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Bad Doberan Kühlungsborn debattiert über Schulpläne des Landkreises
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn debattiert über Schulpläne des Landkreises
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10:23 22.11.2019
Der Landkreis Rostock möchte die Einzugsgebiete für Schulen anpassen. Quelle: Frank Söllner
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Kühlungsborn

Das Vorhaben des Landkreises, Grundschüler aus der Nachbargemeinde Bastorf ab dem Schuljahr 2020/21 in der Grundschule Rerik, statt in Kühlungsborn lernen zu lassen, beschäftigte am Mittwoch die Mitglieder des Sozialausschusses der Kühlungsborner Stadtvertretung. Hauptamtsleiterin Stefanie Zielinksi berichtete über den aktuellen Stand der Planung des Kreises und informierte über die Stellungnahmen der Stadt Kühlungsborn sowie der Grundschule.

Hintergrund: Bisher werden Bastorfer Kinder in Kühlungsborn unterrichtet. Geht es nach der neuen Planung des Landkreises, soll der Nachwuchs aus Bastorf und Kägsdorf dann nach Rerik, aus Mechelsdorf und Hohen Niendorf nach Kühlungsborn.

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In der Stellungnahme wurde auf den kürzeren Schulweg und auf bestehende soziale Kontakte insbesondere der Bastorfer Kinder verwiesen. Änderungen, nach denen Rerik bald Schulstandort für Kinder aus Ortsteilen der Gemeinde Biendorf sowie aus dem Bastorfer Ortsteil Kägsdorf sein soll, sei im Interesse der Bestandsfähigkeit der Reriker Schule zugestimmt worden. Für Kinder aus dem Ortsteil Bastorf wurde vorgeschlagen, diese in Kühlungsborn zu belassen.

Einwände wurden nicht berücksichtigt

„In der Abwägung durch den Landkreis wurden die Einwände nicht berücksichtigt“, erklärte Stefanie Zielinski und zitierte aus der Abwägung, dass die Bustour für Bastorfer Grundschüler nach Rerik dann statt bisher um 7.17 Uhr erst um 7.35 Uhr starten würde. Der längere Schulweg wirke sich nicht negativ auf die zeitliche Beförderung aus, so die Begründung vom Landkreis.

Stadtvertreter Gerd Susemihl (HGV) kritisierte dies: „Die Bastorfer sind für mich gefühlt Kühlungsborner. Warum entscheidet eine Behörde entgegen aller sozialer Bindungen? Das kann sich auch negativ auf die Arbeit unserer Vereine auswirken, die Bastorfer Kinder in ihren Reihen haben.“ Corinna Hülsmann (SPD) meinte, sie sei auch dafür, dass der Schulstandort in Rerik erhalten werde, aber sie wisse auch, dass Bastorf ein Ort sei, wo nicht wenige Kühlungsborner hingezogen seien.

Dr. Klaus Gerhard (Die Linke) warf ein, dass das Argument, einen Schulstandort zu erhalten, in diesem Fall wohl schwerer wiege. Amtsleiterin Zielinski verwies darauf, dass Eltern auch die Möglichkeit haben, Ausnahmen für ihre Kinder zu erwirken, wenn Gründe für das Lernen an einer anderen Schule vorliegen. Der Kreistag will am 4. Dezember über die „Satzung über die Festlegung von Schuleinzugsbereichen“ entscheiden.

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Von Rolf Barkhorn

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