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Bad Doberan Stadtvertreter sollen Schwimmhallen-Standort festlegen
Mecklenburg Bad Doberan Stadtvertreter sollen Schwimmhallen-Standort festlegen
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06:00 03.04.2019
Eine Schwimmhalle für das Ostseebad Kühlungsborn könnten im B-Plan-Gebiet 25 am Grünen Weg entstehen. Die Stadtvertreter sollen sich mit einem Grundsatzbeschluss jetzt darauf festlegen. Quelle: Anja Levien
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Kühlungsborn

Einen Grundsatzbeschluss zum Standort für eine neue Schwimmhalle im Ostseebad Kühlungsborn und die Gründung einer Arbeitsgruppe – das sind die Ziele, die sich die Teilnehmer der vierten Gesprächsrunde am Montag gesetzt haben. Zum Treffen hatte der Förderverein Meerwasserschwimmhalle Kühlungsborn Kommunalpolitiker, sachkundige Einwohner und den Bürgermeister ins Hotel Poseidon eingeladen. Der Verein setzt sich seit Jahren für eine Schwimmhalle im Ostseebad ein. Bürgermeister Rüdiger Kozian legte zwei Gutachten zum Thema vor.

Bereits bei der vergangenen Zusammenkunft im Dezember 2018 war über den Standort – Baltic-Platz oder am Grünen Weg (B-Plan 25) – gesprochen worden. Ein Gutachten sollte Aufschluss geben. Parkplätze, Auslastung, Zielgruppe und Wirtschaftlichkeit sollten betrachtet werden. Denn es gehe nicht nur darum, eine Schwimmhalle zu bauen, sondern auch der Betrieb müsse sich rechnen.

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Zwei Gutachten liegen der Verwaltung vor

„Wir haben Unterlagen, auf die wir Bezug nehmen können“, sagt Kozian. Zwei Gutachten liegen der Stadt vor. Das erste stammt aus dem Jahr 2002 und analysiert das Besucherpotenzial. Einzige Veränderung zu heute sei laut Kozian die Anzahl der Übernachtungen. Diese sei um 1,5 Millionen auf 2,5 im Jahr gestiegen. Ein zweites Gutachten stammt aus dem Jahr 2010 und war vom Kühlungsborner Hotel Morada in Auftrag gegeben worden. Beide Gutachten ähnelten sich und kämen zum Schluss, dass sich ein Schwimmbad in Kühlungsborn rechnet, informiert Kozian.

„Eine Schwimmhalle steht uns gut zu Gesicht und passt ins Tourismuskonzept, wird sogar gefordert“, sagt der Rathauschef. Mit einer neuen Halle würde der Schwimmsport für Kinder und Jugendliche attraktiver werden, die heute keine Prüfungen im Ostseebad ablegen können, weil in der Morada-Schwimmhalle die technischen Voraussetzungen nicht erfüllt sind.

Verwaltung bevorzugt Standort am Grünen Weg

„Nach wie vor privilegieren wir verwaltungsseitig das Modell, dass ein Investor gesucht wird. Wir bevorzugen den Standort im B-Plan 25.“ Zur Diskussion steht auch immer wieder der einstige Standort der Meerwasserschwimmhalle neben der Villa Baltic im Ortsteil West. „Wenn wir sagen, da muss eine Schwimmhalle hin, ist das der Todesstoß für die Villa Baltic“, sagt Kozian, der andeutete, dass es Interessenten für die Villa gebe.

Und: „Wir brauchen hier dann viele Parkplätze, die jetzt schon nicht mal da sind.“ Zudem seien die Grundstückspreise im B-Plan-Gebiet 25 günstiger und so auch für Investoren attraktiver. „Wenn wir sicher sind, dass wir da bauen, dann können wir die Ausschreibung vornehmen. Ich würde daher gerne einen Grundsatzbeschluss fassen.“

Vierte Gesprächsrunde zur Schwimmhalle in Kühlungsborn (v.l.): Wolfgang Stange, Corinna Hülsmann, Carsten Gieseke, Uwe Ziesig, Inge Hagen-Heyde, Lars Zacher, Uwe Neisius, Wolfgang Kraatz, Rüdiger Kozian, Petra Müller Quelle: Anja Levien

Darauf einigten sich dann auch die Anwesenden. „Wir hatten bei beiden Standorten gesagt, wir verschließen uns nicht. Aber ich denke auch, es wäre der Todesstoß für die Villa Baltic“, sagt Lars Zacher (CDU). „Wir sollten über den Standort abstimmen lassen.“ Solange die Zukunft der Villa Baltic nicht gelöst sei, würden einige am Standort festhalten, so Corinna Hülsmann (SPD). Der Standort direkt am Wasser sei aufgrund der Grundstückspreise nicht mehr darstellbar, hinzu käme das Parkplatzproblem, sagt Carsten Gieseke (UWG). „Wir haben ein erschlossenes Gebiet und können anfangen. Wir sollten den Standort jetzt festlegen“, sagt auch Wolfgang Stange, Stadtvertreter (UWG) und ehemaliger Bauamtsleiter.

Ausstattung, Ausrichtung: Arbeitsgruppe zur Schwimmhalle

Zustimmung fand auch der Vorschlag Giesekes, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die sich mit der Ausstattung der Schwimmhalle auseinandersetzt: Soll sie für Sportler und Familien sein, braucht sie eine Rutsche etc.. „Wir müssen uns der Frage stellen, was wir wollen“, macht auch Wolfgang Kraatz, Kühlungsborner und ehemaliger Landkreis-Dezernent, deutlich. Hier könnten die Gutachten zur Unterstützung verwendet werden, so Kozian. Das Thema soll auf der Stadtvertreterversammlung am Donnerstag im nicht öffentlichen Teil besprochen werden.

Anja Levien

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