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Bad Doberan Münster hinter schwedischen Gardinen
Mecklenburg Bad Doberan Münster hinter schwedischen Gardinen
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06:25 27.10.2015
Giebelkreuz, Uhr und Mauerwerk werden derzeit am Doberaner Münster restauriert. Dafür wurden die Westwand des Mittelschiffs und der Dreieckgiebel vollständig eingerüstet. Quelle: Lennart Plottke
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Bad Doberan

Das Münster hinter Gittern – ein Anblick, an den sich viele Doberaner längst gewöhnt haben. „Wir nehmen hier aktuell den 15. größeren Restaurierungsabschnitt in Folge seit 2001 in Angriff“, erklärt Kustos Martin Heider. „Dafür wurden die Westwand des Mittelschiffs und der Dreieckgiebel vollständig eingerüstet.“

Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen werden auch das Mauerwerk, Putz und Fugen entlang des Gerüstes unter die Lupe genommen. „Wenn es schon steht, wollen wir das auch vernünftig ausnutzen, um später Kosten zu sparen", so Heider.

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An den schadhaften Fugen, Putzflächen und Steinen der Westfassade wird derzeit gearbeitet. „Bei früheren Sanierungsmaßnahmen kamen einerseits im späten 19. Jahrhundert sehr zementhaltige, später sehr sandige Mörtel zur Anwendung“, sagt Heider. „Daher gibt es insbesondere am unteren Abschluss des Giebels, aber auch im darüber liegenden Mauerwerk im Bereich der Münsteruhr größere Schäden, als bislang gedacht.“

Mit der Einrüstung des Westgiebels soll zunächst die im Mai 2011 demontierte Stundenglocke von 1831 und der Nachguss der Viertelstundenglocke sowie deren Schutzhaube montiert und das Schlagwerk der Uhr gangbar gemacht werden. „Das Viertelstundenschlagwerk ist seit dem Absturz der kleinen Schlagglocke vor rund 50 Jahren nicht in Funktion, die eisernen Elemente stark korrodiert“, erklärt der Kustos.



Plottke, Lennart