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Bad Doberan Mollistraße auf dem Prüfstand
Mecklenburg Bad Doberan Mollistraße auf dem Prüfstand
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15:39 01.11.2018
An drei Stellen wurde in der Mollistraße das Gleisbett geöffnet. Quelle: Lennart Plottke
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Bad Doberan

 Gleichmäßig rammt sich in der Doberaner Mollistraße zwischen den Gleisen eine runde Stange in die Erde. Mitarbeiter der Baugrund Stralsund Ingenieurgesellschaft mbH verfolgen per Sonde das Geschehen, protokollieren die Schlagzahl und nehmen gleichzeitig auch Bodenproben. „Wir untersuchen an drei Stellen den Untergrund, die Lage der Schwellen und das Gleisbett“, erklärt Yves Stolze, Leiter Instandhaltung bei der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli. „Nach etwa 20 Jahren ist diese Überprüfung notwendig, um Rückschlüsse auf mögliche Wartungsarbeiten zu ziehen.“

1997 wurde die Mollistraße umfassend saniert – jetzt steht möglicherweise (zumindest im Untergrund) eine Generalüberholung an. „Der Umfang der notwendigen Maßnahmen hängt ganz davon ab, wie die Ergebnisse der Proben am Ende ausfallen“, erklärt Stolze. Das Straßenpflaster weise stellenweise erhebliche Dellen aus, sagt Molli-Geschäftsführer Michael Mißlitz: „Wir wollen herausfinden, warum das so ist.“ Bereits bei Arbeiten am benachbarten Alexandrinenplatz habe sich herausgestellt, dass die Schwellen in keinem guten Zustand gewesen seien, so Mißlitz. Im März dieses Jahres wurde hier die Gleisanlage instand gesetzt. Gleichzeitig fand ein Umbau in ein offenes Schottergleisbett statt.

Grundsätzlich sei geplant, in der Mollistraße sogenannte Gleistragplatten in den Boden zu bringen, sagt Yves Stolze. Das Problem: „Wir haben hier Kopfsteinpflaster – deshalb muss zunächst geprüft werden, ob tatsächlich ein Verbund zwischen den etwas tiefer liegenden Platten und der Pflasterung herzustellen ist. Das Ganze soll später ja auch halten.“ Weil diese Baumaßnahme gesondert zugelassen werden müsse, sei eine Erneuerung des Gleisbettes frühestens im Jahr 2021 möglich, erklärt der Bahn-Mitarbeiter.

Die Mollistraße an sich soll dann – auch mit Blick auf eine bessere Barrierefreiheit – nicht aufgemacht werden. „Sicher können die Bordsteine schon mal ein Hindernis sein“, sagt Ute Busse, Mitarbeiterin im Amt für Stadtplanung. „Aber an vielen Stellen – etwa vor Ausfahrten – gibt es Absenker. Ich sehe da keine unmittelbare Notwendigkeit.“

Bauhof verfugt Kopfsteinpflaster neu

Auch die Stadt Bad Doberan nehme die zweitägige Sperrung für den Autoverkehr zum Anlass, in der Straße tätig zu werden, so Busse: „Auf der gesamten Breite verfugen Mitarbeiter des Bauhofes das Kopfsteinpflaster mit speziellem Sand neu – die Zwischenräume wurden mit der Zeit immer mehr ausgefahren.“ Besonders im Gleisbereich habe das „Schwitzwasser“ der Bäderbahn für erhebliche Auswaschungen gesorgt: „Aber auch durch den Regen liegen mittlerweile viele Steine hohl.“

Sie hoffe, dass diese Arbeiten ebenfalls heute beendet werden können, sagt die Bauamts-Mitarbeiterin: „Das hängt aber auch davon ab, ob die Autofahrer uns lassen.“ Denn einige besonders aufgeregte Verkehrsteilnehmer würden sich nicht an die vorgegebene Vollsperrung halten und sogar über den Gehweg fahren, um ans Ziel zu kommen.

Darüber hinaus ist im Bereich der Mollistraße seit gestern auch die Mecklenburgische Energie und Anlagenbau GmbH aktiv. „Im Auftrag der Edis AG erneuern Mitarbeiter ein Kabel, was aus der Querstraße Richtung Fleischer Timm und Optiker Schulze zum dortigen Verteilerkasten läuft“, erklärt Ute Busse. „Drei Baumaßnahmen gleichzeitig – ganz schön was los hier.“

Lennart Plottke

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