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Bad Doberan Kompromiss für Heine-Straße in Bad Doberan
Mecklenburg Bad Doberan Kompromiss für Heine-Straße in Bad Doberan
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06:00 24.04.2019
Die Heinrich-Heine-Straße in Bad Doberan ist in einem schlechten baulichen Zustand. Auf dem Gehweg werden die Steine von den Baumwurzeln hochgedrückt. Quelle: Anja Levien
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Bad Doberan

Gehweg, Straße, Parkbereich – die Heinrich-Heine-Straße in Bad Doberan ist in einem schlechten baulichen Zustand und soll saniert werden. Bei Bürgerversammlungen und zuletzt einem Gespräch im Rathaus konnten Anwohner ihre Wünsche einbringen und Meinung äußern. Diskutiert wurde, ob die Straße eine neue Asphaltdecke bekommt oder mit Kopfsteinpflaster ausgelegt wird. Jetzt ist ein Kompromiss erarbeitet worden.

Wie Bürgermeister Jochen Arenz mitteilt, werden die Straße eine durchgehende Asphaltdecke erhalten und die Parkbuchten sowie die Einfahrt Goethestraße mit Kopfsteinpflaster gepflastert werden, vorausgesetzt die Stadtvertretung stimmt dem zu. Diese berät am 29. April darüber. „Der Planer kommt in die Stadtvertretersitzung, falls es Fragen gibt“, so Jochen Arenz. Der Kompromiss sei das Ergebnis der Bürgerbeteiligung.

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Anwohner wenden sich an Bürgermeister

Hintergrund: Einige Anwohner, darunter Franz Berndt und Thomas Fraatz-Rosenfeld, hatten sich nach der Bürgerversammlung, auf der die Pläne vorgestellt wurden, öffentlich an Bürgermeister und Bauausschuss-Mitglieder gewandt. Ihrer Ansicht nach waren ihre Vorschläge, die sie eingereicht hatten, nicht berücksichtigt worden, auf der Bürgerversammlung habe es keine Möglichkeit gegeben, diese zu besprechen. Die zwölf Anwohner wünschen sich Kopfsteinpflaster, um das historische Stadtbild zu erhalten und verweisen auf die Gestaltungssatzung der Stadt. Daraufhin hatte Jochen Arenz zum Gespräch geladen.

Mittlerweile haben dem Bürgermeister Briefe und eine Unterschriftenliste erreicht, auf der weitere Anwohner der Heinrich-Heine-Straße deutlich machen, dass sie eine Sanierung in diesem Jahr wollen sowie eine Asphaltdecke. „Verschiedene Ausbauvarianten für die Sanierung der Heinrich-Heine-Straße und der Feldstraße wurden bereits im Vorfeld, unter anderem auch im Rahmen einer öffentlichen Versammlung am 28. Juni 2018 diskutiert, alle Eigentümer waren aufgefordert, Vorschläge einzureichen“, schreiben Jens und Annett Gamm an die OSTSEE-ZEITUNG. Zwölf Grundstückseigentümer des hinteren Bereichs der Heine-Straße hätten ein Papier erarbeitet. Der Wunsch: Asphaltschicht, Einbahnstraße, breite Fußwege und viel Grün statt vieler Parkplätze.

Konsensvorschlag der Stadt erhält Mehrheit

Bei der Bürgerversammlung im März habe es einen Konsensvorschlag der Stadt gegeben. „Es fand eine Abstimmung zu diesem Vorschlag statt, der mit überwiegender Mehrheit der anwesenden Eigentümer dem Vorschlag der Bauverwaltung folgte und eine weitere Versammlung als nicht notwendig ansah“, so Jens und Annett Gamm. Die Mehrheit sei für eine Teerdecke gewesen. So hatte es auch Bürgermeister Jochen Arenz im Bauausschuss wiedergegeben, dem hatte Franz Berndt widersprochen.

Geld für Straßensanierung nur dieses Jahr verfügbar

Die Eigenmittel der Stadt sind für dieses Jahr in den Haushalt eingestellt, die Maßnahme beim Land angemeldet, das mit Wegfall der Straßenausbaubeiträge die Kosten übernimmt, die sonst die Anwohner gezahlt hätten. Stimmen die Stadtvertreter dem Bauvorhaben nicht zu, müsse der Eigenanteil im nächsten Jahr in den Haushalt eingestellt werden, erläutert Arenz. Das Problem: Das Geld könne nicht einfach aus diesem Jahr ins nächste übertragen werden. Als Straßensanierungen seien bereits der Kollbruchweg und die Thünenstraße geplant, später dann der Hasenberg. „Wir könnten dann erst 2023 die Heinestraße machen.“

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Anja Levien

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