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00:00 17.11.2017
In der Gemeinde Wittenbeck wird am 4. Februar ein neuer Bürgermeister gewählt. Quelle: Fotos: Lutz Werner (4), Andreas Meyer (1), Privat (1)
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Wittenbeck

Die Bürger der Gemeinde Wittenbeck sind aufgerufen, am 4. Februar einen neuen ehrenamtlichen Bürgermeister zu wählen. Die vorgezogene Neuwahl wird nötig, weil die bisherige Amtsinhaberin Annette Fink (parteilos) in der Sitzung der Gemeindevertreter vom September überraschend ihren Rücktritt erklärt hatte, der zum 1. Oktober wirksam wurde.

Die Bürger der Gemeinde Wittenbeck wählen einen neuen Bürgermeister. Fünf Kandidaten treten am 4. Februar an.

Seit Dienstag 16 Uhr – da endete die Frist für Bewerber – stehen die Kandidaten fest, die bei der Wahl antreten werden, um neuer Bürgermeister der Gemeinde Wittenbeck zu werden. Das sind: Jürgen Sattler (62), Rechtsanwalt. Er geht für die CDU ins Rennen. Die anderen vier Kandidaten sind Einzelbewerber, die sich bei dieser Wahl nicht an eine Partei oder Wählergruppe binden: Dirk Stübs (50), Angestellter, Steffen Lange (44), Gerätewart für Feuerwehrtechnik, Thomas Zietz (48), Techniker, Kai Eppert (36), Betriebswirt in einem Software-Unternehmen.

Sattler, Stübs, Lange und Zietz sind Mitglieder der Gemeindevertretung. Dirk Stübs ist derzeit – nach dem Rücktritt von Annette Fink – der amtierende Bürgermeister der Gemeinde. Kai Eppert ist als Kommunalpolitiker bisher noch ein unbeschriebenes Blatt.

„Ich denke, dass wir keine Veränderungen mehr erleben werden. Aber endgültig bestätigt und zugelassen werden die Kandidaten erst in der öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses am 21. November ab 17 Uhr im Amt Bad Doberan-Land. Dazu ist jeder Interessierte willkommen“, erklärt Michael Theis, der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes. Am gleichen Tag beginnt um 19 Uhr im Gebäude der Feuerwehr in Wittenbeck eine öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung. „Dabei werden wir natürlich über das Ergebnis der Sitzung des Wahlausschusses informieren“, so Theis.

Seit dem 13. Oktober konnten die Kandidaten ihre Bewerbungsunterlagen beim Amt einreichen. Stübs und Sattler taten dies sehr schnell. Lange, Zietz und Eppert brauchten länger für diese Entscheidung.

Sie wären schon kurz nach dem Rücktritt von Annette Fink von Einwohnern immer wieder angesprochen worden, die sie zu einer Kandidatur ermutigt hätten, sagten Sattler und Stübs, nachdem sie ihre Unterlagen abgegeben hatten. „Für mich war sofort klar, dass ich antrete. Aber ich wollter in Gesprächen mit der Familie, Freunden und der Feuerwehr erst erkunden, wie sie dazu stehen. Dann habe ich die Unterlagen eingereicht“, so Steffen Lange. „Für Kommunalpolitik habe ich mich schon immer interessiert und denke, dass jetzt für mich die Zeit gekommen ist, die Entwicklung in Wittenbeck mitzugestalten“, erklärt Eppert. Bei fünf Kandidaten ist es – der Erfahrung nach – ziemlich unwahrscheinlich, dass einer von ihnen im ersten Wahlgang am 4. Februar die absolute Mehrheit von 50 Prozent der abgegebenen Stimmen plus wenigstens einer weiteren erhält. „Es kann schon mit einer Stichwahl gerechnet werden. Sie ist dann zwei Wochen später, am 18. Februar“, so Theis.

Mit Genehmigung des Innenministeriums sei die Wahlzeit verkürzt worden. Gewählt werden kann jeweils von 9 bis 17 Uhr im Gemeindezentrum am Sportplatz, „um die Ehrenamtler im Wahlausschuss, die schon bei der Bundestagswahl ran mussten, nicht über Gebühr zu beanspruchen“, erklärt Michael Theis. Die große Anzahl an Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl in einer kleinen Gemeinde überrascht ihn: „So viele hatten wir im Amtsbereich noch nie.“

Fakten zur Gemeinde

770 Wahlberechtigte gibt es in der Gemeinde Wittenbeck – rund gerechnet. Bei der Wahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters am 4. Februar sind alle Wittenbecker Bürger ab dem 16. Lebensjahr wahlberechtigt.

827 Einwohner hat die Gemeinde Wittenbeck nach Angaben des Amtes Bad Doberan-Land. Sie besteht aus den Dörfern Wittenbeck, Klein Bollhagen und Hinter Bollhagen, hat eine Fläche von 9,94 Quadratkilometern und ist jeweils ca. vier Kilometer von Kühlungsborn und Heiligendamm entfernt.

Lutz Werner

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