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Bad Doberan Kleine Märkte setzen auf Gemütlichkeit
Mecklenburg Bad Doberan Kleine Märkte setzen auf Gemütlichkeit
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19:00 08.12.2019
Ganz schön aufregend: Fiete (l.) und Luca kamen dem Weihnachtsmann ganz nah – und hatten ihre Wunschzettel mitgebracht. Quelle: Lennart Plottke
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Bad Doberan/Neubukow

So ganz geheuer ist dem kleinen Fiete die Situation offenbar nicht. So nah neben dem Weihnachtsmann zu sitzen – da kann einem schon mal das Herz in die Hose rutschen. Gut, dass mit Luca der große Bruder als Beschützer an seiner Seite ist. „Na – so ruhig kenne ich Dich ja gar nicht“, sagt Knecht Ruprecht, kramt in seiner Jackentasche und lacht. „Aber für Deinen Mut gibt’s jetzt erstmal Schokolade und einen Lutscher.“ Jetzt schnell die Wunschzettel abgegeben – und schleunigst wieder runter vom Schoß.

Dutzende Kinder wollen an diesem Samstag zumindest kurz mit dem Bärtigen sprechen – es ist traditionell einer der Höhepunkte auf dem Doberaner Weihnachtsmarkt. Darüber hinaus sorgen beleuchtete Stände, Karussell und Trampolin sowie auf der Bühne die gelungenen Tanz- und Gesangseinlagen der Kreismusikschüler für Adventsstimmung. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs: der künstliche „Rodelberg“ an der Spitze des Marktes, bei dem es auf weißen Matten per Rutschpartie rasant abwärts geht.

Lebendige Mollistraße bei Besuchern beliebt

Hunderte Münsterstädter und Gäste sind unterwegs, bevölkern Marktplatz, Mollistraße und Alexandrinenplatz. Vor allem in der Mollistraße, auf der sich an rund 25 Ständen regionale Händler und Vereine präsentieren, wird viel gesungen, geschunkelt und getanzt. „Eine tolle Atmosphäre ist das hier“, sagt Carmen Winkler, die sich mit ihrer Familie aus Hohenfelde nach Bad Doberan aufgemacht hat. „Überall duftet es nach Gebäck, Bratwurst und Glühwein.“

O du fröhliche: So weihnachtlich ging es am Wochenende in der Region zu

Für die Versorgung mit heißen Getränken ist einmal mehr auch der Doberaner FC zuständig. „So langsam kommen die Leute“, sagt Clubchef Andreas Jahncke, der mit weiteren Helfern in der roten DFC-Bude steht. „Für die Besucher ist es ja schön, dass das Wetter hält – von mir aus könnte es aber ruhig ein bisschen nieseln.“ Warum das? „Dann würden sie unter unseren Vordach im Trockenen stehen“, erklärt Jahncke und grinst. „Und wir hätten noch mehr Umsatz.“

Das sieht ein Großteil der Spaziergänger naturgemäß etwas anders. „Mir gefällt die Stimmung in dieser Straße am besten“, sagt etwa die Doberanerin Rosemarie Junker. „Es ist generell toll, dass hier während der gesamten Adventszeit Weihnachtsmusik gespielt wird – ich finde es nur schade, dass die Stände nicht das ganze Wochenende stehen bleiben.“

Programm mit viel Liebe zum Detail

Auf dem Marktplatz hat sich der Weihnachtsmann inzwischen wieder in seine Kutsche gesetzt: Nach getaner „Arbeit“ muss Knecht Ruprecht schnell weiter Richtung Steffenshagen – hier warten Groß und Klein schon auf dem kleinen Markt zwischen Feuerwehr und Kulturscheune. Der örtliche Kulturverein gestaltet dieses kleine Fest regelmäßig mit viel Mühe und jeder Menge Mitstreiter; bietet Kinderschminken, Kaffeetafel, Trödelmarkt, Basteln und Stockbrot an. „Ich brauche diese großen Märkte in den Großstädten nicht“, sagt Heinz Kramer aus dem benachbarten Reddelich. „Hier treffe ich bekannte Leute, kann ein bisschen klönen, meinen Glühwein trinken – was will ich mehr?“

Gemütlich geht es auch in Neubukow zu: Auf dem weihnachtlich herausgeputzten Marktplatz werden Mutzen, Gulasch oder Kleinkunst angeboten, die Jüngsten freuen sich über das kleine Karussell, und die Größeren können ihre Kräfte bei „Hau den Lukas“ beweisen. Auf der Bühne erwärmt der Nachwuchs aus der Kita „Gipfelstürmer“ mit Liedern wie „Hänsel und Gretel“ und „Guten Tag ich bin der Nikolaus“ sowie einigen mutig vorgetragenen Gedichten die Herzen der Besucher.

Apropos erwärmen: Am Sonntag kommt der „gewünschte“ Regen inklusive Wind dann doch noch. Da ist die DFC-Bude in der Mollistraße aber längst wieder abgebaut ...

Von Lennart Plottke

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