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Bad Doberan Carinerland wird größer
Mecklenburg Bad Doberan Carinerland wird größer
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17:03 12.03.2019
Bürgermeisterin Heike Chrzan-Schmidt und ihr 1. Stellvertreter, Manfred Meyer, unterschreiben den Eingemeindungsvertrag. Quelle: Thomas Hoppe
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Alt Karin/Kirch Muslow

„Ich bin nicht so der Fußballfan, aber ich werde es wohl werden –zumindest ein bisschen“, versprach am Montag die Bürgermeisterin der Gemeinde Carinerland, Heike Chrzan-Schmidt, bei der Vorlage des „Gebietsänderungsvertrages“ mit der Gemeinde Kirch Mulsow. Dort kicken nämlich seit sechs Jahrzehnten Fußballbegeisterte. Von denen waren manche auch 1991 dabei, als aus der BSG Ravensberg der Mulsower SV wurde, der heute in der Landesklasse III auf dem vierten Platz steht.

Fusionen sind für die Mecklenburger in Kirch Mulsow, Clausdorf, Garvensdorf und Steinhagen also nichts Neues: Ab 26. Mai wird auch Ravensberg zu ihrer dann neuen großen Gemeinde gehören und zumindest noch bis September Heike Chrzan-Schmidt ihre Bürgermeisterin sein.

So haben es am Montag die Volksvertreter beider Gemeinden auf ihren jeweiligen Sitzungen einstimmig beschlossen. Die um viele Jahrzehnte ältere Gemeinde Kirch Mulsow wird dann Teil des 2004 aus den Gemeinden Kamin, Karin, Krempin und Ravensberg gebildeten Carinerlands werden. Wenn die Kommunalaufsicht diesen „Gebietsänderungsvertrag“ genehmigt, werden am 25. Mai nur in der Gemeinde Carinerland die Gemeindevertreter gewählt, eine Kommunalwahl in Kirch Mulsow findet dann nicht mehr statt. Dafür sollen am 8. September gemeinsam mit der Bürgermeisterwahl für die neue Großgemeinde zwei Volksvertreter aus dem ehemaligen Mulsower Gemeindegebiet für die letztlich elfköpfige Gemeindevertretung von Carinerland gewählt werden.

„Das Ortsrecht der bisherigen Gemeinden gilt für die jeweiligen Gebiete vorläufig, jedoch bis spätestens 31. Dezember 2019 weiter“, heißt es im Vertrag. „Die neuen Gemeindevertreter können das dann ändern, oder auch nicht“, sagte dazu Heike Chrzan-Schmidt und verwies darauf, dass bereits klar sei, dass die Mulsower Satzung zur Erhebung einer Zweitwohnungssteuer im gesamten Carinerland gelten werde. Für die Kirch Mulsower Ortsteile werde eine gemeinsame dreiköpfige Ortsteilvertretung gebildet, deren Vorsitzender in der Gemeindevertretung und in den Ausschüssen Rede- und Antragsrecht habe.

Von der Fusionszuweisung, die das Land für die neue Gemeinde mit 400 000 Euro bezifferte, sind laut Vertrag je 100 000 Euro zur Verbesserung der Löschwasserversorgung sowie für die Planung und den Grunderwerb für einen straßenbegleitenden Radweg von Ravensberg nach Neubukow vorgesehen. 25 000 Euro sollen der Oberflächensanierung der Gemeindestraße nach Steinhagen dienen. Festgelegt ist zudem, dass bei Inanspruchnahme von Fördermöglichkeiten der Gemeindeanteil aus den Fusionsmitteln beglichen werden soll. Das werde auch bei einem Ausbau der Kreisstraße in Garvensdorf für die Gehweg-Kosten gelten, hieß es. „Aber darauf werden wir wohl ebenso lange warten, wie auf den Ausbau der Kreisstraße in Krempin“, warf die Bürgermeisterin ein.

Das Feuerwehrgebäude und das Sportlerheim in Kirch Mulsow, das Garvensdorfer Backhaus sowie das Gemeindehaus in Clausdorf werden von Carinerland übernommen – „und in der bisherigen Nutzungsart und Form der Bewirtschaftung weitergeführt“. Lediglich das Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Pendlereck“ in Kirch Mulsow und das Wohn- und Geschäftshaus sollen verkauft werden. Die Mulsower Wehr, derzeit mit acht Aktiven, wird in die Feuerwehr von Carinerland eingegliedert. „Das wird nicht einfach: großes Haus, großes Auto“, meinte dazu die Bürgermeisterin und warb für die Eingemeindung um Unterstützung: „Das schafft man nicht allein. Wir werden alle über den Tellerrand hinaus gucken müssen!“

Thomas Hoppe

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