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Bad Doberan Die Bibliothek wird aufgewertet
Mecklenburg Bad Doberan Die Bibliothek wird aufgewertet
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17:18 25.01.2019
Silvio Persky (l.), Elke Peters und Robert Reißig am Kuti-Würfel in der Bibliothek Kröpelin. Quelle: Thomas Hoppe
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Kröpelin

 Kuti sorgt für Unterhaltung – sowohl für Zeitvertreib als auch für Gespräche. Diese Spielkonsole wurde mit ihren Aktions- und Quizspielen von Medientechnik-Studenten der Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaften entwickelt und soll für alle Altersstufen geeignet sein.

„Das ist nicht nur für Kinder was!“, sagt dann auch Robert Reißig. Der 32-Jährige testet gemeinsam mit Silvio Persky (26) diese Neuanschaffung Kröpelins mit einem Geschicklichkeitsspiel. Eigentlich wollte der Vater der Zweitklässlerin Lilli für seine Tochter mal auskundschaften, was da seit Jahresbeginn im Wintergarten der Stadtbibliothek an Computer-Spielen so angeboten wird. Nun zieht ihn Kuti selbst in den Bann: „Ich bin damit groß geworden, also ich habe mit einem Atari (Computermarke, d. A.) angefangen“, sagt Robert Reißig. „Ich auch“, wirft Silvio Persky ein. Beide legen sich bei einem Labyrinth-Spiel ins Zeug. „Das ist nicht nur für die Hände etwas, sondern auch für den Kopf“ betont Elke Peters, die Leiterin des Hauses in der Hauptstraße 5 und verweist auf die ebenfalls neue Playstation 4 nebenan. Spielzeit je nach Andrang 30 bis 60 Minuten.

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Die PS4 habe er zu Hause, antwortet Robert Reißig, doch seine Tochter käme gut ohne sie aus. Kuti wird er ihr wohl empfehlen und sonst sind hier ja auch noch die Bücher: „Ist doch besser, als wenn die Kinder zu viel Fernsehen gucken“, sagt der Papa. Darüber freut sich Elke Peters und zeigt auf die gerahmte „Hamburger Erklärung“, der sie einen Platz in der Kinder-Leseecke eingeräumt hat. „Jedes Kind muss lesen lernen!“, fordern die Unterzeichner, weil Lesen die „Schlüsselqualifikation für die Teilhabe an der Gesellschaft“ sei – „Lesen und verstehen“, ergänzt Elke Peters und erinnert daran, dass die Stadtbibliothek seit 2016 bereits entsprechende Kooperationsverträge mit der hiesigen Grundschule und den beiden Kitas habe. Auch im neuen Programm der Bibliothek (siehe www.bibliothek-museum-kroepelin.de) ist ein Vorlesewettbewerb der Grundschüler geplant.

Robert Reißig will sich jedenfalls darum kümmern, dass Töchti hier eine Stamm-Leserin wird, wie er deutlich macht. Er hätte sich früher auch in Kröpelins Stadtbibliothek Bücher ausgeliehen.

Auch ein Magnet in der Hauptstraße 5, das Ostrockmuseum: „Das war doch unsere Musik gewesen“, sagen die Poel-Urlauber Monika Wenzlaff und Detlef Pfefferkorn. Quelle: Thomas Hoppe

So, wie es der 81-jährige Gerd Niemann seit Jahrzehnten immer noch macht – seit 2003 mit genauer Statistik. Denn der Sandhäger hat sich gerade neun Bücher ausgeliehen – seine Frau liest ausschließlich E-Books – deren Titel er später in sein schlaues Buch eintragen wird. Dort sind alle von ihm gelesenen Werke notiert. Das Themenspektrum ist breit, Romane, Geschichte, Krimis.

Im Schnitt bevorzugen alle ihre Leser so ein breites Spektrum wie Gerd Niemann, schätzt die Bibliothekschefin ein. Dazu kommen gedruckte Zeitschriften aber auch immer mehr die Nutzung der „Onleihe“. Im Vorjahr registrierte Elke Peters 72 Onleihe-Benutzer mit insgesamt 2886 Ausleihen.

Das Haus selbst hat dieser Tage gerade neue Möbel (von HB aus Kröpelin) für den Computerraum bekommen: zwei Stühle, zwei Arbeitstische und eine Garderobe – finanziert vom Kultusministerium, zusammen mit dem Spiele-Komplex für insgesamt 5000 Euro. Rückblickend spricht Elke Peters von insgesamt 6000 Gästen und Besuchern der Bibliothek sowie der beiden Museen im Gebäude.

Thomas Hoppe

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