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Bad Doberan Kopfüber auf dem Holzpferd in Satow
Mecklenburg Bad Doberan Kopfüber auf dem Holzpferd in Satow
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17:14 31.03.2019
Elisa Bera (10) voltigiert bereits seit sechs Jahren. Am Samstag belegte sie in Satow den ersten Platz in der Einzelkür. Quelle: Cora Meyer
Satow

„Ein Spagat sollte schon locker sitzen“, sagt Trainerin Hennrika Nehls. „Und dann geht es aufs Pferd!“ Und welche Kunststücke sie dort noch so können, zeigten etwa 300 Nachwuchssportler am Wochenende in Satow – auf einem Holzpferd. „Weil es sich nicht bewegt, kann ich hier mehr zeigen, was ich kann“, sagt Elisa Bera. Die Zehnjährige voltigiert bereits seit sechs Jahren. Mit ihrer Einzelkür belegte sie am Samstag in Satow den ersten Platz. „Von 21 Teilnehmern“, sagt sie stolz.

Bei dem Turnier sind Vereine aus ganz Mecklenburg vertreten. Sie schicken Einzelreiter, Duos oder Gruppen an den Start. Eine davon turnte im Tarzankostüm. „Bei so einem Holzpferdturnier macht man auch mal was, was Spaß macht“, sagt Hennrika Nehls, die die Voltigiergruppe in Satow 1999 mit aufgebaut hat.

Für die Sportler sind sie allerdings sehr wichtig. Hier bekämen sie ein Gefühl dafür, wie sie im Wettkampf auf dem Pferd abschneiden würden, sagt die Trainerin. „Außerdem lassen sich neue Küren auf dem Holzpferd besser erarbeiten.“ Deshalb – und um die Pferde zu schonen – nutzten viele Vereine im Winter dieses Trainingsgerät. „Erst wenn alles sitzt, geht es aufs Pferd.“ Darüber hinaus ist eine gewissen Anzahl an Holzpferdturnieren Pflicht für die Sportler, die vom Nachwuchs- in den Leistungsbereich einsteigen wollen.

Die jüngsten, die in Satow an den Start gehen, sind vier Jahre alt. In diesem Alter würden die Kinder langsam an den Sport herangeführt. „Die Nachfrage ist sehr groß“, sagt Hennrika Nehls. Schwieriger würde es, wenn die jungen Leute durch Schule oder eine Ausbildung weniger Zeit für den Sport hätten. „Zweimal in der Woche sollte man schon trainieren, wenn man zu Wettbewerben möchte.“

Elisa trainiert mittwochs und freitags, zusätzlich übt sie zu Hause auf einem eigenen Holzpferd. Ihre Mutter brachte die Zehnjährige auf die Idee mit dem Voltigieren. „Ich fand es sofort toll. Es ist nicht nur Turnen, sondern man lernt auch, das Pferd zu verstehen.“ Das nähme ihr auch die Angst vor den akrobatischen Übungen auf dem Rücken des Tieres.

Fünf Pferde zum Voltigieren hat der Satower Reit- und Fahrverein. „Wir würden gerne eine Reithalle bauen“, sagt Hennrika Nehls. „Aber dazu fehlen uns momentan noch die finanziellen Möglichkeiten.“ An der Organisation des Holzpferdturniers beteiligt sich der gesamte Verein – Sportler, Eltern, Freunde. „Uns ist es wichtig, den jungen Leuten zu vermitteln, dass sie sich für eine gute Sache engagieren.“

Das Holzpferdturnier in Satow ist das letzte in diesem Jahr, beim nächsten Wettbewerb wird wieder geritten.

Cora Meyer

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