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Bad Doberan Mehr Power-Frauen in die Stadtvertretung
Mecklenburg Bad Doberan Mehr Power-Frauen in die Stadtvertretung
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18:27 12.11.2018
Christiane Müller und Katrin Ziesig-Wendt machen Frauen Mut, für die neue Kühlungsborner Stadtvertretung zu kandidieren. Sie wollen ihnen dabei helfen. Quelle: Lutz Werner
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Kühlungsborn

17 Stadtvertreter sitzen im Stadt-Parlament des Ostseebades Kühlungsborn. Nur zwei von ihnen sind Frauen. In den Ausschüssen sieht das nicht anders aus. Kühlungsborns Frauen sind in der Kommunalpolitik ihrer Stadt nicht eben stark vertreten.

Das wollen Christiane Müller und Katrin Ziesig-Wendt ändern. Christiane Müller, sie arbeitet als Selbstständige im sozialen Bereich, ist seit Februar dieses Jahres die ehrenamtlich arbeitende Gleichstellungsbeauftragte im Ostseebad. Katrin Ziesig-Wendt, Unternehmerin im Einzelhandel, übte diese Funktion davor kurzzeitig aus. „Im Mai kommenden Jahres ist Kommunalwahl. Auch Kühlungsborns Stadtvertretung wird neu gewählt. Wir wollen Frauen nicht nur ermutigen, sich als Kandidatinnen zu bewerben, sondern ihnen auch zeigen, wie das geht“, erklärt Katrin Ziesig-Wendt.

Frauen sind oft näher am Thema dran

Frauen hätten eine ganz andere Lebenswirklichkeit und Erfahrungen, betont Christiane Müller. „Job, Haushalt und Familie in Einklang zu bringen, Themen wie Kita und Schule – bis hin zur Mitarbeit in Elternvertretungen: Da sind wir Frauen einfach näher dran. Und, das glaube ich jedenfalls, Frauen können geduldiger und aufmerksamer zuhören.“

Vor Kommunalwahlen hätte es in Kühlungsborn mit weiblichen Kandidaten immer gar nicht so schlecht ausgesehen. Bei der zurückliegenden Wahl von 2014 beispielsweise standen 90 Kandidaten auf den Wahl-Listen, davon waren immerhin 23 Frauen. „Das Problem war nur, dass schlussendlich nur zwei von ihnen den Sprung in die Stadtvertretung schafften“, so Ziesig-Wendt. Die Ursachen dafür seien vielfältig: geringer Bekanntheitsgrad, Platzierung auf der Liste ganz weit hinten oder dass im Wahlkampf nicht genügend Aufmerksamkeit erregt wurde.

Kommunalpolitik ist planbar

„Wir werden Frauen, die über eine Kandidatur nachdenken, gern beraten und ihnen Mut machen“, sagt Christiane Müller. Es gebe viele Dinge, die dabei interessant seien: Wie kann ich als Einzelkandidat antreten? Welche Kontakte brauche ich, um mit einer Partei oder Wählergruppe in Kontakt zu kommen? „Kommunalpolitische Arbeit in der Stadtvertretung oder ihren Ausschüssen ist planbar, geschieht im Rahmen eines lange vorher geplanten Sitzungskalenders. Auch das sollten Frauen wissen“, so Müller. Die beiden Initiatorinnen wollen sogar eine öffentliche Informationsveranstaltung mit einem Experten organisieren, bei der es um diese Themen gehen soll.

Bei Parteien, die in der Stadtvertretung präsent sind, findet die Initiative Zustimmung. „Eine tolle Aktion, die wir gern unterstützen. Leute mit guten Ideen, die sich politisch einbringen und das Leben in unserer Kommune gestalten wollen – egal welchen Geschlechts – sind bei uns immer willkommen“, sagt beispielsweise CDU-Ortsverbands-Chef Lars Zacher. Kollegin Corinna Hülsmann, die neue Front-Frau des SPD-Ortsvereins, sieht das auch so. „Wir klären jetzt, mit welchen Inhalten und Personen wir in den Kommunalwahlkampf gehen werden. Da kommt diese Initiative wie gerufen.“

Christiane Müller ist unter Telefon 0177/6030920 erreichbar, Katrin Ziesig-Wendt unter E-Mail schuh-lounge.z@web.de.

Lutz Werner

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