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Bad Doberan Immer wieder Vandalismus zwischen Alt Bukow und Bad Doberan
Mecklenburg Bad Doberan Immer wieder Vandalismus zwischen Alt Bukow und Bad Doberan
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16:23 12.08.2019
Das Wartehäuschen an der Haltestelle Teschow Ausbau ist beschädigt worden. Zwei Scheiben wurden entfernt. Quelle: Anja Levien
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Teschow

Alt Bukows Bürgermeister Manfred Wodars ist verärgert. Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag das neue Wartehäuschen an der Haltestelle in Teschow „zerlegt“. Sie schraubten Scheiben aus dem Holzhaus. Auch Sponsor Jörn Dinse ist fassungslos. In der Region ist Vandalismus kein Einzelfall. Immer wieder werden Gebäude und Bushaltestellen mit Graffiti besprüht und Bänke zerstört.

Seit einem halben Jahr steht das neue Buswartehäuschen an der Haltestelle Teschow Ausbau. „Ich fahre da morgens immer entlang und habe die Kinder warten sehen. Nur drei passten in das alte Häuschen“, erzählt Jörn Dinse. Die Gemeinde Alt Bukow hatte kein Geld, um hier einen besseren Unterstand hinzustellen. Der Inhaber der Firma Schwimmbadtechnik entschied daher, ein neues Haus zu sponsern. Hilfe bekam er beim Zusammenbau vom Intruder Custom Club, einem Motorradclub. „Ich fahre viel Motorrad“, erzählt Dinse. Und so haben die Motorradfreunde mit angepackt, montiert und gepinselt.

Den Schaden am Haus habe dann ein Anwohner entdeckt und Jörn Dinse informiert. „Da ist man enttäuscht“, sagt er, vermutet, dass jemand gerade einen Hühnerstall baut und daher Verwendung für die Scheiben hat. „Aber wir bringen das wieder in Ordnung.“ Es sei von mehreren Seiten bereits Hilfe angeboten worden.

Bürgermeister Manfred Wodars hat Anzeige bei der Polizei erstattet. „Das ist mir noch nicht untergekommen“, sagt er. Dafür habe er kein Verständnis. „Da ist man froh, dass jemand etwas für die Gemeinde tut, und dann das.“

Schmierereien in Neubukow

Auch in Neubukow schlugen wieder Vandalen zu und beschmierten die Turnhalle am Panzower Weg und einen Teil der Außenwände des benachbarten Lebensmitteldiscounters „Norma“. „Das sind hier Jugendliche aus Neubukow“, sagt der Hausmeister der Turnhalle, Mirko Karbaum, bestimmt und ergänzt ärgerlich: „Das haben sie von Freitag zu Samstag gemacht, damit die Eltern zur Einschulung gleich mal sehen, wie es hier abläuft“.

Die Schmierereien an der Turnhalle in Neubukow wurden in der Nacht zu Sonnabend angebracht. Quelle: Thomas Hoppe

Mirko Karbaum, der auch Nachwuchscoach bei der TSG Neubukow ist, sagt noch nachdrücklich: „Die krieg ich auch noch erzogen – ich ahne schon, wer das war. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen!“

Auch der Bürgermeister der Stadt Neubukow, Roland Dethloff (parteilos), schüttelt den Kopf über die erneuten Schmierereien an der Turnhalle und darüber, dass Unbekannte zudem die Hinweisbanner zum Schulbeginn abgerissen und eines gestohlen haben. Selbst das Zone-30-Schild am Marktplatz soll umgestoßen worden sein. Stadtbauhofchef Ralf Winter war am Montagvormittag unterwegs, um wieder Ordnung herzustellen.

Doberan möchte Flächen für Graffiti anbieten

In Bad Doberan sind Vandalismus und Schmierereien ein Dauerthema. „Leider“, sagt Bürgermeister Jochen Arenz (parteilos). „Das ist ein großes Problem.“ Der Bauhof sei ständig damit beschäftigt, Graffiti zu entfernen. Die Bushaltestelle am Alexandrinenplatz wird öfters für die Schmierereien missbraucht.

Schmierereien an der Bushaltestelle Alexandrinenplatz in Bad Doberan. Immer wieder wird hier Graffiti aufgesprüht. Quelle: Anja Levien

„Wir wollen mit dem Jugendkoordinator jetzt Flächen finden, auf denen Graffiti gesprüht werden kann“, sagt Arenz. Ab Herbst soll es losgehen. Dennoch: „Es gibt Leute, die erreichst du auch damit nicht.“

Der Vandalismus zeigt sich nicht nur durch Schmierereien. Absperrungen werden in den Wallgraben geschmissen, Bänke zerstört, nennt Arenz zwei Beispiele. „Wir bringen alles zur Anzeige. Wir kommen da als Stadt an unsere Grenzen.“ Hochgerechnet sei ein Mitarbeiter beim Bauhof nur damit beschäftigt, Graffiti wegzumachen. Künftig soll daher bei der Anschaffung von Inventar für den öffentlichen Raum wie Mülleimer vor allem Material genommen werden, das einfach zu reinigen sei und an dem Graffiti nicht haften bleibe.

Von Anja Levien und Thomas Hoppe

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