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Kühlungsborn Strand-Konzept: Alle sollen mitreden
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn Strand-Konzept: Alle sollen mitreden
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00:00 18.11.2017
Das Ostseebad Kühlungsborn möchte seinen ausgedehnten Strand vielfältiger nutzen. Dazu wird ein Konzept erarbeitet. In einer Online-Umfrage zum Thema haben die Kühlungsborner und ihre Gäste die Möglichkeit, ihre Ideen und Anregungen einzubringen. Quelle: Foto: Renè Legrand/tsk (1), Lutz Werner (2)
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Kühlungsborn

Die Nutzung des Kühlungsborner Strandes soll zeitgemäßer und moderner werden. Nicht nur Strandkörbe, Strandmuscheln und Badehandtücher sollen dort künftig das Bild prägen. Diskutiert wird – seit Längerem schon – über einen Event-Strand mit fest installierter Infrastruktur zwischen Hafen und Seebrücke, die ohne großen Aufwand immer wieder für größere Open-Air-Veranstaltungen am Meer genutzt werden kann. Auch an ein oder zwei hochwertige Strandlounges – Barbetrieb direkt auf dem Strand – wird gedacht. Und an große Hochzeits-Events und Gastronomie-Service an den Strandkörben.

Online-Befragung auf Kühlungsborner Internet-Seite / Einwohner können Wünsche äußern

Dafür wird mit großem Aufwand ein neues Strandnutzungskonzept erarbeitet, das auch die Entwicklung auf der Promenade berücksichtigen soll. Federführend ist dabei die Firma GLC Glücksburg Consulting AG, die auch Kühlungsborns Tourismus-Konzept erarbeitet hat. Gut 30000 Euro wird das kosten und Ende 2018 soll das Konzept stehen und von der Stadtvertretung beschlossen werden. Und dann in den folgenden Jahren schrittweise umgesetzt werden. „Der Strand ist unser wichtigstes, den Charakter des Ortes prägendes touristisches Gut. Diese Konzeption muss daher unter breitester Beteiligung der Öffentlichkeit erarbeitet werden. Nicht nur Planer, Stadtvertreter und die Verwaltung, sondern alle, die an diesem Thema interessiert sind, sollen dabei ihre Vorschläge und Überlegungen einbringen können – Kühlungsborner Einwohner und Gewerbetreibende, Gäste, Tagesbesucher“, erklärt Vize-Bürgermeister Dirk Lahser.

Damit es eine breite Diskussion um die künftige Nutzung des Strandes geben kann, hat Rathaus-Mitarbeiter Philipp Reimer vor ein paar Tagen eine Online-Umfrage ins Netz gestellt, die von Glücksburg Consulting erarbeitet wurde. Wer dabei mitmachen möchte, kann 18 verschiedene Fragenkomplexe beantworten und hat zusätzlich die Möglichkeit, auf einer Dialog-Plattform weitere Überlegungen zum Thema per E-Mail abzusenden. Die 18 Fragebögen reichen von der Bewertung des Ist-Zustandes des Strandes und der Promenade bis hin zu möglichen Neuerungen und deren künftigen Standorten.

„Die Befragung wird noch bis weit in die Saison 2018 im Netz stehen, damit wir auch die Meinung vieler Urlauber einholen können“, so Lahser. „Es ist das erste Mal, dass in Kühlungsborn zu einem Thema der Stadtentwicklung eine Online-Umfrage gemacht wird“, erklärt Philipp Reimer den Pilot-Charakter der Geschichte. Das habe Vorteile. Jeder, der mitmachen möchte, kann das ohne großen Aufwand tun, wann immer er dafür Zeit und Lust hat. Und über die Dialog-Plattform immer wieder neue Ideen oder auch Kritiken formulieren. Der Nachteil: Nicht alle Menschen sind fit in Sachen Computer und Internet und „ein Online-Forum kann nicht die persönliche Diskussion der Leute untereinander ersetzen“, so Reimer.

Doch auch daran ist gedacht. „Im Verlauf der ersten Hälfte des kommenden Jahres wird es mehrere öffentliche Workshops zur künftigen Nutzung des Strandes geben. Dabei werden auch die dann vorliegenden Ergebnisse der Online-Befragung einbezogen. Zu diesen Workshops kann jeder Interessierte kommen und dort mit Experten, Stadtvertretern und der Verwaltung diskutieren“, so Lahser.

In diesen Workshops soll auch vor breiter Öffentlichkeit darüber gesprochen werden, „was von den vielen Ideen und Wünschen, die es für den Strand gibt, bau-, naturschutz- und ordnungsrechtlich umsetzbar ist“, sagt Lahser weiter. Denn bei dem Thema reden auch Kreis- und Landesbehörden mit.

„Am Ende sollen alle das Gefühl haben: Das ist unsere Strand-Konzeption, an der wir mitgewirkt haben. Es geht um breiteste Bürgerbeteiligung und Transparenz bei diesem für Kühlungsborn existenziellen Thema. Die Online-Umfrage ist dazu ein sehr guter Beitrag“, sagt Hans-Joachim Ollhoff, der Vorsitzende des Bauausschusses der Stadtvertretung. Er hatte sich „schon vor Tagen dort durchgeklickt“ und hofft nun, „das viele Kühlungsborner mitmachen und auch die Gäste darauf aufmerksam werden“.

Internet: Online-Umfrage unter www.strandkonzept-kuehlungsborn.de

Lutz Werner

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