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Bad Doberan Molli bis Rerik und Warnemünde: Meinungen sind unterschiedlich
Mecklenburg Bad Doberan Molli bis Rerik und Warnemünde: Meinungen sind unterschiedlich
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14:00 10.07.2019
Der Molli fährt zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan. Quelle: Anja Levien
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Kühlungsborn

Die Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH soll im Auftrag der Gesellschafter eine Streckenverlängerung nach Rerik und Warnemünde prüfen. Das ruft bei den Lesern der OSTSEE-ZEITUNG unterschiedliche Reaktionen hervor.

Marcel Oelschlägel schreibt beispielsweise auf der Internetseite der Lokalredaktion Bad Doberan im sozialen Netzwerk Facebook: „Die Molli gehört nach Kühlungsborn und Bad Doberan. Rerik sollte, was Eisenbahn betrifft, unantastbar bleiben. Man sollte sich mal überlegen, warum viele Urlauber dort hinkommen – wegen der Ruhe und natürlichen Atmosphäre. Seit den 80er Jahren kenne ich Rerik, bin dort zur Schule gegangen und heute noch hat Rerik seinen Charme behalten. Jetzt dort den Molli fahren zu lassen mit „Tut, tut“, Gebimmel und großer Dampfwolke ist die dümmste Idee, die ich seit Langem gehört habe. Wem Rerik und Ruhe richtig was bedeuten und wer Rerik in seinem charakteristischen Zustand erhalten möchte, ist garantiert nicht dafür.“

Sehr gut, kommentiert hingegen Marco Schulze. Coole Sache, sagt Steffi Winnige. Auch Uwe Jens ist dafür: „Sehr gut für die Infrastruktur und den Tourismus.“

Rerik ist schön klein und ruhig, das sei gut so, schreibt Elli Neumann. „Der Molli gehört nur nach Bad Doberan bis Kühlungsborn West“, ist Anke Hornburg der Meinung.

Martin Dostal hat eine andere Idee. „Ich würde es besser finden, wenn die MBB die Rübenbahn wieder aufbauen und an einen Molli-Bahnhof heranführen würde.“ Die Rübenbahn war 1894 zwischen Neubukow und Bastorf in Betrieb genommen worden, wurde nach 1945 abgebaut. „Dann hätte man zwei Attraktionen mit Geschichte unter einem Hut. Molli braucht Zukunft, aber wenn sie wie eine normale Bahn viele Orte anfährt, verliert sie den Charme als Bäderbahn“, so Dostal, der noch einen Vorschlag hat.

E-Molli für die Straße

„Oder die MBB macht mal was für die Umwelt und führt einen Elektro-Straßen-Molli (E-Molli), ähnlich den Stadtrundfahrt-Mobilen, ein. Die wäre flexibler und könnte auch die Bäderstraße Börgerende-Nienhagen-Diedrichshagen-Warnemünde nutzen und so die Touristen von dort zum Molli ’ziehen’. Man sollte erst einmal alle Gedanken denken dürfen und dann entscheiden.“

Mit einer Verlängerung verliere die Bahn ihren Charme, schreibt Deniz Becker. „Ich persönlich würde das nicht wollen.“ Michael Falk hingegen schreibt: „Wäre geil, wenn das klappt.“

Sybille Lange findet eine Verlängerung bis nach Rerik „ja noch sinnvoll, vorbei am Leuchtturm mit Halt , da es ein angefragtes Ausflugziel ist. Aber bis nach Warnemünde – Nein.“

AfD hatte Thema im Wahlkampf

Eine Verlängerung der Molli-Strecke in das Rostocker Ostseebad hatte auch die AfD im Wahlkampf um die Sitze im Kreistag auf ihren Plakaten als Thema. Gegen den Abdruck des Molli auf dem Plakat war die Bäderbahn vorgegangen.

„Die längst in der Mottenkiste verschwundene Idee, den Molli bis nach Warnemünde fahren zu lassen, haben wir als zentrales Thema in unserem Wahlkampf angekündigt“, schreibt Steffen Reinicke, Vorsitzender der AfD-Kreistagsfraktion. Damit sei die AfD seiner Meinung nach wohl die effektivste Partei in der Geschichte des Kreistages, „denn unsere Wahlversprechen werden schon umgesetzt, bevor wir einen Antrag eingebracht haben.“ Die Partei sei in dem Vorhaben, sich für eine Streckenverlängerung einzusetzen, von zahlreichen Fans aus der Bundesrepublik bestärkt worden, schreibt Reinicke. Auch ein konstruktives Gespräch der neuen AfD-Fraktion mit dem Landrat habe es dazu gegeben.

Anja Levien

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