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Bad Doberan Tourismus-Ausschuss muss bleiben
Mecklenburg Bad Doberan Tourismus-Ausschuss muss bleiben
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17:35 28.12.2018
Kühlungsborn lebt vom Tourismus. Den dafür zuständigen Ausschuss der Stadtvertretung abzuschaffen, sei kontraproduktiv – das sagen alle Fraktionen der Stadtvertretung. Quelle: Frank Söllner
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Kühlungsborn

Die Auflösung und Abschaffung des Kurbetriebs- und Wirtschaftsförderungsausschusses – kurz: Tourismus-Ausschuss – ist für die Stadtvertretung des Ostseebades kein Thema. Sollte Bürgermeister Rüdiger Kozian (parteilos) in einer der kommenden Stadtvertretersitzungen einen solchen Antrag stellen, gebe es dafür nicht die geringste Chance einer Mehrheit. Das ergab eine Umfrage der OZ unter den fünf Fraktionen des Kühlungsborner Stadt-Parlaments.

Rückblick: Kozian hatte in einem Interview (OZ vom 6. Dezember) laut darüber nachgedacht, den Ausschuss „einzusparen“, wie er sagte. Mit der Begründung, er würde sich in endlose Debatten verlieren, keine effizienten Ergebnisse liefern und für alle Beteiligten nur großen Aufwand produzieren. Themen, die dort diskutiert würden, wären besser im Finanzausschuss und im Hauptausschuss, der Beschluss-Kompetenz hat, aufgehoben.

Uwe Ziesig (Bürgervorsteher): „Ich war zunächst – gelinde gesagt – über den Vorschlag des Bürgermeisters sehr erstaunt.“ Quelle: Lutz Werner

Nach anfänglichem, offenbar ziemlich verblüfften Schweigen, meldete sich ein paar Tage vor Weihnachten zunächst Bürgervorsteher Uwe Ziesig (parteilos) zu Wort. Er spricht auch für die Fraktion des Handwerker- und Gewerbevereins. Kollegen aus anderen Fraktionen folgten. „Ich hatte das im Urlaub auf dem Tablet gelesen. Das wäre der völlig falsche Weg“, so Ziesig. In Mecklenburgs größtem Ostseebad sei die weitere touristische Entwicklung das beherrschende wirtschaftliche Thema. „Einen Ausschuss abzuschaffen, der sich speziell damit befasst, wäre einfach kontraproduktiv“, so Ziesig.

Frank Langguth (Linke): „Wir müssen die Qualität und Kompetenz des Ausschusses verbessern.“ Quelle: Lutz Werner

Allerdings, so räumen er sowie Kollegen aus weiteren Fraktionen – Frank Langguth (Linke/Kühlungsborner Liste), Lars Zacher (CDU), Knut Wiek (SPD/Grüne) und Wolfgang Stange (Unabhängige Wählergemeinschaft) – ein: So ganz unberechtigt sei die Kritik des Bürgermeisters nicht. Aber, so Frank Langguth, „statt den wichtigen Ausschuss abzuschaffen, müssen wir ihn stärken, die Qualität der dort zu behandelnden Themen erhöhen.“ Der Ausschuss müsse zu einem wirklich fachlich kompetenten, beratenden Gremium der Stadtvertretung in Sachen Wirtschaft und Tourismus entwickelt werden.

Dazu müsse auch die Verwaltung einen Beitrag leisten, so Zacher. Sie habe den Ausschuss, der nicht ständig von einem Amtsleiter oder gar vom Bürgermeister begleitet wurde, vernachlässigt. Mit der Rückführung der zentralen touristischen Dienstleistungen in eine GmbH unter dem Dach der Stadt habe nun auch Touristik-Chef Ulrich Langer „eine ganz andere Position mit großer Nähe zu Verwaltung und Stadtvertretung“. Es sollte jetzt ohne Probleme möglich sein, Langer intensiv in die Arbeit des Ausschusses einzubinden. „Das ist die Chance für einen Neuanfang“, betont Zacher.

Das war bisher – aus unterschiedlichen Gründen – nicht so. Langer, bis Silvester noch Chef der privatwirtschaftlichen TSK, war bisher nicht Mitglied im Ausschuss. Bekam als Gast bei Sitzungen mal das Wort – oder eben nicht. Was bei ihm zu Frust und Verärgerung führte. Außerdem, so Knut Wiek, sei der Tourismus-Ausschuss auch ein notwendiges Gremium, das die neue städtische Tourismus GmbH „politisch begleiten müsse“.

Lutz Werner

Der gebürtige Bremer Johann-Günther König ist seit 1975 auch als freiberuflicher Schriftsteller tätig. Er ist Autor zahlreicher Bücher über Norddeutschland. Derzeit beschäftigt er sich mit der fast 700-jährigen Historie von Klein Siemen.

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