Podßun erzählt: „Es zogen schon viele 50 bis 70 Jährige hierher, um hier ihren Ruhestand zu verbringen. Das ist auch der Bezug zu meinem Projekt „55 +“. Wir haben hier Natur, den Ostseeblick, gesunde Luft. Anwohner aus Hamburg, Frankfurt, Stuttgart sind bereits hierher gezogen. Sie alle suchen diese Natur. Jeder sollte es nutzen können“.

Nach seinem Studium der Landwirtschaft in Rostock kam der Geschäftsführer von HP Projekt im November 1982 hierher. Podßun war 1986 der jüngste männliche LPG-Vorsitzende. „Ich zog 1993 nach Rakow und merkte, dass die Wirtschaftlichkeit mit der Viehlandwirtschaft nicht funktionierte. Ich fand die „55 + Communities“, aus Amerika bekannt, sehr gut. Die Amerikaner, die zum Beispiel nach Florida zogen und dort ihren Lebensabend verbrachten, waren sehr glücklich. Dieses Konzept passt auch hier in Rakow meiner Meinung nach wunderbar. Die vorhandene Küste, Ruhe und trotzdem die Nähe zu größeren Orten und Städten, das ist das Richtige fürs Alter“, konstatiert er überzeugt.

Der Gutshausbesitzer hatte 2009 die Idee eines Hotel Resorts, welches so groß sein sollte, dass es sich wirtschaftlich trage, also mindestens 150 Zimmer. Danach folgte der Bebauungsplan und die Organisation. Das ziehe sich über Jahre, bis man feststellte, dass die Baugrenzen plötzlich nicht mehr mit den Bauwerken übereinstimmten. Der Bebauungsplan wurde geändert. Das ist der jetzige Stand. Dieser muss nun Rechtskraft erlangen.

Wohnanlage mit Blick zum Wasser

„Ich denke, in ein bis zwei Monaten ist es so, dass dann die Gebäude mit dem Baurecht zusammen passen. Dann kann die Wohnanlage 55 + mit Blick zum Wasser entstehen“, so der Bauherr überzeugt. Es bestehe dann die Möglichkeit zu wohnen und jederzeit auch die Angebote des Hotels zu nutzen, zum Beispiel Sauna und Wellness. Die Anwohner seien insofern privilegiert, als dass sie sich zum Beispiel das Housekeeping übers Hotel bestellen könnten. Das sei ein Gesamtkonzept. Das sei die Symbiose zwischen Hotelressort und der Infrastruktur von Häusern sowie die daraus entstehende Wirtschaftlichkeit.

Ein weiterer Vorteil sei die Nutzung der hier entstehenden Anlage mit den nun im Bau befindlichen Ferienhäusern in Pepelow. Dort wird gewerblich vermietet. Die Projekte ergänzen sich. „Sie könnten an die Hotelkette ,Best Western’, die mir vorschwebt, angebunden werden. Einige Dorfbewohner belächeln das noch, aber es ist für mich dann in schöner Umgebung ein abgeschlossenes Resort und Konzept. Das ist sinnvoll, im Gegensatz dazu, hier in Rakow einfach ein Hotel zu bauen“, erklärt Horst Podßun ausführlich.

Der Ideengeber und Bauherr hofft nun, dass das Verfahren zügig weitergeht. Erst, wenn alles rechtswirksam ist, kann der Startschuss für das Bauvorhaben erfolgen. Es bleibt für Rakow ein spannendes Großprojekt.

„Man hatte den Eindruck, dass endlich etwas rund ums Gutshaus passiert“, so die Rakowerin Christine Rakow. „Das fanden die Bewohner sehr gut. Leider hat sich das Projekt verzögert, und wir alle warten jetzt darauf, dass es weitergeht. Jetzt ist jedoch das Dach der Stallungen bereits eingestürzt. Das ärgert alle im Dorf, das ist nicht ansehnlich“, erklärt sie weiter. Das Dorf sollte durch den Umbau des Gutshauses wieder belebt werden. Die Sternwarte sollte erneut in Erscheinung treten, es sollte viel Positives mit sich bringen.

Anke Kisters

Liane Kienast zog 1981 nach Rakow und erinnert sich an die Discothek im Dorf.

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