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Bad Doberan Kühlungsborn bekommt Seniorenheim in bester Lage
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn bekommt Seniorenheim in bester Lage
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10:23 12.09.2019
Pflegedienstleiterin Katrin Volgmann-Röckert (v.l.), Awo-Geschäftsführer André Träder und die Heimleiterin Elfriede Pilgrim haben auf der Baustelle noch viel zu besprechen. Quelle: Cora Meyer
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Kühlungsborn

Älter werden in Strandnähe: In der Hermannstraße entsteht ein neues Pflegeheim. Geplant sind insgesamt 57 Plätze auf drei Etagen. Betreiber ist die Arbeiterwohlfahrt (Awo). „Wir gehen davon aus, dass wir Mitte November eröffnen können“, sagt Geschäftsführer André Träder.

Auch Kurzzeitpflege geplant

Zunächst soll die erste Etage vermietet werden, dann die zweite. Insgesamt wird es drei Doppelzimmer und 51 Einzelzimmer geben, teilweise mit Balkon oder Terrasse. In der obersten Etage entstehen 14 Plätze für die Kurzzeitpflege. Dort können ab dem kommenden Jahr Patienten betreut werden, deren Pflegepersonen aus den unterschiedlichsten Gründen vorübergehend nicht verfügbar sind. Es sei auch möglich, dass pflegebedürftige Menschen während des Urlaubs in Kühlungsborn in der Hermannstraße betreut würden. Aber: „Das hier ist kein Hotel“, sagt Elfriede Pilgrim, die neben dem Seniorenzentrum in Kröpelin auch das Haus in Kühlungsborn leiten wird. Die Bewohner werden zwar von der Awo mit Essen versorgt, es gebe aber auch Gemeinschaftsküchen, in denen sie sich selbst etwas zubereiten oder gemeinsam kochen und backen können. „Die Bewohner sollen hier leben.“ Dazu gehöre beispielsweise auch, für Besucher selbst Kuchen vom Bäcker zu holen. Bis dahin sind es von der Seniorenresidenz nur wenige Meter.

Lage ist ein Glücksfall

„Die Lage ist perfekt, sagt Katrin Volgmann-Röchert, die die Pflegedienstleitung übernimmt. „Der Strand ist nicht weit, der Bäderexpress schnell erreichbar.“ Außerdem sei der Awo-Seniorentreff ganz in der Nähe.

„Dass die Arbeiterwohlfahrt das Haus in solch exponierter Lage betreiben kann, ist ein Glücksfall“, sagt André Träder. Der Bauherr, Rechtsanwalt Roland Hoinka, sei auf die Awo zugekommen. „Nach Abstimmungen mit der Geschäftsführung haben wir uns dann dazu entschlossen, das anzunehmen.“ Ein Vorteil sei auch gewesen, dass Elfriede Pilgrim ihn bereits kannte: „Ich war mal Mieterin bei ihm und habe ihn immer als sehr fair erlebt.“

Die Plätze in der Seniorenresidenz sind schon jetzt begehrt: „Ohne Werbung gemacht zu haben, haben wir bereits 40 Anmeldungen“, sagt Elfriede Pilgrim. Ein wenig problematisch sei, dass man den künftigen Bewohnern noch nicht auf Heller und Pfennig sagen könne, was der Platz kosten werde. „Die dafür nötigen Verhandlungen mit dem Land und der Pflegekasse laufen noch.“

Mitarbeiter werden noch gesucht

Um die Bewohner sollen sich insgesamt 35 Mitarbeiter kümmern. Noch sind nicht alle Stellen besetzt. „Wir werden etwa mit der Hälfte starten“, sagt Katrin Volgmann-Röchert. Besonders dringend würde noch eine Fachkraft zur Wohnbereichsleitung gesucht. „Personal zu finden, ist nicht ganz einfach“, sagt Elfriede Pilgrim. Oft würde es daran scheitern, dass die Bewerber keine bezahlbare Wohnung in Kühlungsborn finden. Auch Parkplätze seien rar. Im Haus selbst gibt es eine kleine Tiefgarage. Außerdem hat die Awo am Grünen Weg Parkplätze gemietet. „Von dort aus bieten wir einen Shuttle an.“ Unterstützt würden die Mitarbeiter durch Ehrenamtler. „Das geht vom Einräumen der Teller bis zur anfänglichen Begleitung der Senioren“, sagt Elfriede Pilgrim. Der Awo sei es wichtig, dass gerade Senioren, die nicht aus Kühlungsborn kommen, sich sofort gut aufgehoben fühlten. Dabei helfe auch, dass die Bewohner Teile der eigenen Einrichtung mit ins Heim bringen könnten. „Die Zimmer sind nur mit Bett, Schrank und Nachttisch ausgerüstet“, sagt die Pflegedienstleiterin. Diese müssten speziellen Anforderungen genügen. Unsere Betten sind zum Beispiel von unten beleuchtet. „Wir lassen das alles extra anfertigen.“

Senioren haben jetzt die Wahl

„In der Seniorenresidenz in der Hermannstraße können wir alle Pflegegrade bedienen“, sagt Katrin Volgmann-Röckert. Eine Ausnahme seien Demenzkranke. Die müssten weiterhin in der Einrichtung in Kröpelin betreut werden, sagt Elfriede Pilgrim. „Andere Interessenten für einen Pflegeplatz könnten sich aber nun entscheiden, ob sie den Trubel in Kühlungsborn wollen oder die Abgeschiedenheit in Kröpelin.“

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Über die Autorin

Von Cora Meyer

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