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Bad Doberan Kirch Mulsow und Carinerland planen Fusion
Mecklenburg Bad Doberan Kirch Mulsow und Carinerland planen Fusion
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14:18 31.01.2019
Alt Karin gehört zur Gemeinde Carinerland. Diese könnte in diesem Jahr um vier Dörfer wachsen. Quelle: Manfred Sander
Kirch Mulsow

Die Gemeinden Carinerland und Kirch Mulsow könnten bald zu einer werden. Gespräche über eine Fusion haben bereits stattgefunden. In der kommenden Woche sollen die Gemeindevertreter entscheiden, die Bürger auf Versammlungen informiert werden. Stimmen alle zu, soll der Fusionsvertrag bis zum 26. März stehen. Der Grund für den Zusammenschluss ist kein finanzieller.

Im Januar habe es ein zwangloses Treffen beider Gemeindevertretungen geben, informiert Kirch Mulsows Bürgermeister Thomas Jenjahn. „Prinzipiell gibt es Interesse an einer Fusion.“ Sagt auch Heike Chrzan-Schmidt, Bürgermeisterin von Carinerland. „Wir stehen einer Fusion sehr positiv entgegen, wenn von den Bürgern nicht noch ein Veto kommt“, sagt sie.

„Wir haben gemerkt, dass unsere humanen Ressourcen begrenzt sind“, Thomas Jenjahn, Bürgermeister der Gemeinde Kirch Mulsow. Quelle: Anja Levien

Kirch Mulsow war auf Carinerland zugekommen. „Wir hatten im November eine Gemeindezusammenkunft, da kam der Auftrag von den Bürgern“, sagt Jenjahn. „Wir haben gemerkt, dass unsere humanen Ressourcen begrenzt sind.“ Wenig junge Leute seien bereit, sich zu engagieren. Auch mit Blick auf die Gemeindevertretung. Die Vertreter seien im Schnitt 50plus. Thomas Jenjahn ist seit 1990 Bürgermeister, zur Kommunalwahl lässt er sich nicht mehr aufstellen. „Ich habe das sechs Wahlperioden gemacht. Irgendwann muss Schluss sein,“ sagt der 59-Jährige. Doch ein Nachfolger habe sich bisher nicht zu erkennen gegeben. „Auch bei der Feuerwehr haben wir kaum Nachwuchs.“

Neue Gemeinde aus 14 Dörfern

Finanziell könnte Kirch Mulsow weiterhin allein existieren. Der Haushalt ist ausgeglichen. 303 Einwohner zählt die Gemeinde Kirch Mulsow zu der die Orte Kirch Mulsow, Clausdorf, Garvensdorf und Steinhagen gehören. Sie ist 14,5 Quadratkilometer groß. In Carinerland sind es 993 Einwohner in zehn Dörfern. Mit Zusammenschlüssen kennt sich die etwa 37 Quadratmeter große Gemeinde und Heike Chrzan-Schmidt aus. Seit 25 Jahren ist sie Bürgermeisterin, zuerst von der 380-Einwohner-Gemeinde mit Alt Karin, Neu Karin und Danneborth. Seit 2004 von Carinerland, als zehn Dörfer zusammengeschlossen wurden.

„Wir stehen einer Fusion sehr positiv entgegen, wenn von den Bürgern nicht noch ein Veto kommt“, Heike Chrzan-Schmidt, Bürgermeisterin der Gemeinde Carinerland. Quelle: Elke Ehlers

„Wir machen schon viel mit der Gemeinde Kirch Mulsow zusammen, stimmen Termine ab, die Gemeindearbeiter helfen dort mal aus. Der Sportverein ist gemeindeübergreifend aktiv“, sagt Chrzan-Schmidt. Das Interesse an einer Fusion soll mit dem Beschluss der Gemeindevertreter am Mittwoch, 6. Februar, um 19 Uhr im Gemeindehaus in Ravensberg bekräftigt werden. Am Donnerstag sollen dann die Bürger um 19 Uhr im Gemeindehaus in Krempin informiert werden und ihre Meinung äußern.

Die Kirch Mulsower wollen den Beschluss auf der Gemeindevertretersitzung am Dienstag, 5. Februar, um 19.30 Uhr, im Pendlereck in Kirch Mulsow fassen. Eine Einwohnerversammlung ist für den 13. Februar geplant.

Ziel: Fusionsvertrag bis 26. März unterschreiben

Den Fusionsvertrag bis zum 26. März unterschrieben zu haben, sei ein sportliches Ziel, sagt Thomas Jenjahn. Aber die Hochzeitsprämie in Höhe von 100000 Euro, die das Land gebe, wollten die Gemeinden mitnehmen. „Am 27. Februar muss sich der Kreistag dazu äußern.“ Bis dahin solle der Fusionsplan vorliegen.

Sind Gemeindevertreter und Einwohner für eine Fusion werde es nach der Kommunalwahl eine Wahl aus besonderem Anlass geben, kündigt Thomas Jenjahn an. Bei dieser würden der Bürgermeister und die zwei Gemeindevertreter aus Kirch Mulsow für die neu entstandene Gemeinde gewählt werden. Für die Kommunalwahl am 26. Mai müssen die Kandidaten bis zum 12. März stehen. Zu kurzfristig für die neue Gemeinde.

Anja Levien

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