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Bad Doberan Im Elternhaus in Sandhagen geboren worden
Mecklenburg Bad Doberan Im Elternhaus in Sandhagen geboren worden
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14:00 22.02.2019
Rosemarie Lange wurde in ihrem Elternhaus in dem sie heute noch lebt geboren. Die 88-Jährige arbeitet immer noch gern im Garten. Quelle: Sabine Hügelland
Sandhagen

„Im April vor 100 Jahre haben meine Eltern dieses Haus gekauft, in dem ich heute noch lebe“, sagt Rosemarie Lange. „Es ist eine ehemalige Büdnerei. Auf Unterlagen steht das Datum 1871, aber ich weiß nicht, ob es vielleicht noch älter ist“, sagt die 88-Jährige.

In diesem Haus wurde sie auch geboren und ist damit eine Sandhägerin durch und durch. Ihre Eltern lebten zuvor nicht weit weg von Sandhagen. „Meine Mutter stammt aus Rosenhagen, mein Vater aus Detershagen“, so Rosemarie Lange. „Zwölf Büdnereien und drei Bauernstellen gab es einst in Sandhagen. Es war immer ein Bauerndorf“, sagt sie. „So langsam sterben jedoch die Alteingessenen im Ort weg. Ich kenne nicht mehr viele“, bedauert sie. Nun verkaufen auch die Nachbarn ihr großes Bauernhaus. Es wird aber sicher nicht lange leer stehen, Sandhagen ist beliebt.

Fit durch Selbstständigkeit

„Wenn man hier so lange lebt, ist es gut, wenn man sich selbst zu helfen weiß. Und man sollte zufrieden sein mit dem was ist“, sagt Rosemarie Lange, die sich noch Hühner hält und den Garten bewirtschaftet, um fit zu bleiben. Auch Kohlen holt sie sich zum heizen: „Ich habe noch nicht lange eine Heizung. Der Ofen im Wohnzimmer bleibt. Ich sitze so gern daneben und so ist es angenehmer“, sagt sie.

Die Menschen wären in ihrer Jugendzeit bescheidener gewesen, sie mussten sich noch selbst ernähren – von der eigenen Ernte. „Da gab es kein Geld vom Staat“, sagt die Seniorin. „Kühe, Schweine, Pferde galt es auch für mich zu versorgen.“ Rosemarie Lange musste schon in sehr jungen Jahren in der Familienwirtschaft mithelfen. Der Vater verstarb früh, so galt es dann auch seine Arbeit zu übernehmen. Auch später blieb sie ihrem Garten treu und pflanzte an, was die Familie so brauchte.

Sandhagen im Wandel

„Mein Mann arbeitete erst in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, dann bei Kim (Kombinat industrielle Mast). Ich kümmerte mich um die Wirtschaft Zuhause.“ Am Bahnhof befand sich eine Gastwirtschaft und ein Kaufmannsladen, der später ein Konsum wurde. Im Laufe der Wende wurde beides aufgegeben. „Sie befanden sich in der Hand einer Familie“, sagt sie. „Und zur Schule bis zur vierten Klasse ging es nach Westenbrügge, dann nach Neubukow.“

Die Kinder seien heute kaum noch belastbar. „Sie werden immer gefahren. Wir sind noch gelaufen.“ Zwei Kinder und zwei Enkel hat Rosemarie Lange, die alle nicht im Dorf leben, sie jedoch regelmäßig besuchen kommen. „Man kommt hier nicht weg. Ich bin auf meine Kinder angewiesen. Früher konnte ich zum Konsum laufen oder mit dem Rad fahren.“ Nun müsste sie zum einkaufen bis nach Kröpelin oder Neubukow fahren. Dennoch hätte sich Sandhagen zum Vorteil entwickelt. Es ist sehr viel gebaut worden, in dem kleinen Ort.

Sabine Hügelland

Martin Staemmler sucht mit seinem Unternehmen in Sandhagen ständig nach neuen Methoden zur Kompostierung und Rasensanierung. Darüber hinaus engagiert er sich gegen Mikroplastik in den Weltmeeren.

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