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Bad Doberan Nach Brand in Kühlungsborn: Brandursache wird ermittelt
Mecklenburg Bad Doberan Nach Brand in Kühlungsborn: Brandursache wird ermittelt
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16:24 28.07.2019
Am Sonnabend liegen verbrannte Sachen vor dem Wohnhaus im Hanne-Nüte-Weg in Kühlungsborn. Quelle: Anja Levien
Kühlungsborn

Für alle 30 Mieter, die nach einem Brand in einem Wohnhaus am Freitagabend im Hanne-Nüte-Weg in Kühlungsborn nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkönnen, sind Ersatzunterkünfte gefunden worden. Das teilt Petra Mader, Chefin der Allgemeinen Wohnungsbaugenossenschaft Bad Doberan, am Sonntag mit. Wie lange die Wohnungen nicht bewohnbar sein werden und was saniert werden muss, werde sich im Laufe der Woche herausstellen. Die Brandursache ist weiterhin unbekannt. Am Sonnabend hat ein Brandursachenermittler seine Arbeit aufgenommen.

Am Freitagabend war in dem Keller des Aufgangs 3a ein Feuer ausgebrochen. Der Qualm verbreitete sich über drei Aufgänge. 45 Wohnungen sind betroffen. Ein Großteil der Mieter musste die Nacht zu Sonnabend woanders verbringen. Die folgenden Nächte jetzt auch.

Hilfe läuft in der Nacht zu Sonnabend an

Beißender Geruch liegt noch am Morgen danach im Treppenhaus des Wohnhauses in der Luft. Auf dem Rasen und vor der Tür liegen verbrannte Sachen, ein Holzgestell, ein Fahrrad. „Wir gehen davon aus, dass in zwei Aufgängen die Wohnungen nicht bewohnbar sind“, sagt Petra Mader. Sie steht am Sonnabend vor dem Wohnblock, eine Liste mit den Namen der Mieter vor sich auf der Motorhaube. Für 30 müssen Ausweichquartiere gefunden werden. „Wir versuchen, Unterbringungen zu organisieren, und sind für jede Hilfe dankbar“, sagt sie.

Kühlungsborns Bürgermeister Rüdiger Kozian (v.l.), AWG-Chefin Petra Mader, Noveg-Chef Steffen Bormke und Kühlungsborns Bürgeramtsleiterin Stefanie Zielinski gucken, wie sie die Mieter unterbringen können. Quelle: Anja Levien

Die ist in der Nacht zu Sonnabend bereits angelaufen. „Das verlief einwandfrei“, sagt Bürgermeister Rüdiger Kozian. Die Stadt Kühlungsborn und die stadteigene Nordbau- und Verwaltungsgesellschaft (Noveg) halfen bei der Versorgung und Unterbringung der Kühlungsborner. „Sieben Frauen und fünf Männer haben in der Feuerwehr übernachtet“, nennt Rüdiger Kozian ein Beispiel. Hier wurden Feldbetten aufgestellt. „Das Frühstück sponserte die Fleischerei Sorge, auch das Mittag“, sagt der Bürgermeister am Sonnabendvormittag.

Hilfe aus der ganzen Region

Hilfe kommt aus der ganzen Region. Noveg-Chef Steffen Bormke steht bei Petra Mader vor dem Wohnblock, telefoniert und informiert sie dann über eine verfügbare Ferienwohnung in Bastorf. Ein weiterer Anruf kommt aus Bad Doberan, auch hier gibt es Kapazitäten. Einige Mieter kommen auch bei Familie und Freunden unter. „Es ist schön, dass die Leute in der Not helfen“, sagt Mader.

In Kühlungsborn kam es am Freitagabend zu einem Großbrand in einem Mehrfamilienhaus. Es soll Explosionen gegeben haben. 20 Menschen wurden verletzt. Am Sonnabend hat der Brandursachenermittler seine Arbeit aufgenommen.

Wie lange die Wohnungen nicht bewohnbar sind, kann am Sonnabend noch nicht gesagt werden. „Der Brandursachenermittler ist vor Ort, danach kommt der Brandbegutachter, der einschätzt, in welchem Umfang die Schäden und wie sie zu beseitigen sind“, erläutert Petra Mader. Sie sei froh, dass niemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist.

In den nächsten Tagen ist viel zu tun. „Alles ist kontaminiert“, sagt Petra Mader. „Der giftige Rauch ist in die Wohnungen gedrungen und hat sich festgesetzt.“ Für die Bewohner kann das gesundheitsschädlich sein.

Mehr als 80 Helfer am Freitag im Einsatz

Am Freitagabend waren Katastrophenschutz und Feuerwehren im Einsatz – insgesamt mehr als 80 Helfer. Nach Polizeiangaben hätten Anwohner vor Ausbruch des Feuers zwei Explosionen im Keller gehört. Der Rauch breitete sich über drei Aufgänge aus. Anwohner husteten, klagten über Atembeschwerden, 20 Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen, wurden auf Kliniken in Bad Doberan, Rostock und Wismar verteilt.

30 Türen musste die Feuerwehr nach Angabe von Petra Mader aufbrechen, auch um zu schauen, ob sich Menschen in den Wohnungen befinden. Deshalb ist auch ein Sicherheitsdienst am Wohnblock. Einige Bewohner schafften es nicht allein in Sicherheit, Feuerwehrleute mit schweren Atemschutzgerät holten sie raus.

Anja Levien

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