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Bad Doberan Jörnstorfer wünschen sich Spielplatz
Mecklenburg Bad Doberan Jörnstorfer wünschen sich Spielplatz
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11:40 13.11.2018
Eltern und Kinder in Jörnstorf wünschen sich einen Spielplatz. Quelle: Anja Levien
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Jörnstorf

 Zwei Fußballtore stehen auf der eingezäunten grünen Fläche in Jörnstorf, in diesem Jahr ist eine Sitzgruppe und ein Schaukeltier hinzugekommen. Für die Kinder im Dorf zu wenig – sagen Eltern und haben zusammen mit dem Gemeindeverein Biendorf 3000 eine Initiative gestartet, um Spendengelder für Spielgeräte zu sammeln.

Etwa 23 Kinder leben in Jörnstorf in der Gemeinde Biendorf. Ein Spielplatz Fehlanzeige. „Hier ist gar nichts“, sagt Jessica Schoknecht. „Die Kinder wissen nicht, was sie machen sollen. Mit dem Fahrrad nach Neubukow geht nicht, weil es keinen Radweg gibt.“ Jedes Mal mit Tochter Carlotta (2) auf den Spielplatz ins Nachbardorf fahren, möchte die 33-Jährige nicht. „Da kennt man keinen und sitzt dann alleine da.“ Jessica Schoknecht ist im vergangenen Jahr nach Jörnstorf gezogen.

Stefanie Behrend hingegen ist hier aufgewachsen. Früher habe es auch keinen Spielplatz gegeben, nur ein Volleyballfeld. „Wir waren viel im Wald spielen und klettern“, sagt die 31-Jährige. Doch ihre Kinder im Alter von zehn und neun Jahren sowie 23 Monaten lässt sie nicht im Wald spielen. „Da sind Wildschweine im Wald, das ist mir auch nichts“, stimmt Jessica Schoknecht zu. Jetzt spielten die Kinder auf der Straße oder auf dem Hof. „Aber man will ja nicht immer das Dorf auf dem Hof haben“, so Stefanie Behrend. Mit einem Spielplatz könnten die Kinder mehr Kontakt untereinander knüpfen.

Etwa 23 Kinder und Jugendliche leben in Jörnstorf in der Gemeinde Biendorf. Einige erzählen, warum sie sich einen Spielplatz wünschen.

Sieht der Nachwuchs auch so: „Ich wünsche mir einen Spielplatz, damit wir nicht mehr auf der Straße spielen müssen“, sagt Tessa (8). Alicia stimmt ihr zu. „Ich bin jetzt viel zu Hause. Auf einem Spielplatz könnten wir viel zusammen machen, dann könnten wir uns jeden Tag sehen“, sagt die Neunjährige. „Ohne Spielplatz ist es hier sehr langweilig. Ich würde mich gerne hier mit anderen treffen“, sagt Lea (10).

Kinder wünschen sich Kletterturm und Rutsche

Für den Spielplatz wünschen sich Eltern und Kinder einen Kletterturm mit Rutsche und Schaukel. „Wir hätten gerne etwas, was auch für die Größeren interessant ist“, so Jessica Schoknecht. Platz für die Spielgeräte wäre direkt neben den Fußballtoren. Das Grundstück stellt die Gemeinde zur Verfügung. „Wir haben hier einen gemeindeeigenen Bolzplatz vor Jahren errichtet“, sagt Bürgermeisterin Peggy Freyler. In Jörnstorf seien jetzt aber viele Kinder hinzugekommen. „Die Kinder wollen klettern, schaukeln, rutschen.“ In fast allen Dörfern der Gemeinde gebe es Spielplätze, nur in Biendorf und Jörnstorf nicht. Biendorf hätte aber den Sportplatz.

Da die Gemeinde in der Haushaltssperre und Spielplätze eine freiwillige Leistung seien, könne hier nicht investiert werden. Eltern und Kinder sind auf Spenden angewiesen, die der Gemeindeverein einwirbt. Die Kosten für die Geräte liegen laut Bürgermeisterin Freyler bei 8000 bis 10000 Euro. „Dann sind die Geräte noch nicht aufgestellt.“ Das wollen die Dorfbewohner in Eigenleistung erbringen.

Für Vater Marcel Basch ist wichtig, dass die Kinder nicht mehr auf der Straße spielen. „Da sind sie jetzt sehr viel“, so der zweifache Vater, der vergangenes Jahr nach Jörnstorf gezogen ist. Die Kinder von der Straße bekommen, das ist auch der Wunsch von Jessica Schoknecht. „Im Dorf rasen einige Autofahrer. Das ist für die Kinder gefährlich.“

Info:Spenden für den Spielplatz nimmt der Verein Biendorf 3000 entgegen. Konto bei der Deutschen Skatbank, IBAN: DE37 8306 5408 0004 9430 82, BIC: GENO DEF1 SLR, Verwendungszweck: „Spende Spielgeräte Jörnstorf 2018“.

Anja Levien

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