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Bad Doberan Minister übergibt Förderscheck für Schulbau in Tessin
Mecklenburg Bad Doberan

Minister bringt 1,5 Millionen Euro Förderung für Schulbau in Tessin

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16:55 17.01.2020
Neujahrsempfang in Tessin: Innenminister Lorenz Caffier überreicht einen Fördermittelbescheid über 1,5 Millionen Euro für den Erweiterungsbau der Grundschule an Bürgermeisterin Susanne Dräger. Quelle: Doris Deutsch
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Tessin

„Liebe ist das Band, das den Erdkreis verbindet“, dieser Ausspruch von Johann Heinrich Pestalozzi soll Tessin im Jahr 2020 begleiten. Beim Neujahrsempfang am Donnerstagabend im Volksparksaal der Recknitzstadt betonte Bürgermeisterin Susanne Dräger dann auch die guten Verbindungen, die sie zu den einzelnen der rund 250 Gäste habe.

Zu den Stadtvertretern und Bürgermeistern der acht Gemeinden im Amtsbereich, zu den Unternehmen in Tessin, zu Vereinen und Feuerwehr, die mit großem Engagement „Tessin so lebendig“ halten und verlässliche Partner sind. „Sie haben schon jetzt ihre Bereitschaft zugesagt, mit Ideen und Angeboten unser 700-jähriges Stadtjubiläum 2021 mitzugestalten“, berichtet Dräger.

Tessin hat wieder 4100 Einwohner

Bis dahin wird die Stadt noch weiter wachsen. Stolz verkündete die Rathauschefin, dass Tessin jetzt „die 4100-Einwohner-Marke geknackt“ habe. Die 36 Grundstücke im neuen Wohngebiet Am Recknitzpark seien schon zu hundert Prozent reserviert. Im Frühjahr wird hier mit der Erschließung begonnen, im Herbst sollen die Bauherren mit dem Hochbau starten können. „Und wir haben weitere Anfragen“, sagt Dräger, „deshalb planen wir schon ein nächstes Wohngebiet.“ Obwohl die Stadt die Preise leicht erhöhen musste – ein Quadratmeter erschlossenes Bauland kostet Am Recknitzpark 120 Euro – bleibe Tessin als Wohn- und Lebensort für junge Familien gefragt.

Bildergalerie: So schön war der Neujahrsempfang im Tessiner Volksparksaal

250 Gäste konnte Bürgermeisterin Susanne Dräger beim Neujahrsempfang der Stadt Tessin am 16. Januar 2020 im Volksparksaal begrüßen.

Die Infrastruktur der Stadt mit Kindereinrichtungen, Schule, Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten finde Anklang. In den nächsten Wochen soll mit dem Bau eines neuen Nahversorgungszentrums begonnen werden. „Und noch 2020, zum Weihnachtsgeschäft, werden die Lebensmittelmärkte einziehen“, sagt Dräger. Über die Nachnutzung der bisherigen privaten Marktimmobilien würden bereits Gespräche geführt.

Richtfest für Schulerweiterungsbau am 23. Januar

Auch der neue Schulcampus wächst. Auf dem Gelände der Regionalen Schule „Anne Frank“ werden künftig auch die etwa 220 Tessiner Grundschüler ihre Klassenräume haben. Ein Erweiterungsbau wird gerade errichtet. Am 23. Januar ist bereits Richtfest. Das nötige Kleingeld dafür hatte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) beim Neujahrsempfang im Jackett. Er übergab der Bürgermeisterin einen Förderscheck über 1,5 Millionen Euro für den Anbau der Grundschule. „Das ist eine Investition in die Zukunft“, betont Caffier, „und ein Wettbewerbskriterium, denn Eltern entscheiden, wo sie mit ihren Kindern hinziehen, und Schule ist da schon wichtig.“

Insgesamt investiert die Kommune 8,4 Millionen Euro in den Schulcampus. Neben dem Erweiterungsbau für 5,4 Millionen Euro müssten auch die Außenanlagen hergerichtet und die bestehenden Schulgebäude brandschutztechnisch ertüchtigt werden. 800 000 Euro Förderung für die Brandschutzmaßnahmen kämen vom Landwirtschaftsministerium, „und weitere 800 000 Euro Fördermittel für das Schulumfeld wurden beantragt“, sagt die Bürgermeisterin. Blieben für die Stadt immer noch 5,3 Millionen Euro eigene Kosten.

Neuer Feuerwehrstützpunkt geplant

Doch die Stadt hat noch mehr vor. „Wir planen einen neuen Feuerwehrstützpunkt, Löschwasserentnahmestellen werden ein wichtiges Thema sein“, bemerkt Dräger und blickt in Richtung Innenminister in der Hoffnung auf weitere Schecks aus Schwerin. „Das hat sie von ihrem Vorgänger Ibold schnell gelernt“, kontert Caffier schmunzelnd, „überall nervig zu sein, um Fördergelder zu bekommen.“ Doch die Kommunen müssten ja auch einen hohen Eigenanteil aufbringen, räumt er ein.

Dräger lobte das gute Miteinander von Schule, Wirtschaft und Stadt, das auch ein rot leuchtender Glasfisch vor der Bühne symbolisiert. Das ist der Medienkompetenzpreis Mecklenburg-Vorpommern, den die Regionalschule „Anne Frank“ 2019 mit ihrem Filmprojekt „Mein Beruf in Tessin“ abräumen konnte. Die in der Schule produzierten Filme sind Bausteine in einem Berufsorientierungskonzept der Schule. Jugendliche sollen für eine Ausbildung in ihrer Heimatstadt sensibilisiert werden, Betriebe und Stadt ließen die Schüler dafür gern hinter die Kulissen schauen.

Für die Gäste des Empfangs gab es eine kleine filmische Kostprobe. Musikalische Leckerbissen steuerten der Chor der Tessiner Schule und Gitarrenschüler der Kreismusikschule „Friedrich von Flotow“ bei und für die handfesten Gaumenfreuden sorgten beim Empfang die Küchenfeen des Volksparksaales.

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Von Doris Deutsch

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