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Bad Doberan Kröpelins Stadtbach wird gebändigt
Mecklenburg Bad Doberan Kröpelins Stadtbach wird gebändigt
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17:57 30.07.2019
Hochwasser in der Bützower Straße von Kröpelin im Jahr 2014. Solche Überflutungen sollen der Vergangenheit angehören. Quelle: Thomas Hoppe
Kröpelin

„Das wird eine etwas größere Baumaßnahme, die natürlich auch die eine oder andere Einschränkung mit sich bringt“, führte Kröpelins Bürgermeister, Thomas Gutteck, am Montagabend die Einwohnerversammlung zum bevorstehenden Hochwasserschutzprojekt des „Wasser- und Bodenverbandes Hellbach-Conventer Niederung“ in der hiesigen Bützower Straße ein. Vor 30 Bürgern gaben dann vor allem der Inhaber des Bad Doberaner Ingenieurbüros für Hoch- und Tiefbauplanungen, Diplomingenieur Detlef Isernhagen, der Leiter der zuständigen Straßenmeisterei Christian Bera und ein Mitarbeiter der Straßenbaufirma Eurovia wichtige Erläuterungen zu den geplanten Bauabschnitten.

Der Fernverkehr von der Autobahn nach Kühlungsborn und Rerik soll in dieser Zeit weiträumig um Kröpelin herumgeleitet werden – ab dem Kreisel Satow über die Landesstraße 11 via Passee, Moitin nach Neubukow. Anlieger und der landwirtschaftliche Verkehr werden nach Abschluss des ersten Abschnitts, der keinerlei Straßensperrung nötig machen soll, per Ampelanlage einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet – bis auf die geplanten zwei, drei Tage für die Straßendeckenerneuerung.

Bürgermeister Thomas Gutteck kündigte dazu konkrete öffentliche Bekanntmachungen an.

Der Starttermin der Arbeiten nahe der Bützower Straße 94 hätte sich durch eine nötige Anpassung der finanziellen Förderung um vier Wochen verzögert. So könne es passieren – auch durch lange Lieferzeiten für bestimmte Baumaterialien –, dass man trotz des weiter ins Auge gefassten, ehrgeizigen Ziels, in diesem Jahr die gesamte Maßnahme abzuschließen, mit dem endgültigen Deckenschluss erst im Frühjahr 2020 fertig werde, wie Detlef Isernhagen einräumte. Die Asphaltwerke würde im März wieder öffnen.

Als Baustraße entstehe auf der rechten Seite der Bützower Straße (nahe der Nummer 90) eine kurze Asphaltpiste, die auch nach Abschluss der Baumaßnahme dort verbleiben werde.

Wie der Mitarbeiter von Eurovia ausführte, brauche sich niemand wundern, dass in manchen Arbeitsschritten hin- und wieder zurückgebaut werde: „Das ist schon sehr gut durchdacht“ – man müsse ja das Wasser des Bachs schadlos auf die andere Seite bringen und parallel am alten Wasserlauf arbeiten. Zwar werde die Baustelle mit Schrankenschutzzäunen abgesperrt, doch es werde ja auch Baugerät bewegt. Deshalb appellierte der Straßenbauer an die Bürger: „Immer mit offenen Augen vorbeigehen und gucken, wo wir unterwegs sind. Im Falle eines Falles mit den Fahrern Blickkontakt halten.“

Betroffene Anwohner sollten sich stets mit allen ihren Fragen und Problemen, die das Baugeschehen betreffen, an den Polier oder den Meister vor Ort wenden. Zur Frage der Müllentsorgung hieß es, dass die Tonnen von Mitarbeitern der Baufirma an den betreffenden Tagen abgeholt und wieder zurückgebracht würden: „Bitte beschriften Sie dafür Ihre Tonnen mit der zugehörigen Hausnummer!“

Obwohl es eine „wirklich knackige“ Vorflutsicherungsbemessung gegeben hätte, hoffen die Bauleute, dass es nicht gerade während der Bauphasen ein neues Jahrhunderthochwasser gebe: „Wir haben ein mittleres Hochwasser als Maßstab für die Sicherungsmaßnahmen genommen.“

Juliane Brüsehaver, Anwohnerin: „Die können doch nicht die alten Bürgersteigplatten wieder hinlegen. Das geht doch nicht!“ Quelle: Thomas Hoppe

Der Stadtbach wird künftig in einem Rohr mit 1,40 Metern Durchmesser unter der Bützower entlangströmen. Wie es weiter hieß, würde dank des Einsatzes vom Leiter der Straßenmeisterei, Christian Bera, und des bisherigen Bauamtsleiters, Rüdiger Kropp, auch die „marode Oberdecke“ der unmittelbar am Neuaufbauabschnitt (dort, wo das neue Rohr entlangläuft) anschließt, (bis zum Abzweig Hasenberg) saniert. Eine Seite des Bürgersteigs werde erneuert, die andere Seite „wegen der angespannten Haushaltslage“ lediglich saniert, nachdem Regenanschlüsse verlegt wurden. Die „DDR-Platten“-Sanierung wurde von mehreren Bürgern kritisiert: „Das hätte man doch gleich alles neu machen müssen, zumal die Hälfte jetzt schon kaputt ist!“

Thomas Hoppe

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