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Bad Doberan Kröpelin löst Vertrag mit Wohnungsverwaltung Wig
Mecklenburg Bad Doberan Kröpelin löst Vertrag mit Wohnungsverwaltung Wig
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17:48 19.11.2019
Der Wohnblock in der Lindenstraße in Kröpelin gehört der Stadt. Ab 1. Januar wird sie die Verwaltung übernehmen. Quelle: Anja Levien
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Kröpelin

Paukenschlag in Kröpelin: Nach mehr als 20 Jahren hat die Stadt entschieden, den Vertrag mit der Wohnungsbau- und Investitionsgesellschaft Bad Doberan (Wig) nicht zu verlängern. Diese hatte die städtischen Wohnungsimmobilien seit 1998 verwaltet. Kröpelin wird die Wohnungsverwaltung zum 1. Januar selbst übernehmen und stockt dafür im Rathaus auf.

Die Stadtvertretung hatte dem mehrheitlich zugestimmt, die Mieter sind informiert. „Wir werden ab 1. Dezember das operative Geschäft übernehmen, ab 1. Januar dann auch die Buchhaltung“, informiert Bürgermeister Thomas Gutteck (parteilos). Betroffen von dem Wechsel sind 210 Mieter.

„Wir erhoffen uns dadurch mehr Service für den Bürger, weil wir mehr Ansprechpartner vor Ort haben.“ Die Stadt möchte mit dem Schritt mehr Bürgernähe herstellen. Beschwerden, Mängel, Anregungen – alles kann künftig direkt in Kröpelin angebracht werden. Eine Fahrt nach Bad Doberan, die für viele auch eine Hürde gewesen sein könnte, entfällt dann.

Kontrolle über Abläufe wie Sanierungen

Zwar hatte die Wig Sprechstunden in Kröpelin angeboten, „das war zuletzt aber auch weniger geworden“, sagt Stadtvertretervorsteher Veikko Hackendahl (CDU). „Die Mieter brauchen einen Ansprechpartner. Wir sind überzeugt, dass wir das bei uns in der Stadtverwaltung leisten können und die Erreichbarkeit vor Ort besser gewährleisten können.“ Zudem habe die Stadt so auch mehr Kontrolle über die Abläufe, was beispielsweise Mietrückstände oder Sanierungen betreffe.

Zudem sei laut Thomas Gutteck eine Kostenanalyse gemacht worden. Diese habe ergeben, dass es keinen großen Unterschied mache, ob die Verwaltung in Eigenregie erfolge oder fremd vergeben werde.

„Zwei Mitarbeiter aus der Verwaltung werden dafür zuständig sein“, so Gutteck. Für die Mehrarbeit, die dadurch im Rathaus entsteht, wurde eine Stelle neu ausgeschrieben.

Wohnungsverwaltung zieht ins Rathaus ein

Die Räume im Rathaus, die einen gesonderten Eingang haben und in denen früher die Polizei saß, würden derzeit renoviert. Hier zieht die städtische Wohnungsverwaltung ein. Eine extra Rechtsform werde laut Thomas Gutteck aber nicht gegründet. Anders als in Bad Doberan oder Neubukow wird es keine stadteigene Wohnungsgesellschaft geben.

Mieten, Nutzung, Sanierung, Neuvermietung – das alles wird künftig von der Stadt verwaltet. Im Besitz dieser ist der Wohnblock in der Lindenstraße, Mehrfamilienhäuser Am Kamp/Grüner Weg sowie Wohnungen in der Straße des Friedens. Hohen Leerstand gebe es laut Thomas Gutteck nicht. Vier bis fünf Wohnungen seien frei. „Wir werden auch gezielt auf die Mieter zugehen und Ortsbesuche machen“, so Gutteck. Jeder Mangel würde aufgenommen.

Dass der Vertrag nicht verlängert wird, kam für Wig-Geschäftsführer Arno Gutzmer nicht überraschend. Er sei auf die Stadt zugegangen und wollte, dass der Vertrag überarbeitet werde. „Wir haben in den 20 Jahren keine Preisanpassung gehabt“, sagt er. Doch da sei man sich mit der Stadt nicht nähergekommen. Er könne nachvollziehen, dass sich Unzufriedenheiten aufgebaut hätten. Doch Leistungen müssten auch bezahlbar sein und die Wig habe sich an den Vertrag gehalten.

Von Anja Levien

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