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Bad Doberan Milder Winter: Bauarbeiten in Kröpelin und Wischuer kommen gut voran
Mecklenburg Bad Doberan

Milder Winter: Bauarbeiten in Kröpelin und Wischuer kommen gut voran

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18:30 21.01.2020
Der Abriss der Wismarschen Straße 19 (r.) hat begonnen. Auch gegenüber begannen Abbrucharbeiten. Quelle: Thomas Hoppe
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Kröpelin/Wischuer

In Kröpelin und der Umgebung kann dank des milden Winters auch im Januar noch gebaut werden: Straßen entstehen, Häuser werden abgerissen, ein Supermarkt vergrößert.

„Ich denke mal, jetzt könnte eigentlich nichts mehr schieflaufen, oder?“, fragte zufrieden die Vorsitzende des Kröpeliner Bauausschusses, Karin Reichler, zum Tagesordnungspunkt „Bahnhofstraße“ während der Ausschuss-Sitzung am vergangenen Dienstag die Leiterin des hiesigen Bauamtes. Das hoffe sie auch, antwortete Jana Schmidt.

Sie hatte gerade den aktuellen Planungsstand des anspruchsvollen Straßenausbauprojektes „Ausbau der Bushaltestelle am Bahnhof Kröpelin“ dargelegt. Demnach wäre nach einem Vorort-Gespräch zu Jahresbeginn mit Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde „über fünf kritische Alt-Linden“, deren Wurzeln in den Böschungsverlauf hineinragen könnten, hier eine Wurzelsuchschachtung erfolgt. „Wir haben dabei keine Wurzeln gefunden und können deshalb in diesem Bereich weiterarbeiten“, erklärte Jana Schmidt.

Baustart noch 2020 nötig

Nun hoffe man auf die Baugenehmigung und könne dann mit den Planungen und Ausschreibungen für die künftig zweispurige Straße mit Bürgersteig fortfahren. Die im Jahr 2016 beim Landesförderinstitut beantragten Mittel stünden der Stadt noch bis Ende des Jahres 2020 in Aussicht, wenn alle nötigen Unterlagen (wie die Baugenehmigung) nachgereicht würden – deshalb müsse man auch noch in diesem Jahr mit dem eigentlichen Projekt beginnen, „damit die Fördermittel nicht verfallen“.

Seit Anfang des Jahres sei die Kröpeliner Firma Werges wie geplant dabei, das Haus Nr. 19 an der Ecke Wismarsche Straße/Bahnhofstraße und sein Nebengebäude abzureißen. Diesen Auftrag hatten die Stadtvertreter in ihrer Dezembersitzung in einem Brutto-Wertumfang von rund 83 500 Euro vergeben.

Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite, auf dem Grundstück Wismarsche Straße 24/26, begann kürzlich das Kröpeliner Unternehmen Dombrowski-Bau mit Abbrucharbeiten für Neubauten.

Kröpelins Netto-Marken-Discounter wird erweitert. Quelle: Thomas Hoppe

Discounter bekommt mehr Platz

So etwas passiert im kleineren Umfang derzeit auch am Netto-Marken-Discounter an der Rostocker Straße in Kröpelin. Hier wird nach der Schließung der Bäckerei-Kühl-Filiale von der Firma Lange & Baethcke GmbH aus Wittendörp der entsprechende Anbau entfernt, damit die Ladenfläche des Discounters auf 1000 Quadratmeter vergrößert werden kann. Zum erweiterten Sortiment soll nach Unternehmensangaben dann auch eine Aufback-Station gehören. Zudem komme vorn ein Leergutautomat mit rein.

Bagger waren und sind dieser Tage auch vor Krempin in der Gemeinde Carinerland und in Wischuer (Gemeinde Biendorf) in Betrieb.

23 Grundstücke auf 14 000 Quadratmetern

Vom Abzweig der Landesstraße 104 (von Neubukow nach Ravensberg) auf die Kreisstraße 26 waren von Mitarbeitern der Straßenmeisterei Kröpelin bis zum Ortseingang Krempin beidseitig die Bankettstreifen mit einem standfesten Material angefüllt worden. Damit die Autofahrer, wenn sie ausweichen, nicht von der Fahrbahn runter müssen, sondern vernünftig weiterfahren könnten, wie es dazu hieß.

Hier in Wischuer soll eine neue Ferienhaussiedlung wachsen. Quelle: Thomas Hoppe

In Wischuer sind derweil Mitarbeiter der Satower Straßenbau GmbH & Co. KG Raida dabei, das B-Plan-Wohngebiet „Alte Hauptstraße“ (neben dem Reitplatz) zu erschließen. Dazu gehört der Einbau einer Schmutzwasserdruckleitung, die von einem neuen Sammelpumpwerk befüllt werde.

Laut Ablaufplan wolle die Firma bis Anfang Juni 2020 mit den Erschließungsarbeiten fertig sein, sagte Gerd Kische von der 1a-Rostock-Immobilien GmbH: „Wenn nicht außergewöhnliche Wettererscheinungen auftreten.“ Dann soll hier eine neue Straße mit Beleuchtung verlaufen, hieß es vor Ort dazu.

„Hier werden auf einer Gesamtfläche von rund 14 000 Quadratmetern insgesamt 23 Grundstücke entstehen, jeweils mit einer Größe von 500 bis 800 Quadratmetern“, erklärte Gerd Kische weiter und ergänzte, dass es dafür bereits „etliche Reservierungen“ gebe. Aus dem entsprechenden B-Plan würde ja hervorgehen, was dort gebaut werden darf: „Das sind alles Ferienwohnungen, eine Ferienhaussiedlung.“

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Von Thomas Hoppe

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