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Bad Doberan Landkreis richtet Corona-Testzentrum bei Bad Doberan ein
Mecklenburg Bad Doberan

Landkreis Rostock richtet Abstrich-Testzentrum bei Bad Doberan ein

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19:40 19.03.2020
Eine Ärztin verpackt einen Abstrich von einem möglicherweise Infizierten in eine Plastiktüte. (Symbolbild) Quelle: Daniel Reinhardt/dpa
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Hohenfelde

Auf dem Gelände des Sana Krankenhaus Bad Doberans richtet der Landkreis Rostock ein weiteres Abstrich-Testzentrum ein. Das bestätigt Landkreissprecher Michael Fengler. Es ist das zweite im Landkreis, ein drittes ist in Planung.

In den Testzentren werden Patienten behandelt, die einen Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus haben. Mittels Abstrich wird eine Probe aus dem Mundraum genommen und untersucht.

Die Aufbauarbeiten haben bereits begonnen, zwei Container stehen. Einen sicheren Termin für die Eröffnung konnte Michael Fengler noch nicht nennen. Es solle aber schnellstmöglich soweit sein. „Wir geben bekannt, wenn das Testzentrum öffnet.“ Bis dahin sei der Zutritt strengstens verboten.

Abstriche nur unter bestimmten Voraussetzungen

Und auch nach der Eröffnung gibt es Zugangsvoraussetzungen. Patienten brauchen eine ärztliche Überweisung und eine Voranmeldung. Der Landkreis sei mit dem Land in Verhandlung für Personal für die Einrichtung. „Wir werden aber auch eigenes Personal stellen“, so Fengler.

Das Abstrich-Zentrum in Bad Doberan ist das zweite im Landkreis Rostock. „Wir planen noch ein weiteres“, informiert Fengler. Über Standort und Zeitpunkt könne er noch keine Auskunft geben.

Drive-In fürs Abstrich-Testzentrum

Im Testzentrum im Bützower Ortsteil Wolken seien in den vergangenen zwei Tagen 100 Abstriche genommen worden. „Das Testzentrum stellen wir jetzt auf die Drive-In-Lösung um.“ Heißt, die Bürger fahren mit dem Auto aufs Gelände und der Abstrich wird aus dem Auto raus genommen.

Bis Donnerstagabend waren 14 Personen im Landkreis Rostock positiv auf das Virus getestet worden. „Die bekannten Fälle werden engmaschig überwacht“, sagt Michael Fengler, die Infizierten sowie die Kontaktpersonen. Letztere sind in Quarantäne, müssen zwei Mal am Tag Fieber messen, ein Symptomtagebuch führen und werden täglich angerufen.

Landrat bittet um Solidarität

„Der Landkreis Rostock hat in Abstimmung mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern tiefgreifende Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wir arbeiten jeden Tag mit 20 Frauen und Männern im Verwaltungsstab und der dazugehörigen Koordinierungsgruppe an der Bewältigung dieser besonderen Lage“, informiert Landrat Sebastian Constien (SPD) am Donnerstag. Dort würden Aufgaben und Maßnahmen festgelegt, mit denen der Infektionsschutz sichergestellt und das Gesundheitswesen, die Versorgung und eingeschränkte öffentliche Leben unterstützt würden.

An die Bürger im Landkreis Rostock gewandt, bittet der Landrat darum, in Solidarität und Miteinander zu leben, „damit wir diese Situation gemeinsam bewältigen und dabei Ruhe bewahren.“

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