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Bad Doberan Forscher entschlüsseln leuchtende Nachtwolken am Horizont
Mecklenburg Bad Doberan Forscher entschlüsseln leuchtende Nachtwolken am Horizont
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17:02 26.07.2018
Ein besonders eindrucksvolles Foto von leuchtenden Eiswolken im Sommer gelang den Wissenschaftlern vom IAP jüngst über der Hansestadt Wismar.
Ein besonders eindrucksvolles Foto von leuchtenden Eiswolken im Sommer gelang den Wissenschaftlern vom IAP jüngst über der Hansestadt Wismar. Quelle: IAP
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Kühlungsborn

Vom Menschen verursachte Klimaveränderungen haben mittlerweile Auswirkungen bis in die mittlere Atmosphäre unseres Planeten in einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern – bis an die Grenze zum Weltraum. Das konnten Forscher vom Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn (Landkreis Rostock) jetzt nachweisen.

Sie haben leuchtende Nachtwolken in großer Höhe untersucht. In diesen Wochen sind sie mitunter kurz vor Sonnenaufgang und kurz nach Sonnenuntergang in unseren Breiten am nördlichen Horizont sichtbar.

Diese Wolken bestehen aus winzigen Eiskristallen, die sich in der mittleren Atmosphäre aus gefrorenem Wasserdampf bilden, der sich um Meteoritenstaub zusammenklumpt. Dort, wo es mit bis zu minus 150 Grad Celsius in der Atmosphäre des Planeten am kältesten ist.

Die Wolken, die 1885 zum ersten Mal beobachtet wurden, seien seitdem immer besser sichtbar geworden. Offensichtlich begünstige das Treibhausgas Methan ihre Bildung, so Institutsdirektor Prof. Dr. Franz-Josef Lübken.

Er und Kollegen haben darüber jetzt in den USA eine Studie veröffentlicht, die weltweit Beachtung fand.

Lutz Werner