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Bad Doberan Kulturbahnhof in Kröpelin wird zum Kino
Mecklenburg Bad Doberan Kulturbahnhof in Kröpelin wird zum Kino
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16:00 21.11.2019
Christine Borgwald und Hubertus Wunschik vom Kröpeliner Verein „De Drom“ vor einem Bild Grischa Lichtenbergers in der Galerie des Kulturbahnhofs Quelle: Thomas Hoppe
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Kröpelin

Wenn draußen das Herbstlaub fällt, wenn es regnet und stürmt, soll in Kröpelins kamingeheiztem Kulturbahnhof in den kommenden Tagen und Wochen der Vorhang für ein außergewöhnliches Blues-Konzert, für märchenhaftes Plätzchenbacken, ein plattdeutsches Weihnachtsprogramm sowie eine erste beamergestützte Kinovorstellung aufgehen.

„Das ist ganz neu, wir sind Kino“, sagt dazu erfreut die Kröpelinerin Christine Borgwald vom hiesigen Verein „De Drom“. „Wir sind jetzt Mitglied im vom Güstrower Filmklub initiierten landesweiten Abspielring, dem zum Beispiel auch der Gutshausverein von Garvensdorf sowie das Kino in Bad Doberan angehören“, ergänzt Vereinsvorsitzender Hubertus Wunschik und betont: „So werden wir dann hier in unserem Bahnhofsgebäude regelmäßig Filme zeigen – auch mit Couchplätzen und Feuer im Kamin, für kleines Geld. Vorgegeben sind vom Filmverleih mindestens 3,50 Euro Eintritt, für Kinder 2,50 Euro.“

Auch Kinderkino soll es regelmäßig geben, sagt Christine Borgwald und erinnert sich daran, wie sie als Kind sonntagvormittags um 10 Uhr einen Kinderfilm im Kleinstadt-Kino schauen konnte.

Kinostart mit „Systemsprenger“ geplant

Noch in diesem Jahr soll in Kröpelin der Kinostart sein – aller Voraussicht nach mit dem aktuellen Streifen „Systemsprenger“. Die Hauptrolle spielt hier die neunjährige Benni, die ständig in neue Pflegefamilien kommt. Sie vergrault jede und möchte nur zu ihrer Mutter. Doch diese fürchtet sich vor ihr und hat sie abgegeben. Das „System“ ist damit überfordert.

Töne und Filmsequenzen – wenn auch nur sehr kurze als Videoschleifen – sind bereits jetzt im Ausstellungsbereich des Kulturbahnhofs zu sehen. Hier läuft nämlich noch bis zum 28. November (immer freitags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt) eine Grischa-Lichtenberger-Schau mit 100 Zeichnungen, vier Gemälden und besagten Videoarbeiten mit elektronischer Musik.

Echte Musiker-Handarbeit wird dann am 30. November der Mecklenburger Harro Hübner in Kröpelins Bahnhofstraße 1 mit „Balladen, Blues und leisen Liedern“ bieten. Es ist ein Soloprogramm, in dem der gebürtige Kühlungsborner an seine Lehrjahre bei den Gruppen „Handarbeit“ und „Keimzeit“ erinnern möchte – eine Art „lebensnahe musikalische Zwischenbilanz“, wie es von den Veranstaltern heißt. „Da freuen wir uns drauf. Es haben auch schon Leute nachgefragt, wann kommt Harro wieder“, informiert Christine Borgwald und verweist auf Hübners Rückblick zum Leben in der DDR: „Ich habe es überlebt und bin dankbar für alle Erfahrungen aus dieser Zeit.“ Das Konzert beginnt am kommenden Sonnabend um 20 Uhr, ein Ticket an der Abendkasse kostet 15 Euro.

Märchen und Plätzchenbacken am 2. Advent

Auch für die Jüngsten der Region hat die Kröpeliner „Gesellschaft zur Förderung von Kultur, Bildung und Gemeinwesen in der Regiopole Rostock“ in diesen Tagen ein besonderes Angebot. Am 8. Dezember ab 14 Uhr können Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren in der Küche des Kröpeliner Kulturbahnhofs gemeinsam mit Betreuerinnen vom Verein „De Drom“ Weihnachtsplätzchen backen, die sie mit nach Hause nehmen können. Gegen 15 Uhr erzählt dann die Schauspielerin Juschka Spitzer den Kindern die Geschichte von der Weihnachtsgans Auguste. Der Eintritt für die Kinder ist frei – es gibt Kaffee und Kuchen für die Erwachsenen. Die Veranstalter bitten bis zum 6. Dezember um Voranmeldung (auch per Mail an vorstand@de-drom.de möglich).

Aller guten Dinge sind drei, müssen sich die Entertainer Hans-Peter Hahn und Peter Körner gesagt haben, als sie für den Kulturbahnhof ihren dritten Auftritt des Jahres planten. „Wann kümmt denn nu de Wiehnachtsmann“ heißt das plattdeutsche Programm mit lustigen Geschichten und Gedichten. Es soll am 15. Dezember ab 15 Uhr über die Bahnhof-Bühne gehen – der Eintritt kostet 15 Euro, im Vorverkauf 12 Euro. Passende Lieder zur Weihnacht würden hier zudem auf Plattdeutsch gesungen – Texte werden zur Verfügung gestellt.

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Von Thomas Hoppe

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